Meine Vegan For Fit Challenge: Tag 6

Frühstück

Obstsalat

Obstsalat im Café Voila

Zum Frühstück sind wir mit meiner Schwester ins Café Voila gegangen. Dort etwas für Veganer zu finden, war anspruchsvoll, aber nicht unmöglich.

Von den ca. 30 verschiedenen Frühstücksmöglichkeiten gab es leider nur EINE Möglichkeit, die nicht dem „Vegan For Fit“ Konzept widersprach und das war ein stupider, einfacher Obstsalat. Da es auch keine Sojamilch in dem Café gab, war der Latte Macchiato für mich mal wieder gestorben und ich blieb bei einem schwarzen Kaffee und einem großen Mineralwasser. Obwohl der Obstsalat lecker war, nervte mich die geringe Auswahl für Veganer. Ich möchte eigentlich nicht immer in spezielle Restaurants gehen, nur um auch zwischen vielen Gerichten wählen zu können.

Mittagessen

Topinambur mit Möhren und Buschbohnen

Topinambur mit Möhren und Buschbohnen

Nachdem meine Schwester wieder Richtung Berlin aufgebrochen war, entschieden wir uns für ein leckeres Mittagessen aus der Ökokiste, die am Freitag geliefert wurde.

In der Kiste war Topinambur, eine Knollenpflanze, die wir gern mal austesten wollten. Zum Topinambur, die ich geschmacklich irgendwo zwischen Süßkartoffel und Schwarzwurzel einordnen würde, haben wir uns Möhren und Buschbohnen gemacht.

Das Essen war super lecker und mal etwas anderes, was ich nur jedem empfehlen kann.

Abendessen

Das Abendessen ist bei uns irgendwie ausgefallen, weil wir es durch das Skypen mit den Großeltern schlicht vergessen hatten. 🙂

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Meine Vegan For Fit Challenge: Tag 3

Frühstück

Mir geht es gut, ich fühle mich fit und habe nicht das Gefühl, dass mir irgendwas fehlt. Da ich allerdings feststellen musste, dass der Alpro Sojajoghurt und ich keine Freunde mehr werden, habe ich beim Frühstück auf ihn verzichtet und meinen Apfel ohne alles gegessen. Keine Zeit für aufwendige Rezepte aus dem Buch. 😦

Mittagessen

Sweet NovemberDen Vormittag habe ich dann mit dem Kleinen fast nur auf seinem Spielteppich verbracht, wobei ich ihn nach dem morgendlichen Waschen immer nackt lasse und PEKiP-mäßig mit einer rasselnden Libelle (oder Schmetterling) vor ihm rumwedle und ihn dazubringe mit seinen Augen der Libelle zu folgen. Mittags gab es dann Resteessen in Form der Linsen vom Vorabend. Danach ging es an die frische Luft und runter zur Isar. Das Wetter in München war traumhaft und im November sollte man jeden schönen Tag genießen. Da ich mir nach dem Marathon eine vierwöchige Laufpause verordnet habe, gehe ich nun viel (2 – 3 Stunden täglich) spazieren.

Auf dem Weg zurück hatte der Kleine dann keine Lust mehr im Kinderwagen zu liegen und schrie die kompletten Isarauen zusammen. Nachdem ich ihn 500 m im Arm getragen habe und mit einer Hand den Kinderwagen schob, merkte ich, dass ich auf diese Weise nie zuhause ankommen würde. Also legte ich den Kleinen wieder in den Kinderwagen und dank Schnuller, seinem Lieblingsstofftier und gutem Zureden beruhigte er sich schnell wieder und schlief so fest ein, dass ich entspannt den ganzen Weg zurücklaufen konnte. Mit knurrendem Magen lief ich an einem Kiosk vorbei und die Versuchung für ein Snickers war zwar groß, aber nicht übermächtig und so entschied ich mich für eine Banane und lief glücklich nach Hause.

Kürbis Pommes nach Vegan For Fit

Abendessen

Für den Abend entschied ich mich aufgrund der knappen Zeit für die Kürbis Pommes, aber ohne Dip. Da mir irgendwann jemand erzählte, dass man bei einem Hokkaido-Kürbis die Schale mitessen kann, war die Zubereitung denkbar einfach: Kürbis in pommes-ähnliche Streifen schneiden, gut würzen (z. B. mit Rosmarin und Grillgewürz) und ab in den Backofen.

Vielleicht lag es am fehlenden Dip oder ich war zu sparsam mit den Gewürzen, aber überzeugt haben mich die Kürbis Pommes nicht. Da hatte ich schon bessere vegane Gerichte aus dem Buch ausprobiert.

