Mein Zwischenfazit zu PEKiP

Nachdem Nepomuk und ich nun die Hälfte des PEKiP-Kurses absolviert haben, ist es an der Zeit für ein Zwischenfazit, denn die letzten zwei Stunden waren nicht das, was ich mir vom Kurs erhofft hatte.

Was bedeutet PEKiP in der Theorie?

Auf der offiziellen PEKiP Website wird das Konzept wie folgt beschrieben:

„Das Prager-Eltern-Kind-Programm ist ein Konzept für die Gruppenarbeit mit Eltern und ihren Kindern im ersten Lebensjahr. 
Ziel des PEKiP® ist es, Eltern und Babys im sensiblen Prozess des Zueinanderfindens zu unterstützen, um

  • das Baby in seiner momentanen Situation und seiner Entwicklung wahrzunehmen, zu begleiten und zu fördern; 
  • die Beziehung zwischen dem Baby und seinen Eltern zu stärken und zu vertiefen; 
  • die Eltern in ihrer Situation zu begleiten und den Erfahrungsaustausch sowie die Kontakte der Eltern untereinander zu fördern; 
  • dem Baby Kontakte zu Gleichaltrigen zu ermöglichen.“

Wie sieht die Umsetzung in die Praxis aus?

Nepomuk in ActionIch habe mich für einen Kurs bei der FABI angemeldet und war so froh, dass ich noch einen Platz ergattern konnte, denn ich habe von verschiedenen Stellen gehört, dass diese immer ausgebucht sind. Bis dato war ich eigentlich immer mit Kursen bei der FABI zufrieden, aber von PEKiP bin ich aktuell nicht überzeugt und denke, dass dies auch an der Kursleitung liegt.

Wir treffen uns jeden Freitag von 09:15 bis 10:45 Uhr. Die Einheit beginnt immer mit einer kurze Runde in der wir Mütter kurz etwas zu einem bestimmten Thema sagen. Themen waren bisher: Die erlebte Geburt, die Namensfindung für das Kind, das allgemeine Schlafbefinden, das allgemeine Wohlbefinden und eine Vorstellung von Büchern, die wir aktuell lesen oder gelesen haben.

Waren Themen wie Geburt oder allgemeines Wohlbefinden noch interessant, so muss ich sagen, dass es mich nicht wirklich interessiert was andere Mütter lesen. Bei der Buchvorstellung gab es dann auch die ersten Reibereien unter Müttern, denn was die eine Mutter gerade liest, ist für die andere schon Schnee von gestern und das ist besonders bei Büchern rund um die Erziehung doch sehr mühsam. Ich finde es gibt tausend Themen, die so viel interessanter sind, als eine Bücherrunde. Zum Beispiel könnte man darüber reden, was Mütter schon mit ihren Kindern gemacht haben, was sie gerne machen wollen oder wie sie ihren Tag mit Kind gestalten. Das würde mich so sehr interessieren, denn ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie ein normaler Tag bei anderen Müttern aussieht.

Mich stört auch, dass es im Konzept heißt, dass die Babys in ihrer aktuellen Entwicklung wahrgenommen werden und diese gezielt gefördert werden. Jede Mutter weiß, dass sich Kinder unterschiedlich entwickeln, weil jedes Kind anders ist. In unserem Kurs fehlt es mir, dass die Kursleiterin von Kind zu Kind geht, kurz mit der Mutter bespricht, was das Kind gerade macht oder gelernt hat und dann daraus Empfehlungen ausspricht, wie man das Gelernte vertiefen kann. In der letzten Stunde hieß es, dass wir etwas für Arme und Beine des Kindes machen. Die Kursleiterin ist leider nicht zu den Kindern gekommen und hat Tipps für mögliche Spiele gegeben, sondern hat sich in eine Kindergarten-Diskussion eingeschaltet.

Versteht mich nicht falsch, denn ich finde es toll, wenn sich einige Mütter über dieses Thema unterhalten. Aber ehrlich, da muss sich nicht die Kursleiterin dazusetzen und mit small talken. Ich habe in den letzten beiden Stunden nicht wirklich was mitgenommen, sondern mit Nepomuk gespielt, wie ich es jeden Morgen mache. Nach dem Waschen lasse ich ihn noch mindestens 30 Minuten nackt und wir spielen auf seiner Matte mit seiner Rassel oder seinem Wasserball. Das alles mache ich zuhause und brauche dafür kein PEKiP.

