So bunt wie das Leben

Mama ist jetzt 6,5 Kilo leichter :-)

Seit dem letzten Post auf diesem Blog ist nun mehr als ein Monat vergangen. Mittlerweile habe ich die 30 Tage „Vegan For Fit“ Challenge hinter mir und fühle mich super. Ich hätte nie gedacht, dass mir der Verzicht auf Weißmehl oder Zucker so leicht fallen würde. Auch keinen Alkohol zu trinken, war für mich kein Thema. Allein der Kaffeeverzicht hat mir am Anfang zu schaffen gemacht.

Nun, 30 Tage später, bin ich gut 6,5 Kilo leichter, habe meinen Bauchumfang um 10 Zentimeter verringert und erlebe eine neue Lebensqualität. Ich bin nicht mehr müde, kaputt oder mit meinem Körper unzufrieden, sondern es geht mir blendend. Mein Körper strotz vor Energie und ich kann voll und ganz für Nepomuk da sein. Mittlerweile rocken wir jeden Babytreff und haben es endlich auch zum Babyschwimmen gebracht. Das Babyschwimmen war für mich die größte Herausforderung, denn so glücklich bin ich noch nicht mit meinem Körper. Für mich ist die Umstellung auf zucker- und weißmehlfreie vegane Ernährung der erste Schritt Richtung Traumkörper. Bisher habe ich noch nichts bereut.

Und damit ihr auch wisst, wie kurz eigentlich 30 Tage sind, habe ich jeden Tag in meinem neuen Blog festgehalten. Vielleicht hat der ein oder andere auch Lust auf die Challenge bekommen. Ich kann sie uneingeschränkt empfehlen:

Tag 1: Start der Vegan For Fit Challenge

Tag 2: Tag 2 ist geschafft

Tag 3: Ein Hoch auf die Chia Samen

Tag 4: Ewig lockt das Koffein

Tag 5: Move over, Mandelmus

Tag 6: Rudis Resterampe

Tag 7: Muttis und Fencheltee

Tag 8: Mein Körper ist pures Koffein

Tag 9: Der Körper ringt mit Chlorella

Tag 10: Sushi up your life

Tag 11: Lazy Sunday

Tag 12: Fitness Kickstarter

Tag 13: China Study und Getreidekaffee

Tag 14: Pilates und Thai Curry

Tag 15: Mein Zwischenfazit zu Vegan For Fit

Tag 16: PEKiP und Zucchini Spaghetti

Tag 17: Besuch der Großeltern

Tag 18: Lazy Sunday und voller Bauch

Tag 19: Feste Nahrung wird überbewertet

Tag 20: Darth Vader und Reissirup

Tag 21: Tag der Jogginghose und viel Sport

Tag 22: Mein veganer Lippenstift

Tag 23: PEKiP und Low Carb Pizza

Tag 24: Solarium, Yoga und Zucchini Spaghetti

Tag 25: Der Ekel kommt

Tag 26: Ein Tag für die Tonne

Tag 27: Knapp 6 Kilo leichter

Tag 28: Der Heißhunger kommt, die Kraft geht

Tag 29: Der Darm macht Kinderfasching

Tag 30: Der letzte Tag

Tag 31: Es funktioniert: 6,5 Kilo abnehmen in 30 Tagen

So sah ein typischer Tag während der Vegan For Fit Challenge aus: Sport, essen, essen …

Ein Tag von vielen in der Vegan For Fit Challenge

Goodbye Fritzi Projekt, hello taffmother :-)

Heute endet das Jahr 2014. Für mich eines der aufregendsten Jahre überhaupt. Schwangerschaft, neue berufliche Tätigkeit, Geburt meines Sohnes, der New York Marathon … all das war 2014. Ich bin dankbar für das tolle Jahr, aber nun ist es Zeit sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Als ich mit „Das Fritzi Projekt“ angefangen habe, war ich schwanger. Der Blog hat mich durch meine Schwangerschaft, die Geburt, das Wochenbett und darüber hinaus begleitet. Ich habe mich damals für den Namen „Fritzi“ entschieden, weil wir lange keinen Namen für unseren ungeborenen Sohn hatten und ich nicht wollte, dass er „das Baby“ genannt wird. Nun ist das namenloses Baby fast fünf Monate alt und heißt Nepomuk.

Der Kleine entwickelt sich jeden Tag weiter und ich habe fast täglich das Gefühl in ein neues Gesicht zu schauen: Mimik, Geräusche, Motorik alles nimmt jetzt Formen an. Laut Arzt und dem wunden Po sind wir nicht mehr weit von den ersten Zähnen entfernt und auch das Krabbeln wird nicht mehr allzu lange dauern, wenn ich seine ständigen „Po-Hoch-Übungen“ sehe. Nepomuk wird größer und entwickelt sich weiter, seine Mama sollte das jetzt auch tun.

Nach dem New York Marathon hat mein Freund gemeint, ich sollte mich doch lieber Taff Mother (in Anspielung an „Though Mudder“) nennen, dass würde besser zu mir passen. Und ich muss sagen, er hat recht. Ich habe 2014 fast nur über Baby-Themen geschrieben, weil es mir wichtig war und ich damit auch anderen Müttern helfen wollte. Besonders jenen, die in München leben und für die der eine oder andere Tipp vielleicht ganz hilfreich war.

Nun aber steht 2015 vor der Tür und ich merke, dass ich gern wieder mehr über mich schreiben würde. Mein Leben und mein „Ich“ verschwinden ja nicht, nur weil ich jetzt Mutter bin. Ich liebe meinen Sohn über alles, aber ich möchte nicht, dass sich alles um ihn dreht und ich mich dabei als Frau verliere.

In den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie sehr mein Körper unter schlechter Ernährung und wenig Bewegung gelitten hat. Wir waren zwar jeden Tag lange spazieren, aber das ist nicht die Bewegung, die ich von früher kannte. Nein, ich möchte wieder was für mich und mein Wohlbefinden tun und darüber schreiben. Natürlich ist Nepomuk immer noch ein zentraler Punkt in meinem Leben und den Tagesablauf richte ich nach ihm aus, aber ich möchte nicht mehr nur über ihn schreiben.

