Goodbye Büro and hello Mutterschutz


Lange habe ich den Countdown gezählt und am 03. Juni, 12:40 Uhr war es dann soweit: Ich habe mein Notebook und meine Zutrittskarten abgegeben und mich erst in Urlaub, dann Mutterschutz und dann in die zweijährige Elternzeit verabschiedet.

Nach drei wirklich spannenden und aufregenden Jahren bin ich einfach so aus dem Büro spaziert, habe mich mit einer Freundin im Preysinggarten zum Essen getroffen und war dann mit einer anderen Freundin und unserer PR-Beraterin im Café Zimtzicke. Am Abend war ich dann mit meinem Freund in unserem Stammlokal essen, welches ich im bisherigen Schwangerschaftsverlauf kaum besucht hatte.

Bild_Beginn UrlaubFür mich beginnt jetzt nach mehr als 15 Jahren Berufstätigkeit eine komplett neue Phase. Ich bin erstmal raus aus dem Berufsleben und muss mich nicht nach neuen Jobs umschauen oder mir überlegen, was ich in meinem Leben noch erreichen möchte. Nein, ich bin schwanger und das einzige was ich aktuell erreichen möchte, ist eine Geburt ohne Komplikationen und dass Fritzi gesund auf die Welt kommt.

Noch am Montag haben mich Zweifel beschlichen: Werde ich mich langweilen? Werde ich unattraktiv, wenn ich nur zuhause rumhänge? Werde ich meinem Freund auf der Tasche liegen? Aber schon am Dienstagnachmittag war das alles verflogen. Ich habe in den letzten 15 Jahren sehr viel gearbeitet und nebenbei Weiterbildung und Studium durchgezogen. Eigentlich habe ich seit meinem 17. Lebensjahr nur gearbeitet, bis auf eine sechsmonatige Auszeit, nach meiner zwölfjährigen Tätigkeit bei der Daimler AG.

Zudem habe ich ja nicht gekündigt oder gehe, weil ich keine Lust mehr auf Arbeiten habe. Ich gehe, weil ich im August mein erstes Kind erwarte und damit einen komplett neuen Abschnitt im Leben beginne. Ich habe mich dafür entschieden und freue mich so sehr auf den kleinen Fritzi. Ich freue mich, wenn ich nicht einschlafen kann, weil er am liebsten abends in meinem Bauch tritt. Ich freue mich, wenn ich mich seitlich aus dem Bett rollen muss, weil der Bauch im Weg ist oder wenn ich beim Treppensteigen Pause machen muss, weil die Luft wegbleibt. Ja, über solche Sachen freue ich mich, weil ich so dass Gefühl habe, das Fritzi und ich immer enger zusammenwachsen. Und natürlich freue ich mich auch darüber, dass ich noch keine Schwangerschaftsstreifen habe und das die Schwangerschaft ohnehin fast ohne Komplikationen verläuft. Und die Wehwehchen, die ich aktuell verspüre, sind absolut vertret- und nachvollziehbar.

Und obwohl ich von schwierigen Situationen bisher verschont geblieben bin, so bin ich doch froh, nun nicht mehr jeden Tag im Büro sitzen zu müssen. Die Arbeit am Rechner strengt an, auch wenn man in den letzten Wochen keinen Stress mehr hat. Der Bildschirm, der Stuhl, die Büroluft, das Essen in der Kantine, alles Sachen, die ich zum Schluss gemerkt habe. Jeden Abend war ich nach dem Büro total fertig und einfach nur müde, ohne wirklich Stress zu haben. Fürs Walken war ich unter der Woche zu müde, Schwangerschaftsyoga habe ich überhaupt nicht mehr gemacht. Auch abends noch wegzugehen, war fast nicht möglich, weil ich schon bei der Bestellung des Essens fast eingeschlafen bin.

Ich habe nun den zweiten Tag frei und genieße die Zeit schon jetzt. Ich freue mich jetzt schon auf die unbeschwerte Zeit, die ich bis zur Geburt haben werde und hoffe meine Gesundheit macht da noch mit. Bis jetzt sieht es aber ganz gut aus. 🙂

 

Autor: Mareike Wüste

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