Schwangerschaftswoche 38: Und plötzlich bin ich Mama!

little NepomukSeit dem letzten Beitrag sind einige Wochen ins Land gegangen und in meinem Leben hat sich einiges getan. Gestern vor genau drei Wochen kam unser Sohn auf die Welt und hat unser bisheriges Leben komplett umgekrempelt.

Ich hatte 38 Wochen Zeit mich auf die Geburt vorzubereiten und doch hatte ich das Gefühl als es soweit war, auf gar nichts vorbereitet zu sein. Ich will nicht näher auf die Geburt eingehen, aber vom vorzeitigen Blasensprung bis zum Zeitpunkt an dem die Hebamme meinen Sohn auf meine Brust gelegt hat, sind 32 Stunden vergangen.

32 Stunden, die zum Großteil aus Warten bestanden und erst die letzten 10 Stunden als die Wehen einsetzen, waren wirklich spannend und schmerzhaft. Es war sicher eine Geburt, bei der ich fast alles mitgenommen habe – inklusive dem Krabbeln auf das Bett, das mich zum Not-Kaiserschnitt fahren sollte, um dann 15 Minuten später doch wieder aufs Kreißsaal-Bett zurückzukrabbeln.

Als der Kleine dann auf meiner Brust lag, konnte ich vor Freude nicht weinen und habe in dem Moment auch nicht das Gefühl gehabt, dass dieser Moment einmalig sein wird. Ich war einfach zu kaputt und am Ende meiner Kräfte. Meine einzigen Gedanken im Kreißsaal: „Gott sei Dank sieht er gesund aus“ und „Bei der nächsten Geburt mache ich einen Kaiserschnitt“.

Ich habe mich wirklich gefreut, dass er auf der Welt war, aber mir wurde auch bewusst, dass jetzt nichts mehr so ist, wie drei Tage zuvor. Ich fühlte mich plötzlich noch gar nicht bereit und hätte mir mehr Zeit gewünscht – als wenn 38 Wochen nicht Zeit genug gewesen wären. Zudem bin ich auch schon 33 und kann nicht behaupten, mein Leben nicht schon exzessiv ausgekostet zu haben. Trotzdem waren die Zweifel stärker als die Freude: Schaffe ich das? Schaffen wir das gemeinsam? Kann ich ihn stillen? Kann ich erkennen, ob es ihm gut geht? Verstehe ich ihn?

IMG_7450Heute, gut drei Wochen nach der Geburt bin ich einfach nur glücklich, wenn ich ihn ansehe, bin ich so verliebt und frage mich, wie ein Baby so wunderbar, schön und lieb sein kann. Das war nicht immer so: Die ersten zwei Nächte im Krankenhaus habe ich überhaupt nicht geschlafen.

Ich habe nicht verstanden, warum er geschrien hat. Ich habe ihn fast nonstop gestillt und ihn in mein Bett geholt. Ich war verunsichert und reserviert und ich glaube, dass er das gemerkt hat.

Obwohl die Klinik und das Personal super waren, wollte ich nur nach Hause – zu meinem Freund, in unsere Wohnung, in meine Privatsphäre. Aber auch die erste Woche verlief nicht optimal: Ich durfte nicht stillen und musste abpumpen, weil meine Brustwarzen stark entzündet waren. Die Nächte waren kurz und die Tage anstrengend. Ich hatte keinen Hunger, meine Kräfte waren aufgebraucht, seit Tagen hatte ich kaum geschlafen. Meine Nerven waren am Boden und wenn der Kleine geschrien hat, wusste ich nicht was ich machen sollte. Ich fühlte mich schrecklich und war froh, dass mein Freund Urlaub hatte und wir die ersten zwei Wochen gemeinsam Zuhause verbrachten.

IMG_7487Die zweite Woche wurde besser. Ich verbrachte mehr Zeit mit dem Kleinen und wurde langsam entspannter. Langsam durfte ich auch wieder stillen, mit ein paar Tagen Pause, aber ich durfte wieder stillen. Auch wenn es ab und an ein Kampf war, so bin ich froh, dass der Kleine die Saugtechnik nicht verlernt hatte und gleich wieder von der Flasche auf die Brust wechseln konnte – sowie von der Brust auf die Flasche. Auch die Nächte wurden besser und teilweise hat sich unser Kleiner nur 02:00 Uhr und 05:00 Uhr gemeldet, was ich absolut super finde. So langsam fing ich auch wieder an Schlaf zu finden und mit dem geregelten Schlaf kam auch die Kraft wieder. Zudem haben mir auch die täglichen Spaziergänge gut getan.

Seit dieser Woche bin ich tagsüber nun allein mit dem Kleinen und ich finde es wunderbar. Wir gehen die Tage ruhig an und lassen uns nicht stressen. Wenn das Wetter schön ist, gehen wir raus. Aber manchmal liege ich mit ihm auch einfach nur auf dem Sofa und döse vor mich hin. Aktuell liegt er wieder auf meinem Oberkörper und ich kann hier meinen Blogbeitrag schreiben.

