Das Debakel mit dem Gewicht


Aus gegebenen Anlass widme ich mich heute mal einem zentralen Thema der Schwangerschaft: Die Gewichtszunahme.

Ich gehöre wohl zu der Sorte Schwangeren, die den Schwangerschaftstest aus der Apotheke als Freifahrtsschein sehen, um die Fressbremse zu lösen und die es schaffen schon in den ersten drei Monaten ein ordentliches Fettfundament aufzubauen. Zu verdanken habe ich das meiner abwechslungsreichen Ernährung, die zwischen Pellkartoffeln mit Quark, Wiener Schnitzel und Käsespätzle hin und her pendelte. Natürlich könnte ich es auch auf den Magen schieben, der durch die USA-Reise und den damit verbundenen täglichen Burger schön ausgeleiert war. Nicht zu vergessen die Tatsache, dass ich den Test kurz vor Weihnachten gemacht habe und an Weihnachten natürlich auch fröhlich Ente, Klöße und Plätzchen gemampft habe.

Aufgrund meines Saumagens ging die Hormonumstellung dann auch relativ „kotzfrei“ an mir vorbei, weswegen ich auch nicht zu den Frauen gehörte, die in den ersten drei Monaten ABNEHMEN!

Und so kam, was kommen musste: Mein Allgemeinarzt, als Mann natürlich eine Koryphäe im Sammeln von Schwangerschaftserfahrungen, meinte im März, das man nur zwischen 9 und 10 kg während der gesamten Schwangerschaft zunimmt. Na klar, wenn ich schon vor der Schwangerschaft einen BMI von über 30 gehabt hätte, dann wäre das auch richtig. Auch aus einem Elefanten wird kein Brontosaurus. Obwohl ich auch heute noch der Meinung bin, dass mein Allgemeinarzt sich lieber um meine Mittelohrentzündung gekümmert hätte, statt um meine Schwangerschaftspfunde, pardon, -kilos, so hat er doch dafür gesorgt, dass ich seit Mitte März mehr oder weniger konsequent auf mein Gewicht achte.

Bisher hatte ich es beim Frauenarzt geschafft, das Gewicht unter Kontrolle zu halten, in dem ich einfach großzügig 500 Gramm vom angezeigten Gewicht auf der Waage abgezogen habe. Gott sei Dank war die Sprechstundenhilfe immer mit dem Eintragen der Blutdruckwerte beschäftigt, sodass kein Kontrollblick auf die Waage erfolgte.

Das Gewichtsdebakel habe ich hier auch mal bildlich zusammengefasst. Auch bei hormonbedingten Seh- und Kombinationsschwächen ist doch ein „leichter“ Anstieg des Körpergewichts nicht von der Hand zu weisen.

Mareikiis Gewichtsverlauf

Aktuell kann ich zwar mein Gewicht immer noch so gut unter Kontrolle halten, wie die griechische Regierung ihren Staatshaushalt, aber die Waage springt jetzt zumindest nicht mehr in 2-Kilo-Schritten.

Bis jetzt hat meine Frauenärztin, im Gegensatz zu meiner Nachsorge-Hebamme noch keine Schnappatmungen bei meinem Gewichtsverlauf bekommen, aber ich fühle mich viel besser, seitdem ich wieder regelmäßig Sport treibe und das Abendessen hin und wieder durch eine leckerer Portion Grießbrei von Milupa ersetze. Letztendlich begünstigt eine rasche und starke Gewichtszunahme leider Schwangerschaftsdiabetes. Ich musste letzte Woche den Test machen und bin zum Glück davon verschont geblieben, auch wenn einige Vorzeichen wohl auf die Erkrankung hingedeutet haben.

Autor: Mareike Wüste

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