Wo sehe ich noch Verbesserungsbedarf?

Mir würde es sehr helfen, wenn die Kursleiterin mehr auf die einzelnen Kinder eingeht und Tipps gibt, was es denn für tolle Möglichkeiten gibt, bestehende Kenntnisse zu vertiefen oder mal was neues auszuprobieren. Das klingt jetzt vielleicht etwas hochgestochen, denn letztendlich geht es ja ums spielen mit den Kleinen und ich würde schon mal gern was neues mit Nepomuk ausprobieren, aber mir fehlen die Ideen. Von einer erfahrenen Kursleiterin verspreche ich mir Ideen oder Anregungen.

Mein Fazit!

Auch wenn ich mich in dem Blogpost eher negativ äußere, glaube ich nicht, dass die 125 EUR für den PEKiP Kurs Geldverschwendung waren. Natürlich habe ich auch das eine oder andere mitgenommen, aber die letzten zwei Einheiten waren eben nicht so berauschend und ich habe Angst, dass das jetzt so weitergehen könnte.

Ich kann PEKiP empfehlen und wenn es nur aus dem Grund ist, dass die Mutter sich 1,5 Stunden pro Woche mit ihrem Kind intensiv auseinandersetzt, es nackt spielen lässt und das Kind andere Kinder sieht.

Wenn ihr aufgrund der wenigen Kurse verzweifelt, weil ihr keinen Platz bekommen habt, dann kann ich euch beruhigen: Euer Kind wird auch ohne PEKiP groß und stark. 🙂

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2. PEKiP Stunde: Verkackte Jeans und Stillprobleme

Ob man als Mutter einen PEKiP-Kurs besuchen soll oder ob das alles Quatsch ist, darüber gibt es ja unterschiedliche Meinungen. Wir haben uns nach einigen Überlegungen dazu entschieden, einen Kurs zu machen und haben es bis jetzt nicht bereut.

Mittlerweile hatten wir unsere zweite Stunde und die war eine deutliche Verbesserung zur ersten. Das kann unter anderem daran gelegen haben, dass wir nun unsere eigentliche Kursleiterin kennenlernen durften, denn beim ersten Mal war nur eine Vertretung da. Nach eine kurzen Vorstellungsrunde ging es diesmal ohne singen und im Kreis drehen los.

Erst die Mütter, dann die Babys

Nach ein paar kurzen einleitenden Sätzen zu PEKiP klärte uns die Kursleiterin auf, dass in ihrem Kurs am Anfang immer die Mütter im Mittelpunkt stehen und je weiter der Kurs voranschreitet, desto stärker wird die Bedeutung der Babys. Am Anfang aber geht es vorrangig um die Mütter und die Kinder liegen nackt und mit ihrem Spielzeug auf dem Boden.

Damit jede Mutter zu Wort kam und wir uns alle ein Bild voneinander machen konnte, wurde jede Mutter gebeten, über ihre Geburt zu reden. Ich muss sagen, dass war toll und sehr interessant zu hören, wie die Geburt von jeder Frau erlebt wurde, welche Komplikationen es gab oder wie sie sich gefühlt haben. Für mich war damit eine Vertrautheit aufgebaut, die von selbst wohl nicht gekommen wäre.

Im Laufe der Stunde kamen wir dann auch aufs Stillen und irgendwie brachen da die Dämme und mir wurde klar, dass ich nicht allein mit meinem Stillproblem bin. Ich war nicht die einzige die konsequent mit Stillhütchen stillte. Eine andere Mutter stillte nicht direkt, sondern pumpt seit der Geburt die Muttermilch ab und gibt dem Kind diese per Flasche. Eine Mama hält es mit dem Stillen wie ich: Stillen ja, aber aufgrund der mittlerweile geringen Menge nur als Vorspeise und danach gibt es Aptamil. Und zu guter Letzt meinte eine junge Mutter, dass sie schon abgestillt hätte, weil sie dem Stress, den Stillen für sie mitbrachte, nicht gewachsen war und das ihre Beziehung zum Kind beeinträchtigt hätte.