Im Gegensatz zu den letzten beiden Tagen hatte ich auch nicht genügend Kürbis zubereitet, sodass für den nächsten Tag nichts da war und ich leider nach dem Abendessen auch noch Hunger hatte. Alles in allem glaube ich nicht, dass ich die Kürbis Pommes nochmal ausprobieren werde.

 

Meine Vegan For Fit Challenge: Tag 2

Gestern war Tag 2 der Vegan For Fit Challenge. Das ich erst heute darüber schreibe, liegt daran, dass ich nach dem gestrigen Abendessen erstmal die Küche aufräumen musste und danach einfach kein Bock mehr hatte, noch irgendwas zu schreiben. Hier also mein kurzer Statusbericht:

Frühstück

Zum Frühstück gab es bei mir Sojajoghurt pur, den ich mit Leinsamen und Zimt gemischt habe. Zum ersten Mal hatte ich den den Joghurt von Alpro, den man in jedem Supermarkt kaufen kann und muss sagen: Er schmeckt nicht nur beschissen, sondern ist auch noch „verfeinert“ mit Zucker. Ich hätte es mir eigentlich denken können, denn ihr Sojadrink ist auch mehr Zuckerwasser als irgendwas anderes, aber in dem Supermarkt gab es eben kein anderes Sojaprodukt. Ich werde heute wieder den Sojajoghurt von Provamel kaufen, der ist ohne Zucker und schmeckt nicht so wässrig. Provamel gehört übrigens auch zu Alpro, ist aber der Bio-Ableger und nur in Ökomärkten, wie Alnatura, zu finden.

Spaziergang an der IsarNach dem Frühstück habe ich den Kleinen gewaschen, ihn nackt auf die Spielmatte gelegt und PEKiP-mässig mit einer überdimensionierten und sehr lauten Libelle (oder Glühwürmchen) vor ihm rumgewackelt. Nach der kurzen Spielsession sind wir beide raus, da ich noch die Zutaten für das Abendessen kaufen wollte. Da mir gestern bewusst geworden ist, dass ich eigentlich alle Zeit der Welt habe und nicht zum Einkaufen hetzen muss, sondern ganz entspannt sein kann, haben wir neben dem Einkauf einen ausgiebigen 2,5-Stunden Spaziergang an der Isar drangehängt. Das Wetter war super, die Isarauen kaum besucht, der Kleine hat geschlafen, alles perfekt.

Als ich Hunger bekommen habe und im Geiste schon in ein Snickers reingebissen habe, war es Zeit am Kiosk eine Banane zu kaufen. Die hat mich dann auf dem Heimweg gerettet.

Mittagessen

Mein Mittagessen war das Abendessen vom Vortag, also gebackenes Gemüse. Schnell in die Mikrowelle und fertig war es. Danach habe ich natürlich wieder von den veganen Pralinen genascht, naja, weggefressen habe ich sie. Zum Glück habe ich nochmal Erdnussmus gekauft, damit ich nachproduzieren konnte. 🙂

Abendessen

Gemüselinsen mit Limetten-Sonnenblumenkern-PestoDa es am Abend Gemüselinsen mit Sonnenblumenkern-Limetten-Pesto gab, habe ich schon am Nachmittag mit dem Kochen der Linsen angefangen und das erste Gemüse geschnitten. Ich kann ja nur schnippeln und kochen, wenn der Kleine schläft oder sich selbst beschäftigt. Für letzteres haben wir das Activity-Center „Rainforest“ von Fisher Price. Ein Segen, kann ich nur sagen. Der Kleine ist wirklich mindestens 30 Minuten beschäftigt und happy. 🙂

Neben den Gemüselinsen gehörten noch Zucchini, Paprika, Rote Bete und Möhren zum Gericht. Verfeinert wurde das eben mit der Pesto aus Petersilie, Limette und Sonnenblumenkernen. Das Gericht ist wirklich einfach zu machen und sättigt ordentlich. Nach dem Teller Linsen war ich so satt, wie sonst nach einer riesigen Portion Pasta. 🙂

Nach dem Abendessen habe ich mal wieder Pralinen gemacht, diesmal nur die Erdnussmus-Crunchy Balls, die unsere absoluten Favoriten sind.

Und danach habe ich ca. 30 Minuten die Küche aufgeräumt, Geschirr abgewaschen, Babyflaschen sterilisiert … 🙂

Bye, Bye, New York!

Nach einem sieben Stunden Flug sind wir heute früh um 07:20 Uhr wieder in München gelandet. Hinter uns liegen ein paar unvergessliche Tage und die wohl einzige Reise, bei der wir mal nicht von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit gehetzt sind, sondern auch mal entspannt im Hotel vor uns gammelten oder ich 26,2 Meilen durch New York spaziert bin. 😉

Die Rückreise war irgendwie voll von merkwürdigen Situationen, dass ich an Bord der Maschine dachte, wir würden in einem Film mitspielen.