Aus diesem Grund habe ich mich entschieden einen neuen Blog aufzusetzen, in dem ich nun mein Leben in epischer Breite ausleben werden. Ich möchte ab dem 1. Januar vegan leben, mehr Sport treiben und mein Leben organisiert bekommen. Und darüber möchte ich schreiben. Ich möchte versuchen auf mich zu achten, ohne als Mutter zurückzustecken. Ich denke, dass ich es meinem Sohn schuldig bin, dass er eine fitte Mama hat und nicht eine, die erstmal nen Kaffee holen muss, um sich für die Spielstunde mit ihm zu stärken.

Und dieses neue Leben möchte ich auch mit euch teilen und würde mich freuen, wenn ihr mich auch auf meinem neuen Blog regelmäßig besucht. Der Name „Taff Mother“ mag sicher Nationen spalten, aber zu mir passt er und ich hoffe, dass ich ihn auch in 2015 so leben kann.

Hier geht es zu meinem Blog: http://taffmother.de

PS: Über Nepomuk und Muttersein werde ich natürlich weiterhin bloggen, aber eben nur dann, wenn sich wirklich etwas wichtiges getan hat oder ich mich wieder über Übermuttis aufregen muss.🙂

Und jetzt wünsche ich uns allen einen guten Rutsch ins neue Jahr. Kommt gut rüber, passt auf euch auf und lasst es krachen!!!!

Blog-Parade: Eltern werden – Paar bleiben

Als Neu-Mama freue ich mich immer darüber, wenn es Blog-Paraden gibt, bei denen ich auch schon mitreden kann. Top-Elternblogs hat mit dem Thema „Eltern werden – Paar bleiben“ glücklicherweise gerade so eine Blog-Parade gestartet. Für mich auch der ideale Zeitpunkt um gut 4,5 Monate nach der Geburt meines Sohnes nochmal zurückzuschauen – auch bis weit vor die Geburt, denn wenn man erzählen möchte, was sich mit dem Elternwerden geändert hat, muss man logischweise auch kurz erzählen, wie das Paarsein vor der Geburt war. Bevor ich mich also den Fragen widme, ein kurzer Review über uns als Paar:

Wer wir waren
Mein Freund und ich haben uns Ende April 2013 kennengelernt und waren seit Juni 2013 ein Paar. Unser gemeinsamer Sohn kam im August 2014 auf die Welt. Die Zahlen- und Rechengenies unter euch werden es schnell gemerkt haben: Eine intensive Kennenlernzeit und ein langsamer Aufbau der Familie war nicht wirklich drin, aber das war auch nicht nötig, denn wir haben uns blind verstanden.

Ich selbst war damals Community Manager bei der Freizeitcommunity Spontacts und wollte alles machen nur keine Familie gründen. Mir waren Flexibilität und Unabhängigkeit immer wichtiger als tiefe Verbindungen. Ich mochte schnelle und oberflächliche Bekanntschaften, weil ich nie tiefe und langjährige Freundschaften pflegen konnte. Mit meinem Freund verreiste ich gern, wanderte oft am Wochenende oder wir gingen abends aus. Wir lebten sehr spontan und entschieden meist aus dem Bauch heraus auf was wir Lust hatten. Wir genoßen unser unabhängiges, tolles und selbstbestimmtes Leben. Und dann wurde ich schwanger. Unser Baby wurde im August geboren und mit der Geburt begann für uns ein ganz neues Leben.

Was hättet ihr so nicht erwartet?

In der Schwangerschaft hatte ich mir das Leben nach der Geburt so harmonisch und entspannt vorgestellt. Das mich die Liebe zu meinem Sohn über jedes Tal der Tränen trägt, dass ich erschöpft aber glücklich  erst den Kreißsaal, dann die Wochenbettstation und dann schließlich das Wochenbett verlasse. Das mein Sohn 90 % der Zeit schläft und 10 % für die natürlichste Sache der Welt, das Stillen, verwendet. Das ich mich langsam in die Rolle der Mutter finden kann.

ALLES BULLSHIT. Ich wurde überrollt von einem Vierzigtonner vollgepackt mit der unverhohlenen, knallharten Realität!

Ich hätte nicht erwartet …

  • Das mein sehr „Ich-bezogenes“ Leben sich plötzlich zu einem sehr „Baby-bezogenen“ Leben entwickelt.
  • Das der Moment der Geburt und die Minuten danach nicht die allerschönsten in meinem Leben sein werden.
  • Das Geburt und „Mutter sein“ sehr viele Baustellen und Selbstzweifel mit sich bringen und das leider auf die Beziehung schlägt.
  • Das das Selbstwertgefühl plötzlich an eine elektronischen Milchpumpe gekoppelt ist und ich mich meinem Mann gegenüber dafür schäme.
  • Das das Selbstwertgefühl irgendwann so egal ist, dass ich vor den Augen des Mannes die elektrische Milchpumpe benutze.
  • Das mir klar wird, dass ich von einer MILF Lichtjahre entfernt bin und aktuell soviel Sex-Appeal habe, wie eine Mülltonne.
  • Das mein Freund in den ersten zwei Wochen, als er Urlaub hatte, die Direktverbindung zwischen mir und der Apotheke war.
  • Das die Hebamme neben der Säuglings- und Mutterpflege auch als Paartherapeutin herhalten könnte
  • Ich hätte nicht erwartet, dass wir mal getrennt zu Bett gehen.
  • Ich hätte nicht geglaubt, dass wir kaum noch Zeit füreinander haben und alles schnell, schnell gehen muss
  • Ich hätte nicht erwartet, dass wir alles um den Kleinen herum planen müssen. Hat doch jeder gesagt, so ein kleines Baby kann man überall mit hinnehmen.
  • Ich hätte nicht gedacht, wie sich Schlafmangel auf partnerschaftliche Bedürfnisse auswirkt.

Inwiefern hat das Elternsein die Beziehung zu Partner oder Partnerin verändert?

Das ein Kind die Beziehung der Eltern (Oh Gott, ich schreibe schon Eltern und nicht Paar!) verändert, war mir zwar klar. Aber nicht in welcher Geschwindigkeit und in welcher Intensität.

Der Anfang war besonders hart für mich. Als Mutter ständig das Gefühl zu haben, dass man es mit dem Baby nicht richtig macht, das alle es mit dem Stillen hinbekommen nur ich nicht. Das ich anfangs Berührungsängste gegenüber meinem eigenen Kind hatte. Das alles hat sich auf unsere Beziehung ausgewirkt. Ich war sehr dünnhäutig und aggressiv. Ich konnte nicht mit den Tipps und Ratschlägen meines Freundes umgehen. Ich fühlte mich bevormundet. Unsere Beziehung war immer sehr harmonisch. Wir hatten nie Grund zum Streit und waren immer einer Meinung. Keine hatte das Gefühl zurückzustecken.