Mir ist in dieser Stunde ein Stein vom Herzen gefallen, denn ich habe geglaubt, dass ich die einzige bin, bei der es mit dem Stillen nicht so klappte und nun weiß ich, dass dem nicht der Fall ist. Auch wenn ich schon mit dem Thema abgeschlossen hatte und mittlerweile ohne schlechtes Gewissen die Flaschen zücken konnte, so hat mich das doch nochmal darin bestärkt, dass Stillen eben kein Selbstläufer ist, wie es von manchen Frauen propagiert wird. Ich finde Stillen absolut toll und bin der Meinung, das man es, wenn es richtig läuft, so lange wie möglich machen sollte. Aber es ist eben nicht der Weg, den alle Mütter bedingungslos gehen müssen und wenn es nicht funktioniert, dann sind sie eben keine schlechten Mütter, sondern dann ist es eben einfach nur anders.

Schon allein für dieses Wissen um die Situation der anderen Mütter hat sich die PEKiP Stunde vollgelohnt.

Einmal vollkacken bitte 🙂

Um die Stunde noch vollends perfekt zu machen, entschied sich Nepomuk dafür ordentlich abzukacken. Allerdings nicht auf der Wickelvorlage, sondern direkt in dem Moment als er nackt und ohne Tuch auf meinem Schoß saß. Das Fazit: Schöne grüne Kacke auf meiner Jeans und die Schadenfreude bei den anderen Müttern. Selbst für die Kursleiterin war das eine Premiere und ich bin gespannt, was Nepomuk sich bei der nächsten Stunde einfallen lässt.

Ich freue mich jedenfalls schon auf die dritte Stunde, besonders weil ich danach in Ruhe einkaufen kann, denn von PEKiP ist der Kleine immer sowas von fertig, dass er erstmal eine Stunde schlafen muss.

Erfahrungsbericht: Offener Baby-Treff in der Fabi Bogenhausen

Heute möchte ich gern über die Erfahrung mit dem offenen Baby-Treff in der Fabi Bogenhausen berichten.

Nach dem sich der Alltag mit dem Kleinen so langsam eingependelt hatte, war ich auf der Suche nach einer Krabbelgruppe oder einem Stillcafe. Eben etwas, wo man mit seinem Kind hingehen konnte, dort eine schöne Zeit mit ihm erleben kann und sich nebenbei auch mit anderen Müttern auszutauschen.

Als ich eben nach solchen Treffen im Internet recherchiert habe, bin ich auf die Fabi mit ihrem offenen Baby-Treff gestoßen. In der Beschreibung hieß es, dass es ein zwangloses Treffen von Müttern mit ihren Kindern wäre, bei dem man zeitgleich die Möglichkeit hat, andere Mütter kennenzulernen. Das Treffen wird immer freitags von 10:45 bis 12:15 Uhr angeboten. Eine Anmeldung war nicht erforderlich und die Kosten in Höhe von 3,50 EUR fand ich auch nicht übertrieben.

Der erste Baby-Treff

Also habe ich meinen Sohn eingepackt und bin an einem Freitag im September in die Richard-Wagner-Straße 47 in Bogenhausen gefahren, um diesen Treff mal auszuprobieren.

Schon an der Tür im 1. Stock wurde ich herzlich von der Kursleiterin Petra empfangen. Ich war viel zu früh dran und damit die erste für den Baby-Treff. Petra hat diese Situation gleich genutzt, um mir kurz die Örtlichkeiten zu zeigen: den Raum, in dem der Baby-Treff stattfindet, den Vorraum, in dem ein Sofa stand, dass ich gleich fürs Stillen benutzt habe und zuletzt auch die Wickelmöglichkeiten.

Nachdem ich mir alles angeschaut und den Kleinen gestillt hatte, kamen die anderen Mütter mit ihren Kindern. Einige kamen schon regelmäßig zum Baby-Treff, für andere war es, wie bei mir, das erste Mal. Wie auch ich, hatten alle Frauen die Gelegenheit und Zeit in Ruhe anzukommen, sich einen Platz im Kursraum zu suchen und schon erste Worte mit den anderen Müttern auszutauschen.

Der Ablauf des Baby-Treff

Jeder Baby-Treff wird von Petra mit einer kurzen Vorstellungsrunde begonnen. In dieser Runde erzählt jede Mutter kurz, wo sie wohnt, wie ihr Kind heißt und wie alt es ist. Bei so einer Vorstellung bricht nicht nur das Eis, sondern man erfährt auch, wer in unmittelbarer Nachbarschaft wohnt.