IMG_9213Als wir gestern beim Port Authority Bus Terminal in den Newark Airport Express eingestiegen sind, fing es schon an: Wir saßen hinten im Bus und ein altes Ehepaar setzte sich zu uns. Da die ältere Dame unseren Sohn so „cute“ fand, sind wir ins Gespräch gekommen und es stellte sich heraus, das die beiden nicht nur die gleiche Maschine nach München gebucht hatten, sondern auch bei uns in der gleichen Reihe saßen. Ich meine, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass man in New York in einem Bus Shuttle jemand trifft, der wenige Stunden später neben einem im Flieger sitzt.

Als wir an unserem Terminal ankamen, trennten sich unsere Wege. Wir checkten ein und gingen zur Sicherheitskontrolle. Dort sprach uns wieder eine Frau an, die auch ein kleines Kind hatte und wollte wissen, wo wir hinfliegen. Als wir sagten, dass wir nach München fliegen, meinte sie, dass sie auch vor zwei Wochen dort gewesen ist und es so toll fand, dass sie wieder hinwollte. Auch unsere Wege trennten sich wieder und wir durchliefen die Sicherheitskontrolle. Zu meinem Erstaunen, musste ich nicht durch den Körperscanner, sondern konnte durch den normalen Scanner laufen. Natürlich wusste ich, dass mein Sohn nicht durch den Körperscanner musste, aber das ich dann auch gleich davon ausgeschlossen wurde, hat mich doch überrascht.

Nachdem wir die Kontrolle passiert hatten, suchten wir uns etwas zu essen. Bei Smashburger wurden wir fündig, holten das essen und suchten uns einen Platz. Hinter uns setzte sich eine Stewardess von United, die kaum in ihren Burger beißen konnte, als eine etwas tütelige Oma sie nach dem Flug nach San Francisco fragte. Nach einigem Suchen und telefonieren, schickte sie die Oma dann zum Gate, ob die Oma angekommen ist, weiß man nicht 🙂

Im Flieger trafen wir dann erst auf unser älteres Pärchen wieder und dann später auf die Stewardess, die der Oma geholfen hat. Zudem hatten wir wieder eine Stewardess, die wir schon auf dem Hinflug hatten und der Kapitän, den mein Freund auf der Toilette getroffen hatte, flog unsere Maschine nach München. Nur das wir die gleichen Sitzplätze hatten, wie beim Hinflug war kein Zufall, sondern aufgrund der telefonischen Reservierung.

Da der Flug über Nacht ging, hoffte ich, dass unser Kleiner genauso gut schlafen würde, wie er es auf dem Hinweg getan hat. Bis zum Start sah das nicht so aus, denn der Kleine schrie und schrie und schrie. Wir wussten das er todmüde war, konnten ihn aber nicht beruhigen. Nachdem ich ihn gefüttert habe, wurde er müde und schlief sechs Stunden von den sieben Stunden. Für mich ein Traum. Obwohl der Kleine so unkompliziert war, hat von uns beiden keiner geschlafen und meine Augenringe sind schon Kategorie „Panda“.

Pünktlich um 7:20 Uhr landeten wir in München. Nach Zollkontrolle, Gepäckabgabe und S-Bahn-Fahrt zum Ostbahnhof waren wir endlich wieder daheim. Zuhause musste ich mir erstmal im Hausflur Platz für meinen Kinderwagen schaffen, denn mittlerweile ist in unserem Haus das vierte Baby zur Welt gekommen. Schon jetzt ist der Platz für die Kinderwägen knapp und im November wird das 5. Paar ein Baby bekommen. Als ich Anfang des Jahres gehört habe, dass von 10 Parteien im Haus, fünf in einem Jahr Nachwuchs bekommen, konnte ich es gar nicht glauben und nun stehen die Kinderwagen aufgereiht im Flur. Die Zeit rast, Leute!

Nachdem wir nun alle Koffer ausgepackt haben, die Wäsche gewaschen und alle Schnuller und Stillhütchen sterilisiert haben, kommt so langsam die Routine wieder. Nur unser Kleiner findet das wohl nicht und beharrt darauf, dass wir jetzt, wie in New York auch, gemeinsam ins Bett gehen und er gefälligst auch in unserem Bett schlafen kann. Ich bin gespannt, ob wir ihm das gemeinsame zu Bett gehen wieder abgewöhnen können. 🙂

Morgen muss er erstmal zum Arzt und seine Impfung abholen. Da er heute Abend geweint und kräftig auf meinem Finger rumgebissen hat, haben wir das Gefühl, dass sich vielleicht schon ein Zahn ankündigt. Da ich immer etwas nervös werde, wenn der Kleine ohne Grund weint, bin ich froh, dass wir morgen gleich zum Arzt gehen können.

