2. PEKiP Stunde: Verkackte Jeans und Stillprobleme


Ob man als Mutter einen PEKiP-Kurs besuchen soll oder ob das alles Quatsch ist, darüber gibt es ja unterschiedliche Meinungen. Wir haben uns nach einigen Überlegungen dazu entschieden, einen Kurs zu machen und haben es bis jetzt nicht bereut.

Mittlerweile hatten wir unsere zweite Stunde und die war eine deutliche Verbesserung zur ersten. Das kann unter anderem daran gelegen haben, dass wir nun unsere eigentliche Kursleiterin kennenlernen durften, denn beim ersten Mal war nur eine Vertretung da. Nach eine kurzen Vorstellungsrunde ging es diesmal ohne singen und im Kreis drehen los.

Erst die Mütter, dann die Babys

Nach ein paar kurzen einleitenden Sätzen zu PEKiP klärte uns die Kursleiterin auf, dass in ihrem Kurs am Anfang immer die Mütter im Mittelpunkt stehen und je weiter der Kurs voranschreitet, desto stärker wird die Bedeutung der Babys. Am Anfang aber geht es vorrangig um die Mütter und die Kinder liegen nackt und mit ihrem Spielzeug auf dem Boden.

Damit jede Mutter zu Wort kam und wir uns alle ein Bild voneinander machen konnte, wurde jede Mutter gebeten, über ihre Geburt zu reden. Ich muss sagen, dass war toll und sehr interessant zu hören, wie die Geburt von jeder Frau erlebt wurde, welche Komplikationen es gab oder wie sie sich gefühlt haben. Für mich war damit eine Vertrautheit aufgebaut, die von selbst wohl nicht gekommen wäre.

Im Laufe der Stunde kamen wir dann auch aufs Stillen und irgendwie brachen da die Dämme und mir wurde klar, dass ich nicht allein mit meinem Stillproblem bin. Ich war nicht die einzige die konsequent mit Stillhütchen stillte. Eine andere Mutter stillte nicht direkt, sondern pumpt seit der Geburt die Muttermilch ab und gibt dem Kind diese per Flasche. Eine Mama hält es mit dem Stillen wie ich: Stillen ja, aber aufgrund der mittlerweile geringen Menge nur als Vorspeise und danach gibt es Aptamil. Und zu guter Letzt meinte eine junge Mutter, dass sie schon abgestillt hätte, weil sie dem Stress, den Stillen für sie mitbrachte, nicht gewachsen war und das ihre Beziehung zum Kind beeinträchtigt hätte.

Mir ist in dieser Stunde ein Stein vom Herzen gefallen, denn ich habe geglaubt, dass ich die einzige bin, bei der es mit dem Stillen nicht so klappte und nun weiß ich, dass dem nicht der Fall ist. Auch wenn ich schon mit dem Thema abgeschlossen hatte und mittlerweile ohne schlechtes Gewissen die Flaschen zücken konnte, so hat mich das doch nochmal darin bestärkt, dass Stillen eben kein Selbstläufer ist, wie es von manchen Frauen propagiert wird. Ich finde Stillen absolut toll und bin der Meinung, das man es, wenn es richtig läuft, so lange wie möglich machen sollte. Aber es ist eben nicht der Weg, den alle Mütter bedingungslos gehen müssen und wenn es nicht funktioniert, dann sind sie eben keine schlechten Mütter, sondern dann ist es eben einfach nur anders.

Schon allein für dieses Wissen um die Situation der anderen Mütter hat sich die PEKiP Stunde vollgelohnt.

Einmal vollkacken bitte 🙂

Um die Stunde noch vollends perfekt zu machen, entschied sich Nepomuk dafür ordentlich abzukacken. Allerdings nicht auf der Wickelvorlage, sondern direkt in dem Moment als er nackt und ohne Tuch auf meinem Schoß saß. Das Fazit: Schöne grüne Kacke auf meiner Jeans und die Schadenfreude bei den anderen Müttern. Selbst für die Kursleiterin war das eine Premiere und ich bin gespannt, was Nepomuk sich bei der nächsten Stunde einfallen lässt.

Ich freue mich jedenfalls schon auf die dritte Stunde, besonders weil ich danach in Ruhe einkaufen kann, denn von PEKiP ist der Kleine immer sowas von fertig, dass er erstmal eine Stunde schlafen muss.

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Ein Kommentar

  1. storchenfrau · November 20, 2014

    …ich pumpe momentan ab und auch das läuft leider nicht so wie geplant… Ich glaube ab einem Zeitpunkt setzt man sich irgendwann selbst unter Druck.
    Echt ätzend. Ich geh dann mal wieder an die Pumpe und gebe mein bestes! 😉

    Und ich bin sehr gespannt was dein kleiner Mann beim nächsten Mal macht 😉

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