Der lange, lange Weg nach New York


IMG_8871Nach vielen, vielen Stunden sind wir am Donnerstag endlich im Hotel angekommen. Nachdem der Flieger zwei Stunden Verspätung hatte, wir 9 Stunden im Flieger saßen, 1,5 Stunden durch die Passkontrolle am Newark Airport benötigt haben, mit dem Newark Airport Express Manhattan aufgrund des Verkehrs nur langsam näher kamen und die letzten Minuten mit zwei Koffern und einem Kinderwagen über den Times Square und die umliegenden Straßen gerast sind, haben wir um 19:00 Uhr endlich unser Hotel erreicht.

Mit zwei Stunden Verspätung Richtung New York

Als ich heute morgen um 02:40 Uhr aufgestanden bin, war mir anscheinend nicht bewusst, wie lang sich die heutige Anreise hinziehen würde. Auch meinem Freund wahrscheinlich nicht, denn er war schon eine Weile wach. Da er fitter war als ich, hat er dann auch gleich das Füttern übernommen und ich fing an, noch ein paar Sachen zusammenzuräumen. Da ich mich dann um 3 Uhr nicht mehr ins Bett legen wollte, weil um 4 Uhr eh der Wecker geklingelt hätte, habe ich noch die Wohnung aufgeräumt, abgewaschen und die letzten Sachen gepackt. Um 4 bin ich dann ins Bad, denn wir wollten die S-Bahn um 06 Uhr ab Ostbahnhof nehmen, um dann sehr pünktlich bei United einzuchecken. Als ich aus dem Bad kam, hatte ich eine SMS von United erhalten in der ich darüber informiert wurde, dass unser Flug statt 09;20 Uhr nun erst um 10:40 Uhr gehen sollte. Ehrlich gesagt, war das für mich kein Problem, so konnte der Kleine noch etwas länger schlafen. Kurz nach 5:30 Uhr stand dann mein Freund auf und hat sich fertig gemacht. Ich habe den Kleinen dann auch kurze Zeit später sanft geweckt. Oh, ich muss sagen, der Kleine ist so süß, hat sich überhaupt nicht beschwert und immer gelächelt. Ich konnte ihn waschen, kurz massieren und anziehen. Alles ging ohne Probleme. Nachdem mein Freund und ich auch komplett fertig waren, ging es mit zwei Koffern, einem Rucksack und einem Kinderwagen Richtung Ostbahnhof. Meine Befürchtung, dass der Aufzug dort wieder defekt sein könnte, hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Ich glaube das war das erste Mal, das der Aufzug funktionierte, seitdem ich immer ab Ostbahnhof zum Flughafen gefahren bin. Der Kleine hat mittlerweile geschlafen und die S-Bahn-Fahrt verlief problemlos.

Beim Check-In von United mussten wir erst verschiedene Fragen zum Gepäck und zum Grund der Reise beantworten. Es gibt ja Leute die sich über sowas aufregen, mir ist es eigentlich egal und ich beantworte ja gern Fragen. Am Check-In Schalter angekommen, dauerte es ein wenig, bis die Dame unseren Kleinen ordentlich im System einbuchen konnte. Im Vorfeld hatte ich schon über die Hotline bei United nach einem Platz mit Babybett angefragt. Laut Hotline wären das Economy+ Plätze, die pro Sitz 106 EUR Aufpreis kosten würden, aber der nette Mann am Telefon meinte, dass er mir einen Spezialpreis von 0 EUR macht und mir die Plätze sichert. Am Montag habe ich dann auch noch für meinen Freund glutenfreies Essen bestellt und war gespannt, ob das funktionieren würde.

Bis zum Check-In war ich der Überzeugung, dass wir unseren großen Kinderwagen dort aufgeben müssten, aber die Dame meinte, wir könnten damit bis zum Gate durchfahren.

Als wir also unser Gepäck aufgegeben hatten, ging es nur auf ein glutenfreies Frühstück (Pommes mit Rührei und Speck) zu McDonalds. Dort habe ich den Kleinen nochmal gefüttert, denn seit 02:40 Uhr hatte er nichts bekommen.

Nach dem Frühstück ging es zur Sicherheitskontrolle und ich war echt baff. So freundlich habe ich die Security noch nie erlebt. Sie waren ganz heiß auf unseren Kleinen, haben mit ihm gesprochen und gescherzt. Das man mit kleinem Kind länger bei der Security braucht, war mir klar, aber dass ich solange brauchen würde, bis ich alle Flüssigkeiten rausgeholt habe, den Wagen auseinandergebaut hatte und alle elektronischen Geräte (2 Kindle, 1 Macbook, 2 iPhone) auf das Band legte. Die Security war sehr geduldig und viel los war auch nicht und der Kleine wurde derweil von der Security bespasst.

Nach der Security ging es schnell durch die Passkontrolle hin zu unserem Gate. Vor dem Gate mussten wir nochmals eine strengere Kontrolle, inklusive Körperscanner und Sprengstoff-Spezialtest durchlaufen. Während mein Freund und ich also durchleuchtet wurden, scherzte auch hier die Security mit unserem Kleinen. Danach ging es zum Gate. Ich hatte mich ehrlich gesagt schon darauf eingestellt, genervte Blicke zu ernten, denn immerhin hatten wir einen Kinderwagen dabei und vor uns lagen 9 Stunden Flug. Das kann bei einem schreienden Baby verdammt lang werden. Bis zum Boarding schlief der Kleine auch brav. Als es ans Boarding ging, war es mittlerweile 11 Uhr und so langsam bekam der Kleine Hunger und wurde quengelig. Als ich mit dem Kleinen in den Flieger stieg, hörte ich als Bemerkungen von den Leuten nur „Oh, wie süß“. Kein genervter Blick, vor dem ich mich so gefürchetet hatte. Aber das hätte sich wahrscheinlich ändern können, wenn er das Flugzeug zusammen gebrüllt hätte.