Und am Freitag beginnt endlich unser PEKiP-Kurs bei der Fabi in Neuerlich. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie das wohl bei unserem Sohn ankommt. 🙂

 

 

 

Rückbildungskurs in München: Mein persönlicher Erfahrungsbericht

Am Montag hatte ich den letzten Teil meines Rückbildungskurses und muss sagen: Ich bin froh, dass ich es hinter mich gebracht habe. Vielleicht lag es daran, dass ich wirklich gleich nach 6 Wochen, also den frühestmöglichen Termin gewählt habe. Vielleicht lag es an der eher unterkühlten Kursleitung. Vielleicht aber auch daran, dass die Kinder nicht mit integriert wurden bzw. die Kinderbetreuung nicht so wirklich funktioniert hat. An den Übungen selbst lag es wohl eher nicht.

Die Wahl des Kurses

RückbildungskursDa ich mit dem Geburtsvorbereitungskurs der Hebammengemeinschaft im Kriechbaumhof gute Erfahrungen gemacht habe, entschied ich mich auch beim Rückbildungskurs für die Hebammengemeinschaft. Neben der Erfahrung aus anderen Kursen habe ich diesen auch wegen der Kinderbetreuung gebucht. Ganz einfach weil sowohl die Eltern meines Freundes (Augsburg), als auch meine Eltern (Leipzig), nicht einfach so mal auf mein Kind aufpassen können. Auch können wir auf keine Verwandtschaft oder Bekannte zurückgreifen, die einfach mal so unter der Woche tagsüber auf den Kleinen aufpassen können.

Umso erstaunter war ich, dass ein Großteil der Kursteilnehmer dann ohne Kinder aufkreuzten. Den Vogel hat dann eine Frau abgeschossen, die meinte: „So lange die Kinder ruhig sind und man die Trainerin versteht, stören die Kinder nicht.“ Das einzige was ich dachte: „Bitch, please. Dann geh doch in den Abendkurs, der ohne Kinder stattfindet und setz nicht die Mütter unter Druck, die eben nicht mal kurz Omi anrufen können, um das Kind abzugeben.“

Die Kinderbetreuung

Das Dilemma mit der Kinderbetreuung fing schon in der ersten Stunde statt: Es gab nämlich keine. Jede Mutter musste auf ihr Kind selbst aufpassen. Da das Kind in die Übungen nicht integriert wurde, war es einigen Kindern verständlicherweise zu langweilig und sie fingen an zu quengeln. Mein Sohn schlief die komplette Stunde, weil er wahrscheinlich wusste, dass es nichts zu sehen gab. 😉

In der zweiten Stunde war dann eine Schülerin da, die auf die Kleinen aufpasste.

In der dritten Stunde war mein Sohn dann das einzige Kind. Die Trainerin schickte daraufhin die Schülerin nach Hause – mit dem Hinweis „Der Kleine schläft ja sowieso immer und muss deshalb nicht extra betreut werden.“ Zum Glück kam dann noch eine Mutter mit ihrem Kind und die Schülerin musste da bleiben.

In der fünften Stunde war die Schülerin nur im Kurs vor uns da, nicht aber in unserem Kurs, weil sie einen Zahnarzttermin hatte. Somit hatten wir die Kinder dann wieder bei uns. Das Kind einer Mutter hat die ganze Zeit geweint, weshalb sich die Mutter logischerweise dann eben um das Kind kümmerte und somit nicht die Übungen zur Rückbildung machen konnte. Nach der Hälfte der Stunde meinte die Trainerin, dass die Mutter doch dann einfach am Donnerstag nochmal kommen könnte, um die Stunde nochmal nachzuholen. Die Mutter hat aus meiner Sicht das einzig richtige gemacht: Sie ist einfach da geblieben, anstatt dann nochmal am Donnerstag zu kommen.

In der vierten und sechsten und damit letzten Stunde war die Babysitterin dann wieder da und hat sich um die Kinder gekümmert.

Die Übungen

Bevor es mit den Übungen losging, erzählte uns die Trainerin erstmal etwas zum Joggen nach der Geburt und Sit-Ups nach der Geburt. Ihrer Meinung nach, sollten wir mit dem Joggen erst ein Jahr nach der Geburt beginnen und Sit-Ups sowieso vermeiden, weil die nicht gut sind. Da ich vor und im ersten Drittel der Schwangerschaft gelaufen bin, habe ich schon kurz nach der Geburt geschaut, wann ich wieder mit dem Joggen beginnen kann: Der einstimmige Tenor war zwischen drei und sechs Monaten, auf jeden Fall aber nach dem die Rückbildung absolviert wurde. Ich persönlich finde das ein Jahr Pause absolut übertrieben ist. Jede Frau sollte selbst nach ihrem persönlichem Befinden entscheiden. So habe ich zeitnah nach der Geburt mit Walking angefangen und war jetzt schon ein paar Mal joggen. Gestern bin ich knapp 10 km gelaufen und es ging mir großartig. Aber wie gesagt, jede Frau muss das für sich entscheiden. Mit den Sit-Ups und dem Fitnessstudio möchte ich dann wieder Mitte November anfangen.