Nach dieser kurzen Vorstellungsrunde beginnt der erste Teil des Baby-Treff: Alle sitzen im Kreis und singen Kinderlieder für und mit ihren Kindern. Den Anfang macht immer ein Begrüßungslied, in dem jedes einzelne Kind singend begrüßt wird. Danach geht es an das Singen von Liedern bei denen man auch die Kinder durch Streicheleinheiten oder Antippen der verschiedenen Körperteile mit einbezieht.

Im Schnitt werden ca. 10 Lieder gesungen und diese immer zweimal, da Wiederholungen aus Sicht von Petra sehr wichtig sind. Nach der Gesangsrunde gibt es eine zweimüntige Redepause für die Mütter, die Kinder dürfen natürlich alles machen was sie wollen, aber die Erwachsenen sind einfach nur da. Im Anschluss ist der Treff dann für das Austauschen unter den Müttern da. Während die Kinder im bunten Bällebad spielen, sich eines der vielen Spielzeuge, die auf dem Boden verteilt wurden schnappen und sich mit den anderen Kindern vertraut machen, haben die Mütter die Möglichkeit sich ungezwungen zu unterhalten, ihr Kind zu stillen oder einfach nur da zu sein. Dieser Part dauert ungefähr 30 bis 45 Minuten, danach wird zum Abschluss nochmal gesungen und getanzt. Alles natürlich auch wieder mit Baby auf dem Arm, wobei auch wieder jedes Baby namentlich verabschiedet wird.

Mein Fazit zum Baby-Treff

Obwohl ich mir vor dem ersten Besuch nicht vorstellen konnte, was mich beim Baby-Treff erwartet, war ich doch erstaunt, wie angenehm und unkompliziert es dort abläuft. Es ist eben kein bloßer „Wir treffen uns und dann schauen wir mal“ Treff, sondern wird von Petra so geleitet, dass jede Mutter etwas aus dem Treffen mitnehmen kann.

Mein Kleiner und ich gehen sehr gerne hin. Bis jetzt waren wir drei Mal dort und jedes Mal war ich froh, wieder dagewesen zu sein. Ich bin froh, dass ich die Fabi entdeckt habe, denn dort wird nicht nur der Baby-Treff angeboten, sondern auch Baby-Massage oder PEKiP. Erstes habe ich nun schon hinter mir und PEKiP startet am 07. November.

Wer auf der Suche nach einem entspannten Baby-Treff ist, dem kann ich die Fabi nur ans Herz legen. Ich finde es toll, was der Verein alles organisiert und war bis jetzt sowohl mit dem Freitagstreff, als auch der Babymassage sehr zufrieden. Zudem habe ich das Gefühl, dass auch meinem Sohn der Kontakt zu anderen Kindern gut tut und ich liebe es ihm zuzuschauen, wie er die anderen Kinder beobachtet oder manchmal einfach nur schläft, sobald wir beim Baby-Treff mit dem Singen anfangen.

Auch die 3,50 EUR, die Petra immer am Ende des Kurses einsammelt, finde ich absolut gerechtfertigt und habe andere Anbieter gesehen, bei denen die Kosten weitaus höher sind.

Leider müssen wir für die nächsten Wochen eine Pause vom Baby-Treff machen, da dieses sich mit dem PEKiP-Kurs schneidet. Danach werde ich auf alle Fälle wieder hingehen und bin schon gespannt, wie unser Kleiner dann auf die anderen Kinder und die Lieder reagiert. Denn immerhin ist er dann ja schon gute fünf Monate alt 🙂

Kinderflohmarkt, PEKiP, Babymassage und eine Reise nach New York

Schon wieder ist eine Woche vorbei. Die Zeit rast nur so dahin und unser Kleiner ist nun schon 9,5 Wochen alt, bald werde ich sein Alter in Monaten und nicht mehr in Wochen angegeben. Diese Woche ist wieder viel zu schnell vorbei und so langsam sollte ich hier festhalten, was wir in der Woche alles unternommen und erlebt haben, damit es nicht gänzlich verschwindet.