Processed with VSCOcam with t1 presetJetzt denke ich oft an die Geburt und den Moment als die Ärzte ihn hochgehoben und mir auf die Brust gelegt haben. Heute geht mir dieser Moment mehr ans Herz als kurz nach der Geburt. Ich liebe diesen kleinen Menschen von Tag zu Tag mehr und freue mich über jede Minute mit ihm. Er ist nun der Mittelpunkt unserer kleinen Familie und ich stehe nachts gern für ihn auf, um ihn zu stillen oder zu wickeln. Es macht mir nichts aus, wenn er mich so beschäftigt, dass ich mein Mittagessen erst am Nachmittag oder Abend zu mir nehme.

Ich genieße die Zeit und beschränke die Arbeiten im Haushalt auf ein Minimum, denn der Kleine braucht mich jetzt mehr. Auch wenn ich jetzt noch immer nicht sofort weiß, was ihm fehlt wenn er schreit, so bin ich doch nicht mehr so verunsichert wie am Anfang. Meist nehme ich ihn dann einfach in den Arm oder krabble in sein BabyBay und dann ist es meist auch wieder vorbei mit dem Schreianfall.

Für mich ist unser Kleiner das tollste und schönste Baby der Welt 🙂

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Die Baby Erstausstattung ist fast komplett

Stofftiere für FritziMittlerweile bin ich schon in der 32. Schwangerschaftswoche, Zeit sich der Erstausstattung für Fritzi zu widmen. Da ich in meinem Freundeskreis nicht wirklich viele Mütter habe und auch der Geburtsvorbereitungskurs noch vor mir liegt, habe ich mich an Checklisten der Apps von Babycenter und Erste Schritte, sowie an Büchern orientiert. Da es unser erstes Baby ist, habe ich mich entschieden die Sachen alle im Einzelhandel zu kaufen. Sehr empfehlenswert für den Raum München und Augsburg sind die Läden BabyWelt, BabyButt und Toy’R’Us. Gar nicht überzeugt haben mich die Filialen von Baby Walz und BabyOne.

Nachdem wir die großen Dinge wie Kinderwagen oder Babybett schon sehr früh gekauft haben, waren jetzt die kleinen und süßen Sachen wie Strampler, Bodys oder Mützen dran. Sehr empfehlenswert ist der Baby Butt in Buttenwiesen, sowie der Toy’R’Us in München, beide hatten ein gutes Sortiment, gerade was die Größe 56 anbelangt. In verschiedenen Foren habe ich gelesen, dass bei Neugeborenen Größe 56 ideal ist, weil die meisten in Größe 50 nicht mehr reinpassen. Ich bin gespannt, ob Fritzi dann in die Strampler passt und nicht darin verloren geht. 🙂

Schlafausstattung

  • 4 wasserdichte (Molton-) Unterlagen (Bett und Wiege)
  • Matratze für die Wiege
  • 2 Spannbetttücher für die Wiege
  • Schlafsack fürs Babybett

BabyBay und StillkissenBabys Pflege

  • Wickelauflage
  • Windeleimer mit Deckel
  • Neugeborenenwindeln
  • Waschlappen (Mull)
  • Baby-Badewanne
  • Badethermometer
  • Kapuzenbadetücher
  • Baby-Haarbürste
  • Nagelschere für Babys
  • Baby-Fiebertherometer
  • Wickeltasche über Amazon

Fritzi on the Road

  • Regenschutz für Kinderwagen
  • Sommerdecke für Kinderwagen
  • Spannleintücher für Kinderwagen

Erstausstattung FritziKleidung für Fritzi

  • 6 Wickelstrampler (Größe 56/62)
  • 4 Wickelbodys (Größe 56/62)
  • 5 bis 8 Shirts oder Pullover (Größe 56/62)
  • 2 bis 6 Paar Erstlingssöcken
  • 2 Baumwollmützen (kleinste Größe)
  • 1 bis 2 Sommerjacken
  • 1 bis 2 Schlafanzüge
  • 1 Ausfuhrgarnitur

Fürs Stillen

  • Stillkissen
  • Spucktücher (Mullwindeln)

Ich finde gerade die Erstausstattung sollte man im Fachhandel kaufen. Bei einigen Sachen habe ich vorher im Internet recherchiert und mir Testberichte oder Bewertungen angeschaut. Auch wenn wir bei einigen Produkten sicher mehr gezahlt haben, als bei einer Online-Bestellung, so haben wir noch Tipps vom Fachpersonal mitbekommen. Zudem finde ich es einfach süß, die Sachen im Laden anzuschauen.