Zu den Übungen: Wir haben eigentlich fast jede Stunde die gleichen Übungen durchgeführt, was auf der einen Seite vielleicht etwas eintönig war, zumal ich eine Übung wirklich gehasst habe. Auf der anderen Seite merkt man sich die Übungen aber und kann sie zuhause besser durchführen, als wenn man diese nur einmal gemacht hat. Wenn man den Zeit und Lust hat, diese zuhause durchzuführen. Bei mir hapert es aktuell an beidem – gebe ich offen zu. 🙂

Wer keine Zeit für einen Rückbildungskurs hat, findet hier einige Videos und Anleitungen zur Rückbildung:

Mein Fazit

Ich denke der Besuch eines Rückbildungskurses lohnt sich. Beim nächsten Mal werde ich mich aber vorher informieren, ob das Baby mit in den Kurs integriert wird oder ob es „nur“ betreut wird. Vielleicht nehme ich aber auch gleich ein Abendkurs der ohne Kinder stattfindet und mein Freund muss auf das Kind, bzw. beim nächsten Mal, die Kinder aufpassen.

Auf jeden Fall werde ich das nächste Mal eine andere Trainerin wählen und zur Not auch einen Kurs in einem anderen Stadtteil wählen. Wenn ich schon 70 EUR für sechs Kurseinheiten zahle, dann erwarte ich, dass solche Dinge wie Kinderbetreuung zu 100 % funktionieren.

Mein Fazit zur Babywelt in München

Heute war der Tag der Tage und wir haben am Nachmittag einen Ausflug auf die Babywelt in München unternommen. Da ich die Tickets schon vorab online gekauft habe, konnten wir direkt zum Einlass vorgehen. An den Kassen habe ich allerdings nicht viele Leute gesehen. Klar, die waren ja schon alle drin. 😉

Natürlich hatte ich vergessen meinen Manduca mitzunehmen und so mussten wir unseren Kinderwagen mit in die Ausstellung nehmen. Das war allerdings kein großes Ding, denn Platz war immer genügend auch wenn die Ausstellung gut besucht war. Abgesehen von ein paar Engpässen und rücksichtslosen Vätern die ihre Kinderwägen auf Biegen und Brechen durch die Masse prügeln mussten, war es sehr angenehm zu laufen bzw. zu schieben.

Ich hatte mir ja schon vorab eine Liste gemacht und wollte dort überall hinschauen. Habe ich natürlich nicht gemacht, sondern bin mit Mann und Kind von Stand zu Stand geschlendert.

Mein StillschalDen ersten Erfolg habe ich bei Mania gehabt. Schon lange habe ich mit einem Stillschal geliebäugelt. Auch im Hinblick auf unsere Reise nach New York, wo stillen in der Öffentlichkeit nicht gern gesehen wird. Das stört mich nicht, denn ich bin auch kein Freund vom öffentlichen Stillen. Ein Stillschal war für mich somit die Konsequenz, denn eine Stillschürze fand ich dann doch zu übertrieben. Beim Stand von Mania habe ich dann gleich die Gelegenheit ergriffen und mir den Stillschal erklären lassen, ihn anprobiert und gleich gekauft. Kosten für den Schal: 32,00 EUR.

Die Qualität des Schals ist super und er deckt wirklich sowohl den Kleinen als auch die Brust ab. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, kann ich den Schal in drei verschiedenen Versionen tragen. Auch an die lästige Stilleinlage wurde gedacht. Im Schal gibt es ein kleines Fächlein, indem die Einlage während des Stillens aufbewahrt werden kann. Ich denke mit dem Schal bin ich gut für den Flug und den Aufenthalt in New York gerüstet.

Der Schal war übrigens das einzige, was wir gekauft haben. Danach haben wir nur noch geschaut und hier und da noch ein paar Gratisprodukte mitgenommen. Für euch habe ich nochmal kurz meine Highlights der Messe zusammengefasst:

App „Babyplaces„:

Vielleicht kennt ihr die App schon, ich kannte sie noch nicht. Da ich immer auf der Suche nach einer App war, die mir anzeigt, welche Cafés, Restaurants oder Läden in meiner Nähe Wickelräume oder Stillmöglichkeiten haben. Mit „Babyplaces“ kann man das super einfach sehen. Ich habe mir die App schon runtergeladen und werde separat berichten wie zuverlässig oder aktuell sie ist.