Mit der Geburt unseres Sohnes zogen die ersten Wolken auf. Ich war genervt, wenn er mir Tipps gab, wie ich unseren Sohn zu halten hatte oder wie ich ihn zum Schlafen bringen konnte. Er war genervt, wenn ich mal wieder irgendwo was gelesen hatte und deswegen unentspannt war.

Wir rieben uns irgendwann an Kleinigkeiten und das war wirklich schlimm für mich. Ich fand, dass wir kein Paar mehr waren, sondern nur eine funktionierende Einheit, deren Mittelpunkt sich Richtung Kind verschoben hatte.

Gott sei Dank dauerte dieser Zustand nur wenige Wochen. Heute sind wir ein eingespieltes Team. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und der Kleine hat das gnadenlos offengelegt. Wir haben für uns einen Weg gefunden, wie wir uns unser Leben mit Baby schön gestalten. Wir integrieren den Kleinen in unser Leben und tun dabei alles für den Kleinen, damit es ihm gut geht. Hier ein paar Beispiele, wie wir den Sprung vom Paar zu Eltern geschafft haben – ohne uns selbst aufzugeben:

  • Wir sind mit dem Kleinen im Alter von knapp 3 Monaten nach New York geflogen, damit ich meinen Marathon laufen konnte.
  • Wir gehen essen oder auf Geburtstagsfeiern und nehmen den Kleinen einfach mit. Dank Rauchverbot in den Kneipen und Restaurants geht das super.
  • Wir machen wieder unsere Ausflüge und verbinden das mit großen Spaziergängen mit Nepomuk. Nächstes Jahr geht es mit Kind und Kinderwagen in die Berge.
  • Wir suchen gezielt Veranstaltungen, wo es mit Kinderwagen einfach wird. Das war im Sommer einfacher als jetzt im Winter, aber es geht.
  • Wir teilen unsere Reisevorbereitungen auf. Ich bin immer für den Kleinen und das notwendige Equipment zuständig, während mein Freund die Route raussucht oder die Sachen ins Auto trägt.
  • Wir widmen das Wochenende nur unserer Familie und kümmern uns beide intensiv um den Kleinen.
  • Unter der Woche bin ich tagsüber für den Kleinen zuständig, abends aber bringt der Papa ihn ins Bett.

Was hat uns niemand im Voraus gesagt?

Die Leute sind ja meistens ganz groß dabei ungefragt Ratschläge und Tipps rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu verteilen. Was ein Kind für die Beziehung bedeutet, dass hat uns niemand gesagt.

Uns war nicht klar,

  • dass man mit der Geburt dank Schlafmangel und emotionalem Stress den Partner nochmal neu kennenlernt.
  • dass selbst die harmonischste Beziehung ins Wanken kommt, wenn so ein kleines Energiebündel auf die Welt kommt.
  • dass der Kleine die ungeteilte Aufmerksamkeit fordert und der Partner den Tribut zahlen muss
  • dass neben den vielen körperlichen Wehwehchen auch noch die emotionalen hinzukommen.

Uns war aber auch gerade am Anfang nicht bewusst,

  • dass alles nur eine Frage der Eingewöhnung ist
  • dass man alles gemeinsam schaffen kann, wenn man nur möchte
  • dass es zu dritt viel schöner ist als zu zweit
  • dass ein Kind eine Bereicherung fürs Leben ist, deren Wert sich nicht messen lässt
  • dass es nichts schöneres gibt, als das Wochenende als kleine, verschmuste Familie zu verbringen
  • dass es für die Liebe zu seinem Kind keine Worte gibt, die dieser Liebe gerecht werden

Was war das Schönste am Elternwerden?

Das Schönste am Elternwerden war definitiv, dass wir das Glück eines eigenen, gesunden, schönen, liebevollen Kindes erleben dürfen. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten, die sich aufgrund der neuen Situation ergeben, haben wir uns schnell als Familie eingelebt.

  • Es ist wunderschön, wenn man abends ins Schlafzimmer kommt und ein kleines Paket schmatzt schlafend vor sich hin.
  • Es ist unbezahlbar, wenn der Papa am Sonntagmorgens im Pyjama am Küchentisch sitzt, den Kleinen füttert und mit ihm Grimassen macht.
  • Es ist wunderschön den Sonntag bei schlechtem Wetter auf der Couch zu verbringen und dem Kleinen beim Spielen zuzuschauen.
  • Es ist toll den Partner mit einem leckeren Essen zu verwöhnen, anstatt immer nur Essen zu gehen.
  • Es ist schön, den Papa im Büro zu besuchen oder ihn abends dort abzuholen
  • Es ist wunderbar zu wissen, dass es zwei Menschen gibt, die mit dir ein Leben lang verbunden sein werden.

Ich denke, wenn man ein Paar bleiben möchte, dann reicht es nicht aus, dass man regelmäßig ins Kino geht oder jeden Abend Sex hat. Ich glaube, dass man einfach seine Ziele im Leben verfolgen sollte und den Partner in seinen Zielen unterstützt. Mein Lebenstraum war der New York Marathon. Ich bin ihn am 02. November 2014 gelaufen. Drei Monate nach der Geburt. Wir haben diesen Traum zu dritt durchgezogen und haben uns von der mehr als skeptischen Umgebung nicht irritieren lassen. Uns als Paar hat diese Reise so viel gegeben und gezeigt, dass man vielleicht nicht immer spontan etwas machen kann, aber definitiv kann man mit etwas Vorlauf das Leben leben, dass einem vor der Geburt so wichtig war und das Kind wird einfach ein Teil davon.

Auch wenn der Anfang schwer war und wir nie wieder so ein selbstbestimmtes Leben haben werden, so bin ich doch froh, wie sich das alles entwickelt hat. Ich vermisse weder das viele Feiern noch das tägliche Ausgehen. Wir haben unseren Weg gefunden und vermissen beide nichts. Wir lieben den Kleinen abgöttisch und würden alles für ihn tun, außer uns als Paar zu vergessen.

