Fuck The World I’m Pregnant!


Seit vergangener Woche ist es offiziell: Ich bin schwanger!

Foto 1Nun weiß es nach Google, mir, meinem Frauenarzt auch mein Arbeitgeber, meine lieben Kollegen, meine Freunde und natürlich meine Eltern. Auch wenn ich sonst nicht der Geschenk-Surprise-Ich-verschlag-euch-die-Sprache-Typ bin, so konnte ich es mir doch nicht verkneifen, meinen Eltern die Botschaft per Paket zukommen zu lassen.

Ein Paket bot sich schon aufgrund des Zeugungsortes, SAN FRANCISCO, an. Also orderten wir bei Spreadshirt zwei Strampler jeweils mit „I love Opa“ und „I love Oma“ und verpackten diese einzeln, dazu eine Geschenkkarte mit dem knappen Verweis auf ein Andenken aus San Francisco. Damit auch wirklich nichts schief gehen konnte, packten wir sicherheitshalber noch die Ultraschallbilder rein.

Die Überraschung gelang und meine Eltern riefen am Samstag überglücklich an. Insgeheim hatten sie wohl das Thema „Enkel“ schon abgeschlossen und waren sich an Weihnachten 2012 sehr sicher, „dass ich es wohl nie vor den Traualtar schaffen würde und ich wohl immer sehr wechselhaft sein werde. Sie mich aber trotzdem weiter lieben würden.“

Foto 2Ich hätte es selbst auch nicht geglaubt, noch vor einem Jahr war Glück für mich: In der Bar abhängen, möglichst als letzte nach Hause zu gehen, verkatert aufzuwachen, planlos das Wochenende zu überstehen und auch sonst mehr im hier und jetzt zu leben, als an die Zukunft zu denken.

Jetzt ist alles anders: Es gibt so viele Sachen, die man erledigen muss. Ob Geburtsklinik oder Hebamme, Untersuchungen oder Behördengänge, alles muss organisiert werden. Statt in Bars abzuhängen, lese ich Schwangerschaftslektüre, Gesetzestexte für den Mutterschutz oder Bewertungen von Geburtskliniken.

An Feiern denke ich nicht mehr. Ich bin glücklich, wenn ich mich mit Freunden treffe, mein Schnitzel esse, Ginger Ale trinke und um 22 Uhr nach Hause watscheln kann. Ja, das macht mich glücklich!

Ich bin dankbar dafür, dass mir so was tolles zuteilwurde und ich hoffe, dass sich die nächsten zwei Trimester genauso toll anfühlen, wie das erste Schwangerschaftstrimester.

Für mich war der Zeitpunkt perfekt und ich bekomme endlich die Gelegenheit erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und die Zeit zu nutzen, die mir gegeben ist.

Auf die nächsten Schwangerschaftswochen erhebe ich meine Tasse mit Kräutertee und kann nur sagen: Yeah, Fuck The World! I’m PREGNANT!

Autor: Mareike Wüste

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