Geschenkservice „Felicitas„:

Meine Ausbeute der BabyweltFrei nach dem Motto „Persönliche Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts“ habe ich von Felicitas für die Beantwortung von ein paar Fragen einen Geschenkkarton erhalten. Darin waren neben jeder Menge Gutscheinen, z. B. 40 % bei CenterParcs oder 10 EUR bei MyToys, auch Produktproben von Milupa, Pampers oder Huggies.

Generell gab es für meine persönlichen Daten bei fast allen Ausstellern etwas zu gewinnen oder ein kleines Präsent. Ich hoffe mal, ich habe überall die AGB und Fußzeilen gelesen. Nicht das ich aus Versehen mit meiner Unterschrift „10 verdammt teure Waschmaschinen“ gekauft habe. 😉

Familienurlaub mit  „Familotel„:

Für 2015 planen wir einen richtig schönen Familienurlaub. Was läge näher als den Stand von einem Anbieter für Familienurlaub aufzusuchen. Zum Glück lag dort ein Urlaubskatalog für die Saison 2015 aus. Den werde ich mir jetzt mal anschauen und mich in ein schnuckeliges Familienhotel in Österreich oder Deutschland denken.

Fit werden mit „Kangatraining„:

Vor einigen Wochen war ich mit einer Mutter spazieren, die mir von Kangatraining vorschwärmte. Bei dieser sportlichen Betätigung schnallt man sich das Baby vor den Bauch und macht mit ihm das Workout. Da es dieses Angebot auch in meiner Nähe am Münchner Ostbahnhof gibt, werde ich es wohl mal testen. Die Stunde kostet 15 EUR und ca. 8 Wochen nach der Geburt kann man mit dem Training beginnen.

Unterstützung beim Stillen durch die AfS:

Ich bin ja mittlerweile der Meinung das ich ein Stilltrauma habe: Die Milch reicht nicht, das Stillhütchen bekomme ich nicht weg. Mit meinem Trauma bin ich also direkt zum AfS gelaufen. Nach einem kurzen Gespräch war ich überzeugt, das ich mich mal näher mit dem Verein beschäftige und vielleicht mal eine Beratung in Anspruch nehmen werde.

Zudem habe beim AfS vom Verein „Die kleinen Raben„, einem Eltern-Netzwerk gehört. Dort treffen sich Eltern zum regelmäßigen Austausch. Da ich immer auf der Suche nach Kontakten bin, werde ich in naher Zukunft wohl mal bei einem Treffen vorbeischauen.

Gutscheine, Gutscheine, Gutscheine:

Wie auf jeder Messe gab es auch auf der Babywelt viele, viele Gutscheine. Von Baby-Markt.de bis Kinnings bekam ich jede Menge Gutscheine in die Hand gedrückt.

Mein Fazit:

Ich habe es nicht bereut die Babywelt besucht zu haben. Und ich bin froh, dass ich sie nicht im schwangeren Zustand aufgesucht habe, denn sonst hätte ich wohl unendlich viel Zeug eingekauft, weil man als baldige Neu-Mama glaubt, nie genügend zuhause zu haben. 🙂

Wer morgen Zeit und Muse hat, dem empfehle ich den Besuch der Babywelt. Er lohnt sich auf jeden Fall.

Kinderflohmarkt, PEKiP, Babymassage und eine Reise nach New York

Schon wieder ist eine Woche vorbei. Die Zeit rast nur so dahin und unser Kleiner ist nun schon 9,5 Wochen alt, bald werde ich sein Alter in Monaten und nicht mehr in Wochen angegeben. Diese Woche ist wieder viel zu schnell vorbei und so langsam sollte ich hier festhalten, was wir in der Woche alles unternommen und erlebt haben, damit es nicht gänzlich verschwindet.

Die Woche fing am Montag mit meinem Rückbildungskurs sportlich an. Ich bin ehrlich gesagt froh, wenn ich die letzten zwei Mal hinter mir habe, denn ich fühl mich bei den Übungen nicht wohl. Das liegt aber nicht daran, dass ich unsportlich bin, sondern daran, dass ich echte Probleme habe meinen Beckenboden immer konsequent anzuspannen. Im Kurs gibt es dann immer Übungen bei denen unser Becken auf dem Ball liegt und wir Arme und Beine in die Luft strecken sollen. Da kapitulier ich regelmäßig. Die Balance ist nicht mein Ding egal wie sehr ich den Beckenboden oder sonst was anspanne. Naja, bald ist es vorüber und ich freu mich auf mein Fitnessstudio, aber das wird erst Mitte November was.