Nepomuks Taufe: Mein Wiedereintritt in die evangelische Kirche

Hätte mir jemand vor 1,5 Jahren gesagt, dass ich mal in einem Pfarramt sitze und meinen Wiedereintritt in die Kirche regle. Ich hätte es nicht geglaubt. Tja, und nun saß ich am 9. Dezember 2014 im Pfarramt St. Johannes in einem winzig kleinen Raum und habe mit dem Pfarrer über meinen Wiedereintritt gesprochen.

Wiedereintritt deswegen, weil ich früher in der Kirche war und in Stuttgart ausgetreten bin. Der Pfarrer konnte mich verstehen, denn die baden-württembergische Kirche ist eine eher schwierige Kirche. Ich selbst war in meiner Heimatstadt Frohburg aktives Mitglied der Kirche. Ich wurde getauft (noch zu DDR-Zeiten), hatte Konfirmation, war in der jungen Gemeinde und spielte die Maria im Krippenspiel. Als ich mit 17 von Frohburg nach Stuttgart zog, entfernte ich mich auch von der Kirche. Die in Stuttgart habe ich nie besucht und zuhause war ich nur selten. Wenn ich in die Kirche ging, dann nur an Heilig Abend. Ich hatte den Bezug zur Kirche verloren und war der Meinung, dass ich für meinen Glauben kein Geld zahlen musste. Ich glaube noch heute, dass es Gott egal ist, wer in der Kirche ist und wer nicht.

Und trotzdem bin ich wieder eingetreten. Warum?

Weil wir möchten, ja der Papa hat natürlich auch eine Stimme, dass Nepomuk getauft wird und frühzeitig christliche Werte vermittelt bekommt. Ich muss dazu sagen, dass ich evangelisch-lutherisch bin und mein Freund katholisch. Wir hatten also die Wahl zwischen katholisch und evangelisch. Da ich die katholische Kirche als absolut weltfremd und teilweise beschämend empfinde und auch mein Freund keinen Spaß in der katholischen Kirche, waren wir uns schnell einig, dass der Kleine evangelisch wird. Die evangelische Kirche ist mir näher und nicht so überdreht wie die katholische. Der Pfarrer in unserer Gemeinde in München ist verheiratet und hat drei Kinder. Er weiß also um die Bedürfnisse von Eltern, wie soll das den bitte ein katholischer Priester wissen? Zudem würde ich keine ruhige Minute haben, wenn ich wüsste, das mein Sohn irgendwo als Messdiener arbeitet. Die katholische Kirche hat in den letzten Jahren in meinen Augen ein erbärmliches Bild abgegeben.

Und so hatte ich nun gestern mein Gespräch mit dem evangelischen Pfarrer Forrsman. Wir sprachen über meinen Austritt, regelten den Wiedereintritt, unterhielten uns über die Gemeinde und die Kirche. Er hat mir viele Infos bezüglich der Kirche und deren Mitglieder gegeben. So weiß ich nun, dass:

  • Die Gemeinde sehr jung ist. Der höchste Punkt in der Altersverteilung liegt bei 35 Jahren
  • Die Gemeinde orientiert sich sehr an jungen Familien mit Kindern
  • Es gibt Krabbelgruppen, Mini-Gottesdienste für die ganz Kleinen, Kindergottesdienste für die Größeren, Elternsingen und betreute Krabbelgruppen in denen man das Kind auch mal für ein paar Stunden „abgeben“ kann.
  • Als Eltern von Kleinkindern kann man auch am normalen Gottesdienst teilnehmen. Neben dem Kirchenschiff gibt es einen separaten Raum mit Spielecke. Den Gottesdienst können die Eltern dann über Lautsprecher und durch eine Glaswand verfolgen und nebenbei mit anderen Eltern sprechen
  • Nach jedem Gottesdienst gibt es ein Kirchencafé

Die Kirche selbst weicht in ihrem Aufbau und der Gestaltung von der Kirche in Frohburg etwas ab:

  • Die Bänke wurden entfernt, stattdessen gibt es nun Stuhlreihen im Kirchenschiff. Das macht die Kirche beweglicher, denn dort gibt es oft Konzerte oder Tanzveranstaltungen. Auf mein Nachfragen, was man in einer Kirche tanzen kann, lächelte der Pfarrer und erklärte mir, dass es ein meditativer Tanz sei. Ich habe immer noch das Bild vor mir, wie Frauen ihre langen, grauen Haare im nicht vorhandenen Wind wehen lassen und ihre Körper in bunte Baumwollkleider gewickelt haben.
  • Das Kirchenschiff ist umgeben von mehreren Räumen, die mit Glaswänden abgetrennt sind. In einem Raum finden Meditationen statt, im anderen können die Eltern mit ihren Kindern den normalen Gottesdienst verfolgen oder im Anschluss an den Gottesdienst wird gemeinsam Kaffee getrunken.
  • Der große Altar ist verschwunden, der moderne kleinere Altar ist näher an die Gemeinde gerückt
  • Die Kirche selbst ist knapp 100 Jahre alt und wurde in den 80ern umgebaut, um sie eben flexibel zu gestalten und die Gemeinderäume

Obwohl ich die Kirche im Sommer auf den ersten Blick nicht so toll fand, bin ich doch nun überzeugt, dass es der richtige Platz für die Taufe von Nepomuk ist. Ach, zum Thema Nepomuk: Der Pfarrer erzählte mir, dass es auf einer Brücke an der Isar eine Nepomuk Statue gibt. Nepomuk ist schließlich der Schutzpatron der Brücken. Er fand es toll, dass wir so einen bayrischen Namen gewählt haben und meinte, der würde gut zu München passen. Finden wir auch.🙂

Ich freue mich schon auf die Taufe von Nepomuk im März 2015 in der St. Johannes Kirche in München. Vorher werden wir aber den Kindergottesdienst am 24. Dezember besuchen. Dieser sei perfekt für unsere kleine Familie meinte der Pfarrer.

 

Erfahrungsbericht: Kinderwagen Babyjogger City Elite

Fritzi & me auf Tour

Kurz nach der Entbindung

Den perfekten Kinderwagen zu finden, ist heute nicht wirklich leicht. Es gibt viel zu viele Marken und Modelle. Anfang des Jahres habe ich mich, schwangerschaftsbedingt, zum ersten Mal mit dem Thema „Kinderwagen“ befasst und recherchiert. Ich habe mir auf den Webseiten der Hersteller Produktinformationen durchgelesen, Videos angeschaut und Testberichte verschlungen. Es gab genau zwei Vorgaben, die ich bei der Recherche hatte: Ich wollte einen Kinderwagen mit dem man joggen kann und es sollte kein Bugaboo sein.