In Zukunft werden wir die Kleidung für Fritzi wohl auch online, bei Ebay oder auf Hofflohmärkten hier in München kaufen. Auf Dauer ist es eben doch eine Kostenfrage. Da ich in allen Filialen keine tolle Wickeltasche finden konnte, haben wir diese bei Amazon bestellt. Sie ist von Skip Hop Duo, passt farblich perfekt zum Kinderwagen und lässt sich easy an den Lenker klicken.

Bei den Bodys und Stramplern habe ich mich für die Wickelvariante entschieden, weil sie wohl für Einsteiger wie mich am einfachsten ist.

Anfangs wollte ich auch zwei Schlafsäcke kaufen, aber die nette Dame von Baby Butt sagte mir, dass nur für das Baby Bett ein Schlafsack genutzt wird, damit das Kind beim Anlegen des Schlafsacks lernt, für längere Zeit zu schlafen. Ich bin sehr gespannt, ob das bei Fritzi funktioniert. Als Schlafsack haben wir uns für das Produkt Prima Klima von Odenwälder entschieden, weil er gute Bewertungen hatte und sich einfach traumhaft anfühlt.

Für mich habe ich noch ein Doomoo Stillkissen gekauft, dass seit gut einer Woche mein treuer Begleiter im Bett und auf dem Sofa ist. Das Schlafen fehlt mir so viel leichter mit dem Kissen, weil es den Rücken schön abstützt und ich meinen Nacken schön auflegen kann. Gerade für die letzten Wochen kann ich so etwas nur jedem empfehlen.

Die letzten Tage habe ich also damit verbracht, die ganzen Sachen zu waschen und zu bügeln, das BabyBett und die Wiege fertigzumachen und die riesige Kommode im Wohnzimmer für Fritzi zu räumen und alle seine Sachen zu verstauen. Bis auf Dinge wie Mobile oder Krabbeldecke haben wir nun fast alles zusammen und sind gerüstet für die Ankunft des Kleinen 🙂

Fuck The World I’m Pregnant!

Seit vergangener Woche ist es offiziell: Ich bin schwanger!

Foto 1Nun weiß es nach Google, mir, meinem Frauenarzt auch mein Arbeitgeber, meine lieben Kollegen, meine Freunde und natürlich meine Eltern. Auch wenn ich sonst nicht der Geschenk-Surprise-Ich-verschlag-euch-die-Sprache-Typ bin, so konnte ich es mir doch nicht verkneifen, meinen Eltern die Botschaft per Paket zukommen zu lassen.

Ein Paket bot sich schon aufgrund des Zeugungsortes, SAN FRANCISCO, an. Also orderten wir bei Spreadshirt zwei Strampler jeweils mit „I love Opa“ und „I love Oma“ und verpackten diese einzeln, dazu eine Geschenkkarte mit dem knappen Verweis auf ein Andenken aus San Francisco. Damit auch wirklich nichts schief gehen konnte, packten wir sicherheitshalber noch die Ultraschallbilder rein.

Die Überraschung gelang und meine Eltern riefen am Samstag überglücklich an. Insgeheim hatten sie wohl das Thema „Enkel“ schon abgeschlossen und waren sich an Weihnachten 2012 sehr sicher, „dass ich es wohl nie vor den Traualtar schaffen würde und ich wohl immer sehr wechselhaft sein werde. Sie mich aber trotzdem weiter lieben würden.“

Foto 2Ich hätte es selbst auch nicht geglaubt, noch vor einem Jahr war Glück für mich: In der Bar abhängen, möglichst als letzte nach Hause zu gehen, verkatert aufzuwachen, planlos das Wochenende zu überstehen und auch sonst mehr im hier und jetzt zu leben, als an die Zukunft zu denken.

Jetzt ist alles anders: Es gibt so viele Sachen, die man erledigen muss. Ob Geburtsklinik oder Hebamme, Untersuchungen oder Behördengänge, alles muss organisiert werden. Statt in Bars abzuhängen, lese ich Schwangerschaftslektüre, Gesetzestexte für den Mutterschutz oder Bewertungen von Geburtskliniken.

An Feiern denke ich nicht mehr. Ich bin glücklich, wenn ich mich mit Freunden treffe, mein Schnitzel esse, Ginger Ale trinke und um 22 Uhr nach Hause watscheln kann. Ja, das macht mich glücklich!

Ich bin dankbar dafür, dass mir so was tolles zuteilwurde und ich hoffe, dass sich die nächsten zwei Trimester genauso toll anfühlen, wie das erste Schwangerschaftstrimester.

Für mich war der Zeitpunkt perfekt und ich bekomme endlich die Gelegenheit erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und die Zeit zu nutzen, die mir gegeben ist.

Auf die nächsten Schwangerschaftswochen erhebe ich meine Tasse mit Kräutertee und kann nur sagen: Yeah, Fuck The World! I’m PREGNANT!

Autor: Mareike Wüste