Ausflug an die IsarDienstag habe ich mich mit einer Mutter auf einen Kaffee und später einen Spaziergang getroffen, deren Kontakt mir meine Hebamme gegeben hat. Da sich aus meinem Geburtsvorbereitungskurs kein Netzwerk ergeben hat, bin ich nun sowohl auf Online Portalen wie NetMoms oder Spontacts unterwegs, als auch über die Kontakte, die ich von meiner Hebamme erhalte. Wenn ihr also in München wohnt und Lust auf einen Spaziergang habt, dann meldet euch gern bei mir. 🙂 Zu der Mutter nochmal: Die Welt ist klein, denn sie ist auch in meinem Rückbildungskurs. Witzig, die Welt ist wirklich klein.

Der Kinderwagen - mein bester FreundAn Mittwoch kann ich mich ehrlich gesagt nicht erinnern. 😉 Zeigt mir, wie wichtig es ist, doch hin und wieder was aufzuschreiben. Ach ja, doch. Ich war spazieren – ziemlich lang – mit dem Kleinen an der Isar. Das letzte Mal, dass wir nach 16 Uhr draußen waren. Seit einigen Tagen wird der Kleine ab späten Nachmittag sehr unruhig, hungrig und will nur ins Bett. Für mich bedeutet das nun: Umplanen. Die Spaziergänge machen wir nun vormittags oder gleich nach dem Mittagessen. So viel Flexibilität muss sein.

Am Donnerstag hatte ich den ersten Teil der Babymassage. Ich war voller Vorfreude, obwohl ich nicht wusste was mich erwartet. Nun weiß ich es: Eine Runde voller schreiender Kinder. Die so laut waren, dass auch mein Sohn entschieden hat beim Schreien fest mitzumachen. Ich habe ihn dann gestillt, was mir vor anderen Müttern aufgrund meines Stillhütchen immer noch unangenehm ist. (Memo an mich: Den anderen Müttern soll es doch scheißegal sein, wie ich stille. Auch die haben ihre Baustellen, z. B. das ihr Kind ständig schreit). Der Kurs war geplant von 16:00 bis 17:30 Uhr. Aber nach 16:30 Uhr war Schluss mit Massage, denn mein Kleiner hat sich nicht beruhigt und schrie nonstop. Ich habe ihn versucht zu stillen, aber im Raum war es einfach zu laut für ihn. Also bin ich in den Vorraum gegangen und zack war er ruhig und trank in Ruhe. Mir graut vor den nächsten zwei Mal und ich hoffe es ist so, wie die Kursleiterin sagt: Die Kinder müssen sich erst dran gewöhnen. Die Babymassage mache ich übrigens in der Fabi in Bogenhausen. Die Fabi (Paritätische Familienbildungsstätte München) ist eine Einrichtung, die super viele Kurse und Treffen für junge Familien organisiert. So bin ich zum Beispiel auch jeden Freitag im „Offenen Treff“, dort wird mit den Kindern gesungen und man kann in entspannter Atmosphäre Zeit mit seinem Kind verbringen und sich mit anderen Müttern austauschen. Einfach vorbeigehen und sich überraschen lassen: Ich kann es nur empfehlen.

Bei der Fabi habe ich am Donnerstag auch noch einen Platz für einen PEKiP-Kurs ergattert, durch Zufall. Dieser startet am 07.11.2014. Ich bin schon sehr gespannt, was mich und meinen Sohn da erwartet. Ich werde berichten 🙂

Da die Babymassage den Kleinen sehr angestrengt hat und wir eine unruhige Nacht hatten, war ich am Freitag nicht beim „Offenen Treff“ der Fabi, sondern wollte eigentlich zuhause bleiben. Eine Freundin fragte mich jedoch spontan, ob wir uns treffen könnten. Also habe ich gewartet, bis ich den Kleinen wieder stillen konnte, habe ihn danach in den Kinderwagen gepackt und bin mit ihm in die Stadt gefahren. U-Bahn fahren liebt er genauso wie Auto fahren, was mich sehr erleichtert hat. Mit meiner Freundin sind wir durch den Englischen Garten gelaufen und haben zwei Stunden im Biergarten am Chinesischen Turm verbracht. Dort habe ich meine erste alkoholfreie Maß Bier getrunken. Das war herrlich, kann ich euch sagen. Danach sind wir wieder zurück gelaufen und ich habe beschlossen den kompletten Weg mit dem Kleinen zu laufen, denn das Wetter war herrlich. Er hat davon nichts mitbekommen, denn er hat die ganzen vier Stunden nur geschlafen.