Auf zur Isar

Auf zur Isar

Nachdem ich mich in das Thema eingelesen hatte, sind wir zur Babywelt nach Gersthofen gefahren. Ein Kollege hat mir den Laden empfohlen, da dieser über eine riesige Auswahl von Kinderwagen verfügt. Die Auswahl war wirklich riesig, aber nicht für mich. Da ich mit dem Wagen joggen gehen wollte, kamen für mich nur Kinderwagen mit drei Rädern in Frage – darunter der Babyjogger City Elite. Tja, und in den habe ich mich sofort verliebt. Zum Glück konnten wir den Wagen gleich mitnehmen, da er auf Lager war. Und so stand er von Februar bis zum 06. August vor unserer Wohnungstür im 4. OG.🙂

Warum der Babyjogger City Elite?

Ich habe mich unter anderem aus folgenden Gründen für den Babyjogger City Elite entschieden:

  • Ich kann mit dem Kinderwagen joggen (wenn Nepomuk 7 Monate alt ist)
  • Er ist dank des 1-Hand-Faltsystem leicht zusammenklappbar und nimmt wenig Platz weg
  • Der Maxi Cosi passt ohne Adapter auf den Kinderwagen
  • Der City Elite ist viel höher als andere Kinderwagen und das war mir wichtig
  • Er lässt sich super leicht fahren, dass haben mir auch Freunde gesagt, die ihn kurz geschoben haben
  • Die Babywanne lässt sich einfach abnehmen und wieder aufsetzen.
  • Die Babywanne ist zudem relativ leicht, sodass ich Nepomuk (4 Monate) immer noch in der Wanne ins 4. OG tragen kann.
  • Der Wagen ist aus meiner Sicht cooler als ein Bugaboo oder ein Teutonia😉

Welche Erfahrungen habe ich mit dem Babyjogger City Elite gemacht?

Ich muss sagen: Ich liebe diesen Kinderwagen. Er ist mein täglicher Begleiter bei Einkäufen und Spaziergängen. Wir waren mit dem Kinderwagen auf der Wiesn, in New York, auf Schotter und Waldwegen unterwegs. Er ist wirklich sehr robust und fährt problemlos über Stock und Stein.

Mit dem Babyjogger am Times Square

Am Times Square

Für mich ist er perfekt und ich bereue keinen Tag ihn gekauft zu haben. Auch wenn er etwas breiter ist als andere Kinderwagen, so komme ich doch überall mit ihm rein. Zudem kann man ihn schnell (mit einer Hand) zusammenklappen und ein spezielles AUTO LOCK System hält ihn zusammen. Die Räder können einfach abgeklickt werden, was uns bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen sehr geholfen hat.

Der Griff des Kinderwagens ist höhenverstellbar, was gut ist, denn mein Freund und ich haben verschiedene Griffhöhen. Zudem kann ich über den Lenker die Skip Hop Wickeltasche anklippen, was bei einem Bugaboo nicht gehen würde. Jedenfalls habe ich immer nur die Variante gesehen, dass die Wickeltaschen über den Lenker gehängt wurden.

Rahmendaten des Babyjoggers City Elite

Mit Maxi Cosi Schale

Mit Maxi Cosi Schale

Hier sind noch die Rahmendaten des Kinderwagens:

  • Gewicht: 11,9 kg
  • Aufgestellter Zustand: 119 cm x 67 cm x 84 – 117 cm
  • Zusammengeklappter Zustand: 85 cm x 67 cm x 36 cm
  • Räder: 30 cm (12 Zoll)
  • Kosten für Gestell und die Babywanne „Komfort“ bei der Babywelt in Gersthofen: 848,00 EUR

Mein Fazit

Diesen Kinderwagen kann ich wirklich wärmstens empfehlen. Viele haben den Kinderwagen nicht auf dem Schirm, weil er in Deutschland nicht so oft zu sehen ist. Ich selbst bin erst in der Babywelt auf ihn gestoßen. In New York haben wir ihn an jeder Ecke gesehen, da es wohl auch eine amerikanische Marke ist. Dort ist er quasi der Bugaboo unter den Kinderwagen.🙂

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Sonntagsausflug zum Feringasee

Da ich täglich mit dem Wagen unterwegs bin, hat sich der Babyjogger schnell zu meinem treuen Begleiter gemausert und ich bin froh, dass er so robust und leicht zu handeln ist. Er ist sicher nicht nur für Jogger ne tolle Alternative, denn gejoggt bin ich bisher mit ihm noch nicht, da Nepomuk erst 4 Monate alt ist.

Ich freue mich schon ihn nun im Winter zu testen und nächstes Jahr mit ihm in die Berge zu gehen, denn Nepomuk soll schnell lernen, wie toll es ist in den Bergen zu sein. Außerdem soll er nicht auf die Idee kommen, irgendwann zu sagen, dass Kühe lila sind.🙂

Wenn ihr die Möglichkeit habt, den Kinderwagen mal zu testen, dann kann ich euch nur empfehlen, dass zu tun. Wenn ihr zufällig in Haidhausen wohnt und gerade einen Kauf plant, dann kommt gern bei mir vorbei und schiebt ihn mal kurz Probe.🙂

Mehr Informationen und weitere Modelle findet ihr hier: www.haas-babyjogger.de

 

Unser kleiner Adventskranz

Blogparade: Weihnachtsliebe

Pünktlich zur Vorweihnachtszeit hat Yummy Mummy zu einer Blogparade aufgerufen, bei der ich unbedingt dabei sein muss. Sie möchte nämlich wissen, welche Bräuche, Anschaffungen und Rituale für mich in der Adventszeit und/oder an Heilig Abend unverzichtbar sind?

Für mich ist die diesjährige Adventszeit und der Heilig Abend deswegen besonders, weil beide voller Premieren sind:

  • Es ist mein erstes Weihnachten als Mutter
  • Es ist mein erstes gemeinsames Weihnachten mit meinem Freund
  • Es ist das erste Weihnachten, dass ich nach 32 Jahren nicht bei meinen Eltern in Leipzig, sondern mit meiner kleinen Familie in München feiere.