Die Woche fing am Montag mit meinem Rückbildungskurs sportlich an. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich die letzten zwei Mal hinter mir habe, denn ich fühl mich bei den Übungen nicht wohl. Das liegt aber nicht daran, dass ich unsportlich bin, sondern daran, dass ich echte Probleme habe meinen Beckenboden immer konsequent anzuspannen. Im Kurs gibt es dann immer Übungen bei denen unser Becken auf dem Ball liegt und wir Arme und Beine in die Luft strecken sollen. Da kapitulier ich regelmäßig. Die Balance ist nicht mein Ding egal wie sehr ich den Beckenboden oder sonst was anspanne. Naja, bald ist es vorüber und ich freu mich auf mein Fitnessstudio, aber das wird erst Mitte November was.

Ausflug an die IsarDienstag habe ich mich mit einer Mutter auf einen Kaffee und später einen Spaziergang getroffen, deren Kontakt mir meine Hebamme gegeben hat. Da sich aus meinem Geburtsvorbereitungskurs kein Netzwerk ergeben hat, bin ich nun sowohl auf Online Portalen wie NetMoms oder Spontacts unterwegs, als auch über die Kontakte, die ich von meiner Hebamme erhalte. Wenn ihr also in München wohnt und Lust auf einen Spaziergang habt, dann meldet euch gern bei mir. 🙂 Zu der Mutter nochmal: Die Welt ist klein, denn sie ist auch in meinem Rückbildungskurs. Witzig, die Welt ist wirklich klein.

Der Kinderwagen - mein bester FreundAn Mittwoch kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. 😉 Zeigt mir, wie wichtig es ist, doch hin und wieder was aufzuschreiben. Ach ja, doch. Ich war spazieren – ziemlich lang – mit dem Kleinen an der Isar. Das letzte Mal, dass wir nach 16 Uhr draußen waren. Seit einigen Tagen wird der Kleine ab späten Nachmittag sehr unruhig, hungrig und will nur ins Bett. Für mich bedeutet das nun: Umplanen. Die Spaziergänge machen wir nun vormittags oder gleich nach dem Mittagessen. So viel Flexibilität muss sein.

Am Donnerstag hatte ich den ersten Teil der Babymassage. Ich war voller Vorfreude, obwohl ich nicht wusste was mich erwartet. Nun weiß ich es: Eine Runde voller schreiender Kinder. Die so laut waren, dass auch mein Sohn entschieden hat beim Schreien fest mitzumachen. Ich habe ihn dann gestillt, was mir vor anderen Müttern aufgrund meines Stillhütchen immer noch unangenehm ist. (Memo an mich: Den anderen Müttern soll es doch scheißegal sein, wie ich stille. Auch die haben ihre Baustellen, z. B. das ihr Kind ständig schreit). Der Kurs war geplant von 16:00 bis 17:30 Uhr. Aber nach 16:30 Uhr war Schluss mit Massage, denn mein Kleiner hat sich nicht beruhigt und schrie nonstop. Ich habe ihn versucht zu stillen, aber im Raum war es einfach zu laut für ihn. Also bin ich in den Vorraum gegangen und zack war er ruhig und trank in Ruhe. Mir graut vor den nächsten zwei Mal und ich hoffe es ist so, wie die Kursleiterin sagt: Die Kinder müssen sich erst dran gewöhnen. Die Babymassage mache ich übrigens in der Fabi in Bogenhausen. Die Fabi (Paritätische Familienbildungsstätte München) ist eine Einrichtung, die super viele Kurse und Treffen für junge Familien organisiert. So bin ich zum Beispiel auch jeden Freitag im „Offenen Treff“, dort wird mit den Kindern gesungen und man kann in entspannter Atmosphäre Zeit mit seinem Kind verbringen und sich mit anderen Müttern austauschen. Einfach vorbeigehen und sich überraschen lassen: Ich kann es nur empfehlen.

Bei der Fabi habe ich am Donnerstag auch noch einen Platz für einen PEKiP-Kurs ergattert, durch Zufall. Dieser startet am 07.11.2014. Ich bin schon sehr gespannt, was mich und meinen Sohn da erwartet. Ich werde berichten 🙂

Da die Babymassage den Kleinen sehr angestrengt hat und wir eine unruhige Nacht hatten, war ich am Freitag nicht beim „Offenen Treff“ der Fabi, sondern wollte eigentlich zuhause bleiben. Eine Freundin fragte mich jedoch spontan, ob wir uns treffen könnten. Also habe ich gewartet, bis ich den Kleinen wieder stillen konnte, habe ihn danach in den Kinderwagen gepackt und bin mit ihm in die Stadt gefahren. U-Bahn fahren liebt er genauso wie Auto fahren, was mich sehr erleichtert hat. Mit meiner Freundin sind wir durch den Englischen Garten gelaufen und haben zwei Stunden im Biergarten am Chinesischen Turm verbracht. Dort habe ich meine erste alkoholfreie Maß Bier getrunken. Das war herrlich, kann ich euch sagen. Danach sind wir wieder zurück gelaufen und ich habe beschlossen den kompletten Weg mit dem Kleinen zu laufen, denn das Wetter war herrlich. Er hat davon nichts mitbekommen, denn er hat die ganzen vier Stunden nur geschlafen.