Die Mär vom Druckausgleich

Als wir an unseren Platz kamen, dachte ich nur: „Mist, Mittelgang“. Wir hatten zwar die Plätze in der ersten Reihe direkt vor der Wand wo man ein Babybett anbringen konnte, aber eben Mittelgang. Mir war nicht klar, wie ich da stillen sollte, zumal der Kleine jetzt wirklich anfing zu weinen. Jeder sagte mir, dass der Kleine aufgrund des Druckausgleichs bei Start und Landung gestillt werden müsste. Da wir nun schon bei 11:30 Uhr waren und immer noch nicht auf dem Rollfeld standen, beschloss ich, den Kleinen sofort zu füttern. Da es mit dem Stillen nicht klappte, gab es erstmal die Flasche, Danach war der Kleine relaxt und ich konnte ihn anlegen. Pünktlich mit erreichen des Rollfeldes war er natürlich satt und hatte keine Lust mehr was zu trinken. Also gaben wir ihm einen Schnuller, aber er wollte nicht nuckeln, sondern nur schlafen. Der Flieger hob ab und der Kleine schien kein Problem mit dem Druckausgleich zu haben. Mein Kinderarzt hatte also recht, als er gesagt hat, das er noch so klein ist, dass er noch kein Problem mit dem Druckausgleich hat und stillen deswegen nicht notwendig sei.

Entspannter Flug, dank Babybett

IMG_8851Nachdem wir die Flughöhe erreicht hatten, kam ein Mitarbeiter von United und befestigte das Babybett. Da der Kleine eh gerade schlief, packten wir ihn da rein und dort lag er auch den Großteil des Fluges und schlief. Ich habe ihn dann noch zweimal gestillt.

Auch das glutenfreie Essen hat funktioniert und mein Freund war happy mit seinem Lunch. Auch ich war mit meinem Thai Curry zufrieden und fand es für eine Mahlzeit im Flugzeug wirklich lecker.

Da wir die Plätze direkt hinter den Toiletten hatten, standen natürlich immer Leute bei uns. Ich glaube einige Frauen gingen nur so oft aufs Klo, um den Kleinen anzuschauen. Zu sehen gab es zum Glück nicht viel: Nur ein schlafendes, fröhlich vor sich hinnuckelndes Baby 🙂

Und so vergingen auch die 9 Stunden, vielleicht nicht im Flug, aber immerhin vergingen sie. Als wir gelandet waren, erhielten wir gleich am Ausstieg unseren Kinderwagen unversehrt zurück und schlenderten Richtung Passkontrolle.

Von der Passkontrolle zum Airport Express

Scheinbar hatte ich nur 2011 verdammtes Glück, als ich in JFK gelandet bin und gleich ohne Anstehen durch die Passkontrolle konnte, denn heute hieß es auch in Newark wieder: warten, warten, warten. Im Vergleich zur Einreise nach San Francisco, Peking oder Istanbul fand ich diese Wartezeit jetzt auch nicht viel länger.

Der Kleine war zwar wach und schaute sich alles genau an, war aber sehr gechillt und alberte mit seinem Papa rum. Sehr zur Freude der anderen Wartenden und so schauten immer mal wieder Männer und Frauen verzückt in den Kinderwagen. Und unter den Wartenden waren unendlich viele Menschen, die eigens für den Marathon angereist sind. Einige waren so sportlich, dass sie gleich im Adidas Jogginganzug gereist sind. Fehlten nur noch die Adiletten. 😉

Die Einreise verlief problemlos und wir kamen schnell durch die Passkontrolle und die Zollabfertigung.

Nachdem wir letztes Jahr so gute Erfahrungen mit dem Newark Airport Express gemacht hatten, entschieden wir auch diesmal, dass wir mit dem Bus statt dem Taxi Richtung Hotel fahren würden. Da unser Hotel am Time Square liegt und der erste Halt des Busses am Bus Terminal nur 3 Straßen vom Hotel entfernt, parkt, war es für uns perfekt.

Die Fahrt (32 USD für 2 Personen) zog sich aufgrund des Verkehrs, aber mit dem Taxi wäre es auch nicht viel schneller gegangen. Mittlerweile schlief der Kleine wieder in meinen Armen und ich konnte entspannt ankommen. Von entspannt ankommen kann man beim Aussteigen aus dem Bus nicht sprechen, wenn dieser direkt im Umfeld des Time Square parkt. Tja und so ist man gleich wieder mitten im Flow der Stadt, die niemals schläft. Nachdem wir noch drei Querstraßen mit unseren Koffern und Kinderwagen absolviert haben, standen wir vor unserem Hotel: Dem Marriott Marquis am Time Square.

Im Eingangsbereich wurden wir von einem Servicemitarbeiter gefragt, ob wir am Marathon teilnehmen oder ins Hotel einchecken wollten. Tja, eigentlich wollten wir beides. Nachdem wir kurz in der 3. Etage Halt gemacht haben und ein paar Worte mit der Reiseagentur gewechselt haben, ging es zum Check-In im 8. Stock. Wir bekamen ein Zimmer ganz oben im 45. Stockwerk mit Blick direkt auf den Time Square.

IMG_8874Im Zimmer angekommen, beschlossen wir noch im Hoteleigenen Restaurant „Crossroads“ zu essen, da wir mit dem Kleinen nicht mehr raus wollten. Nachdem wir uns leckere Burger und Steaks reingezogen haben, ging es ins Bett, denn am nächsten Morgen mussten wir früh raus, um die Startnummer abzuholen.

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