Für mich bedeuten diese Premieren nicht nur den Beginn von neuen, sondern auch das Fortsetzen von bestehenden Bräuchen und Ritualen.

Der Adventskranz

Unser kleiner AdventskranzBis zu meinem 17. Lebensjahr habe ich immer mit meiner Mutter den Adventskranz gebastelt. Als ich mit 17 beruflich nach Stuttgart gezogen bin, habe ich diese Tradition nicht mehr zelebriert. Erst in diesem Jahr habe ich mich wieder einem Adventskranz gewidmet, denn ich möchte mit meinem Freund und meinem Sohn die Adventszeit so intensiv wie möglich gestalten. Nach alter Tradition habe ich ihn selbst gebastelt, soweit man das „basteln“ nennen kann.

Den 1. und 2. Advent haben wir schon schön mit Plätzchen, dem Anzünden diverser Räucherkerzen ganz gut hinbekommen. Am 2. Advent haben wir es endlich geschafft das Märchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ zu schauen. In meiner Kindheit waren diese Märchen ein Muss.

Der Adventskalender

Unser AdventskalenderEinen Adventskalender gab es bei mir jedes Jahr. Waren es früher aber immer gekaufte Kalender mit Schokoladen-Füllung, so habe ich dieses Jahr einen Kalender selber gebastelt. Eine Veränderung gibt es zur Vergangenheit: Statt Türchen und Schokolade gibt es jetzt kleine Tütchen und Spielsachen für den Kleinen oder Schokolade für den Mann.

Meine Eltern haben mir allerdings am Donnerstag einen Adventskalender mit Schokolade mitgebracht und der gehört nur mir. Es gibt Traditionen, die bleiben einfach für die Ewigkeit.🙂

Der Weihnachtsbaum

Der Weihnachtsbaum ist für mich ein absolutes Muss an Weihnachten. Ohne ihn wäre es für mich kein Weihnachten. Natürlich muss es auch ein echter Baum sein, den wir einen Tag vor Heiligabend aufstellen und schmücken werden. Auch diese Tradition habe ich von zuhause, denn dort war es immer meine Aufgabe den Baum zu schmücken. Ich bin gespannt, ob ich den Mann davon überzeugen kann, dass ich auch hier in München den Baum schmücken kann.🙂

Der Gottesdienst an Heilig Abend

Mit meinen Eltern bin ich jedes Jahr an Heilig Abend in die Kirche zum Gottesdienst gegangen. Als Kind war ich in der Kirche immer ganz aufgeregt, denn im Anschluss gab es dann die Bescherung. Als Erwachsener war ich da etwas entspannter und musste immer über das Krippenspiel schmunzeln, dass von Jahr zu Jahr moderner wurde. Mein Highlight des Gottesdienstes war immer der Moment, in dem die ganze Kirche „Stille Nacht, heilige Nacht“ gesungen hat. Da wurde mir immer ganz warm ums Herz. Ich bin sehr gespannt, wie der Gottesdienst hier in München wird.🙂

Das Essen 

Unser traditionelles EssenBei meinen Eltern gab es in der Vorweihnachtszeit immer selbst gebackene Plätzchen und Stollen. Ich habe dieses Jahr nur die Plätzchen geschafft.

An Heilig Abend war abends Kartoffelsalat mit Wiener immer ein Muss. Diese Tradition werden wir wohl kippen, auch wenn ich noch nicht weiß, was wir stattdessen essen werden.

Am ersten Weihnachtsfeiertag gab es bei uns immer Ente mit Rotkraut und Klößen. Auch das werden wir dieses Jahr ändern.

Ich denke es ist wichtig Traditionen zu bewahren, aber genauso wichtig ist es neue aufzubauen, um sich von der Vergangenheit zu verabschieden. Wir sind nun eine kleine Familie und werden das Weihnachten so gestalten, wie wir es für richtig halten. Ich freue mich schon sehr auf die Zeit mit meinem Freund und unserem Sohn. Gleichzeitig hoffe ich, dass das Streben nach Perfektion uns nicht zum Verhängnis wird und wir vor lauter Hetzen nach dem „perfekten Fest“ die Besinnlichkeit nicht vergessen.

Ich wünsche uns allen eine tolle und stressfreie Adventszeit und ein ebenso stress- und streitfreies Weihnachtsfest.

Nepomuk in Action

Mein Zwischenfazit zu PEKiP

Nachdem Nepomuk und ich nun die Hälfte des PEKiP-Kurses absolviert haben, ist es an der Zeit für ein Zwischenfazit, denn die letzten zwei Stunden waren nicht das, was ich mir vom Kurs erhofft hatte.

Was bedeutet PEKiP in der Theorie?

Auf der offiziellen PEKiP Website wird das Konzept wie folgt beschrieben:

„Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. 
Ziel des PEKiP® ist es, Eltern und Babys im sensiblen Prozess des Zueinanderfindens zu unterstützen, um

  • das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern; 
  • die Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern zu stärken und zu vertiefen; 
  • die Eltern in ihrer Situation zu begleiten und den Erfahrungsaustausch sowie die Kontakte der Eltern untereinander zu fördern; 
  • dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen.“

Wie sieht die Umsetzung in die Praxis aus?

Nepomuk in ActionIch habe mich für einen Kurs bei der FABI angemeldet und war so froh, dass ich noch einen Platz ergattern konnte, denn ich habe von verschiedenen Stellen gehört, dass diese immer ausgebucht sind. Bis dato war ich eigentlich immer mit Kursen bei der FABI zufrieden, aber von PEKiP bin ich aktuell nicht überzeugt und denke, dass dies auch an der Kursleitung liegt.

Wir treffen uns jeden Freitag von 09:15 bis 10:45 Uhr. Die Einheit beginnt immer mit einer kurze Runde in der wir Mütter kurz etwas zu einem bestimmten Thema sagen. Themen waren bisher: Die erlebte Geburt, die Namensfindung für das Kind, das allgemeine Schlafbefinden, das allgemeine Wohlbefinden und eine Vorstellung von Büchern, die wir aktuell lesen oder gelesen haben.