Errungenschaften vom FlohmarktSamstags sind wir gegen 10 Uhr zu den beiden Kinderflohmärkten in Haidhausen aufgebrochen. Es war die Feuertaufe für den Manduca. Das erste Mal, dass ich diesen für eine längere Zeit draußen benutzt habe. Nach kurzem demonstrieren meines Sohnes hat er schließlich nachgegeben und sich in den Manduca schnallen lassen. Nach 10 Minuten hat er geschlafen und ich konnte in Ruhe über die beiden Flohmärkte schlendern. Es war toll und ich habe ein paar schöne Sachen für ihn gefunden. Zudem hat eine ehemalige Kollegin auch dort verkauft und ich konnte endlich wieder jemand aus meiner alten Firma sehen.

Putzen mit dem ManducaDer Kleine hat in dem Manduca so fest geschlafen, dass ich nach dem Flohmarkt noch unsere Wohnung komplett putzen konnte – mit ihm im Manduca festgeschnallt. Würde gern wissen, wie viel Kalorien man beim Putzen verbraucht, wenn man zusätzlich das Gewicht des Sohnes noch ständig mitträgt. Mit dem Sohn im Manduca zu putzen ist aber nicht nur aus Sicht des Kalorienverbrauchs sinnvoll. Sonst musste ich beim Putzen alle fünf Minuten nach dem Kleinen sehen. Mal hat er geweint, mal ist der Schnuller aus dem Mund gefallen, mal war er einfach nur quengelig. In Summe habe ich manchmal für 66 qm 5 Stunden zum Putzen gebraucht. Am Samstag waren es nur 2 Stunden und die Nerven hat es auch geschont.

Gegen 17 Uhr kam mein Freund dann endlich wieder und unsere kleine Familie war nach 2 Tagen wieder vereint. Danach ist er mit dem Kleinen noch in die Badewanne gegangen. Baden machen wir aus Sicherheitsgründen immer nur zu dritt. Mein Freund sitzt in der Wanne mit klarem Wasser und hält den Kleinen und ich wasche ihn. Abends war dann nur noch ein Fernsehabend angesagt. Ich wusste nicht, dass ich es mal als Luxus ansehe, nur auf dem Sofa zu sitzen und in die Röhre zu schauen. 😀

Am Sonntag, also heute, sind wir dann zur Familie meines Freundes nach Augsburg gefahren. Dort waren wieder alle verzückt: Die Großeltern, die Ur-Oma, Tanten und Onkel. Und für meinen Freund und mich heißt es dann auch mal: Zurücklehnen und zuschauen, wie der Kleine von allen gehätschelt und getäschelt wird. Nur stillen muss ich ihn noch selbst 😉

Ach ja und dann habe ich begonnen die Vorbereitungen für unsere Reise nach New York zu treffen. Flug und Hotel sind schon gebucht. Der Reisepass für den Kleinen liegt seit dieser Woche auch bei uns zuhause. Nun geht es an die Feinplanung: Was kann ich in Manhattan mit einem drei Monate altem Baby denn alles anstellen. Genau, eigentlich nicht viel. Ich habe aber viele Artikel im Internet gelesen, die uns bestärken die Reise durchzuführen. New Yorker sollen kinderlieb sein, zudem hat man den Museums- und Sehenswürdigkeiten-Stress nicht, den normale Touristen haben. Für uns gibt es diesmal kein Empire State Building oder das MoMa. Stattdessen entspanntes Chillen im Central Park und ausgiebiges Shoppen im TOYS“R“US‎ am Times Square. Ich bin trotzdem aufgeregt, denn der Countdown läuft: Am 30.10.2014 geht es los. 🙂

Das war meine Woche. Ich hoffe ihr hattet auch eine super Woche und die Zeit mit euren Liebsten genossen.