Waren Themen wie Geburt oder allgemeines Wohlbefinden noch interessant, so muss ich sagen, dass es mich nicht wirklich interessiert was andere Mütter lesen. Bei der Buchvorstellung gab es dann auch die ersten Reibereien unter Müttern, denn was die eine Mutter gerade liest, ist für die andere schon Schnee von gestern und das ist besonders bei Büchern rund um die Erziehung doch sehr mühsam. Ich finde es gibt tausend Themen, die so viel interessanter sind, als eine Bücherrunde. Zum Beispiel könnte man darüber reden, was Mütter schon mit ihren Kindern gemacht haben, was sie gerne machen wollen oder wie sie ihren Tag mit Kind gestalten. Das würde mich so sehr interessieren, denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ein normaler Tag bei anderen Müttern aussieht.

Mich stört auch, dass es im Konzept heißt, dass die Babys in ihrer aktuellen Entwicklung wahrgenommen werden und diese gezielt gefördert werden. Jede Mutter weiß, dass sich Kinder unterschiedlich entwickeln, weil jedes Kind anders ist. In unserem Kurs fehlt es mir, dass die Kursleiterin von Kind zu Kind geht, kurz mit der Mutter bespricht, was das Kind gerade macht oder gelernt hat und dann daraus Empfehlungen ausspricht, wie man das Gelernte vertiefen kann. In der letzten Stunde hieß es, dass wir etwas für Arme und Beine des Kindes machen. Die Kursleiterin ist leider nicht zu den Kindern gekommen und hat Tipps für mögliche Spiele gegeben, sondern hat sich in eine Kindergarten-Diskussion eingeschaltet.

Versteht mich nicht falsch, denn ich finde es toll, wenn sich einige Mütter über dieses Thema unterhalten. Aber ehrlich, da muss sich nicht die Kursleiterin dazusetzen und mit small talken. Ich habe in den letzten beiden Stunden nicht wirklich was mitgenommen, sondern mit Nepomuk gespielt, wie ich es jeden Morgen mache. Nach dem Waschen lasse ich ihn noch mindestens 30 Minuten nackt und wir spielen auf seiner Matte mit seiner Rassel oder seinem Wasserball. Das alles mache ich zuhause und brauche dafür kein PEKiP.

Wo sehe ich noch Verbesserungsbedarf?

Mir würde es sehr helfen, wenn die Kursleiterin mehr auf die einzelnen Kinder eingeht und Tipps gibt, was es denn für tolle Möglichkeiten gibt, bestehende Kenntnisse zu vertiefen oder mal was neues auszuprobieren. Das klingt jetzt vielleicht etwas hochgestochen, denn letztendlich geht es ja ums spielen mit den Kleinen und ich würde schon mal gern was neues mit Nepomuk ausprobieren, aber mir fehlen die Ideen. Von einer erfahrenen Kursleiterin verspreche ich mir Ideen oder Anregungen.

Mein Fazit!

Auch wenn ich mich in dem Blogpost eher negativ äußere, glaube ich nicht, dass die 125 EUR für den PEKiP Kurs Geldverschwendung waren. Natürlich habe ich auch das eine oder andere mitgenommen, aber die letzten zwei Einheiten waren eben nicht so berauschend und ich habe Angst, dass das jetzt so weitergehen könnte.

Ich kann PEKiP empfehlen und wenn es nur aus dem Grund ist, dass die Mutter sich 1,5 Stunden pro Woche mit ihrem Kind intensiv auseinandersetzt, es nackt spielen lässt und das Kind andere Kinder sieht.

Wenn ihr aufgrund der wenigen Kurse verzweifelt, weil ihr keinen Platz bekommen habt, dann kann ich euch beruhigen: Euer Kind wird auch ohne PEKiP groß und stark.🙂

Mit Boobdesign stylisch durch die Weihnachtszeit

Das Stillkleid im Praxistest

Das Stillkleid im Praxistest

Ich hatte das große Glück und durfte ein Produkt von der schwedischen Modemarke Boobdesign testen. Boobdesign bietet schöne und zeitlose Schwangerschafts- und Stillmode an. Bei der Wahl des Kleidungsstücks habe ich mich für etwas entschieden, was ich sonst nicht tragen würde: Ein Stillkleid, welches natürlich aufgrund seiner Beschaffenheit auch in der Schwangerschaft getragen werden kann.

Ich habe das Stillkleid gewählt, weil ich schon einige Still Shirts hatte und gern mal was neues ausprobieren wollte. Zudem fand ich, dass ein Kleid die noch überflüssigen Pfunde besser kaschieren kann, als ein Shirt. Bei der Größe habe ich mich sehr optimistisch für Größe S entschieden und muss sagen: Volltreffer, das Kleid hat perfekt gepasst, obwohl ich aktuell noch zwischen Kleidergröße M und L pendle.

Der erste Eindruck

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Sneakers passen super zum Kleid

Ich war gleich in das Kleid verliebt. Der Stoff und hier besonders der Rockteil fühlten sich super an. Da ich gerade meinen Koffer für New York packte, beschloss ich das Kleid mitzunehmen und in New York zu tragen, egal wie kalt es werden sollte.

Der Stoff besteht zu 100 % aus Lyocell. Das Kleid sollte bei maximal 40° gewaschen werden und nicht in den Trockner wandern.

Als ich das Kleid in New York aus dem Koffer holte, war es zu meiner Erleichterung nicht zerknittert, sodass ich es ohne aufbügeln tragen konnte.

Die Funktionalität

Das Kleid ist so geschnitten, dass es in der Schwangerschaft locker getragen werden kann. Mit einer Schleife ist es möglich, dass Kleid mal enger zu binden oder mal lockerer zu tragen.

Für die Stillzeit ist das Oberteil entsprechend angepasst wurden. Lästiges Aufknöpfen entfällt daher schon mal.

Funktionalität des Keides

Quelle: Boobdesign

Das Styling

Das Kleid selbst ist sehr klassisch und einfach gehalten, sodass ich es jetzt in der kalten Jahreszeit super mit Jeans, Leggins oder Strumpfhosen tragen kann. Ich bin so begeistert von dem Kleid, dass ich es schon jetzt fest für die Weihnachtsfeiertage eingeplant habe und mich darauf freue im Kleid in der Kirche oder bei der Familie aufzukreuzen. Ich denke man kann das Kleid auch super zu anderen festlichen Anlässen tragen und sieht damit immer toll aus. Und wer keine Lust auf „festliche“ Kleidung hat, kombiniert das Kleid einfach mit Sneakers.🙂

Quelle: Boobdesign

Quelle: Boobdesign

Neben dem Kleid gibt es bei Boobdesign noch viele andere tolle Produkte, die die Schwangerschaft und Stillzeit stylischer machen.

Vielen Dank an Boobdesign für diese tolle Kleid. Ich mag es wirklich sehr gern und kann es nur weiterempfehlen.

Top Adventskränze

Die schönsten Adventskränze

In einer Woche heißt es wieder: Advent, Advent, ein Lichtlein brennt … – Zeit sich also langsam mal mit dem Thema Adventszeit zu befassen. Zwar war ich gestern bei IKEA und habe mir ein paar Basics für die Weihnachtsdemo geholt, aber so richtig zufrieden bin ich noch nicht, sodass ich nächste Woche wohl nochmal einiges an Deko kaufen werde. Um mich inspirieren zu lassen, habe ich mir auf Pinterest einige tolle Adventskränze angesehen und hier sind meine Favoriten:

Adventskränze mit nummerierten Kerzen

(für die Vorschnellen wie mich, die gern schon am 1. Advent gern alles anzünden wollen :-))

Adventskranz mit Zahlen

  1. gesehen bei: Luciana Aguilar
  2. gesehen bei: Kjerstislykke
  3. gesehen bei: Mein Herzstück
  4. gesehen bei: Lecker.de
  5. gesehen bei: Decoracion Facilicimo
  6. gesehen bei: Purple Area

Klassische Adventskränze

Klassische Adventskränze

  1. gesehen bei: Blooms.de
  2. gesehen bei: Pinterest
  3. gesehen bei: Wunderweib
  4. gesehen bei: Dawanda
  5. gesehen bei: Living at home

Das ist nur eine Auswahl von tollen Adventskränzen. Auf Pinterest habe ich noch viele weitere tolle Adventskränze gefunden, die sicher eine gute Inspiration sind. Jetzt heißt es nur: Hurtig, hurtig, sonst sitzen wir nächsten Sonntag vor einem Blatt Papier auf dem vier Teelichter stehen🙂

Nepo total fertig von PEKiP

2. PEKiP Stunde: Verkackte Jeans und Stillprobleme

Ob man als Mutter einen PEKiP-Kurs besuchen soll oder ob das alles Quatsch ist, darüber gibt es ja unterschiedliche Meinungen. Wir haben uns nach einigen Überlegungen dazu entschieden, einen Kurs zu machen und haben es bis jetzt nicht bereut.

Mittlerweile hatten wir unsere zweite Stunde und die war eine deutliche Verbesserung zur ersten. Das kann unter anderem daran gelegen haben, dass wir nun unsere eigentliche Kursleiterin kennenlernen durften, denn beim ersten Mal war nur eine Vertretung da. Nach eine kurzen Vorstellungsrunde ging es diesmal ohne singen und im Kreis drehen los.

Erst die Mütter, dann die Babys

Nach ein paar kurzen einleitenden Sätzen zu PEKiP klärte uns die Kursleiterin auf, dass in ihrem Kurs am Anfang immer die Mütter im Mittelpunkt stehen und je weiter der Kurs voranschreitet, desto stärker wird die Bedeutung der Babys. Am Anfang aber geht es vorrangig um die Mütter und die Kinder liegen nackt und mit ihrem Spielzeug auf dem Boden.

Damit jede Mutter zu Wort kam und wir uns alle ein Bild voneinander machen konnte, wurde jede Mutter gebeten, über ihre Geburt zu reden. Ich muss sagen, dass war toll und sehr interessant zu hören, wie die Geburt von jeder Frau erlebt wurde, welche Komplikationen es gab oder wie sie sich gefühlt haben. Für mich war damit eine Vertrautheit aufgebaut, die von selbst wohl nicht gekommen wäre.

Im Laufe der Stunde kamen wir dann auch aufs Stillen und irgendwie brachen da die Dämme und mir wurde klar, dass ich nicht allein mit meinem Stillproblem bin. Ich war nicht die einzige die konsequent mit Stillhütchen stillte. Eine andere Mutter stillte nicht direkt, sondern pumpt seit der Geburt die Muttermilch ab und gibt dem Kind diese per Flasche. Eine Mama hält es mit dem Stillen wie ich: Stillen ja, aber aufgrund der mittlerweile geringen Menge nur als Vorspeise und danach gibt es Aptamil. Und zu guter Letzt meinte eine junge Mutter, dass sie schon abgestillt hätte, weil sie dem Stress, den Stillen für sie mitbrachte, nicht gewachsen war und das ihre Beziehung zum Kind beeinträchtigt hätte.

Mir ist in dieser Stunde ein Stein vom Herzen gefallen, denn ich habe geglaubt, dass ich die einzige bin, bei der es mit dem Stillen nicht so klappte und nun weiß ich, dass dem nicht der Fall ist. Auch wenn ich schon mit dem Thema abgeschlossen hatte und mittlerweile ohne schlechtes Gewissen die Flaschen zücken konnte, so hat mich das doch nochmal darin bestärkt, dass Stillen eben kein Selbstläufer ist, wie es von manchen Frauen propagiert wird. Ich finde Stillen absolut toll und bin der Meinung, das man es, wenn es richtig läuft, so lange wie möglich machen sollte. Aber es ist eben nicht der Weg, den alle Mütter bedingungslos gehen müssen und wenn es nicht funktioniert, dann sind sie eben keine schlechten Mütter, sondern dann ist es eben einfach nur anders.

Schon allein für dieses Wissen um die Situation der anderen Mütter hat sich die PEKiP Stunde vollgelohnt.

Einmal vollkacken bitte🙂

Um die Stunde noch vollends perfekt zu machen, entschied sich Nepomuk dafür ordentlich abzukacken. Allerdings nicht auf der Wickelvorlage, sondern direkt in dem Moment als er nackt und ohne Tuch auf meinem Schoß saß. Das Fazit: Schöne grüne Kacke auf meiner Jeans und die Schadenfreude bei den anderen Müttern. Selbst für die Kursleiterin war das eine Premiere und ich bin gespannt, was Nepomuk sich bei der nächsten Stunde einfallen lässt.

Ich freue mich jedenfalls schon auf die dritte Stunde, besonders weil ich danach in Ruhe einkaufen kann, denn von PEKiP ist der Kleine immer sowas von fertig, dass er erstmal eine Stunde schlafen muss.