Errungenschaften vom FlohmarktSamstags sind wir gegen 10 Uhr zu den beiden Kinderflohmärkten in Haidhausen aufgebrochen. Es war die Feuertaufe für den Manduca. Das erste Mal, dass ich diesen für eine längere Zeit draußen benutzt habe. Nach kurzem demonstrieren meines Sohnes hat er schließlich nachgegeben und sich in den Manduca schnallen lassen. Nach 10 Minuten hat er geschlafen und ich konnte in Ruhe über die beiden Flohmärkte schlendern. Es war toll und ich habe ein paar schöne Sachen für ihn gefunden. Zudem hat eine ehemalige Kollegin auch dort verkauft und ich konnte endlich wieder jemand aus meiner alten Firma sehen.

Putzen mit dem ManducaDer Kleine hat in dem Manduca so fest geschlafen, dass ich nach dem Flohmarkt noch unsere Wohnung komplett putzen konnte – mit ihm im Manduca festgeschnallt. Würde gern wissen, wie viel Kalorien man beim Putzen verbraucht, wenn man zusätzlich das Gewicht des Sohnes noch ständig mitträgt. Mit dem Sohn im Manduca zu putzen ist aber nicht nur aus Sicht des Kalorienverbrauchs sinnvoll. Sonst musste ich beim Putzen alle fünf Minuten nach dem Kleinen sehen. Mal hat er geweint, mal ist der Schnuller aus dem Mund gefallen, mal war er einfach nur quengelig. In Summe habe ich manchmal für 66 qm 5 Stunden zum Putzen gebraucht. Am Samstag waren es nur 2 Stunden und die Nerven hat es auch geschont.

Gegen 17 Uhr kam mein Freund dann endlich wieder und unsere kleine Familie war nach 2 Tagen wieder vereint. Danach ist er mit dem Kleinen noch in die Badewanne gegangen. Baden machen wir aus Sicherheitsgründen immer nur zu dritt. Mein Freund sitzt in der Wanne mit klarem Wasser und hält den Kleinen und ich wasche ihn. Abends war dann nur noch ein Fernsehabend angesagt. Ich wusste nicht, dass ich es mal als Luxus ansehe, nur auf dem Sofa zu sitzen und in die Röhre zu schauen. 😀

Am Sonntag, also heute, sind wir dann zur Familie meines Freundes nach Augsburg gefahren. Dort waren wieder alle verzückt: Die Großeltern, die Ur-Oma, Tanten und Onkel. Und für meinen Freund und mich heißt es dann auch mal: Zurücklehnen und zuschauen, wie der Kleine von allen gehätschelt und getäschelt wird. Nur stillen muss ich ihn noch selbst 😉

Ach ja und dann habe ich begonnen die Vorbereitungen für unsere Reise nach New York zu treffen. Flug und Hotel sind schon gebucht. Der Reisepass für den Kleinen liegt seit dieser Woche auch bei uns zuhause. Nun geht es an die Feinplanung: Was kann ich in Manhattan mit einem drei Monate altem Baby denn alles anstellen. Genau, eigentlich nicht viel. Ich habe aber viele Artikel im Internet gelesen, die uns bestärken die Reise durchzuführen. New Yorker sollen kinderlieb sein, zudem hat man den Museums- und Sehenswürdigkeiten-Stress nicht, den normale Touristen haben. Für uns gibt es diesmal kein Empire State Building oder das MoMa. Stattdessen entspanntes Chillen im Central Park und ausgiebiges Shoppen im TOYS“R“US‎ am Times Square. Ich bin trotzdem aufgeregt, denn der Countdown läuft: Am 30.10.2014 geht es los. 🙂

Das war meine Woche. Ich hoffe ihr hattet auch eine super Woche und die Zeit mit euren Liebsten genossen.

 

Tipp für das Wochenende: Tolle Kinderflohmärkte in München

Für alle die wie ich immer auf der Suche nach Kinderkleidung und Spielzeug sind, gibt es an diesem Wochenende gleich vier tolle Termine. Sowohl in Haidhausen, als auch im Lehel und in der Reithalle finden Kinderflohmärkte statt, bei denen Kinderkleidung und Spielzeug angeboten wird.

Kinderflohmärkte in MünchenDer „fröhliche Kinderflohmarkt“ im Pfarrsaal St. Anna am 10.10.2014, von 14:00 bis 17:00 Uhr in der St. Anna Straße 19

Im Pfarrsaal des Kolpinghaus in der Kirchenstraße 6 findet am 11.10.2014 von 09:30 bis 13:30 Uhr auch ein Kinderflohmarkt statt.

Nicht weit davon entfernt findet ebenfalls am 11.10.2014 von 09:00 bis 12:00 Uhr in der Preysingstraße 48 ein Kindersachen Basar statt.

Und für alle, die nicht in Haidhausen oder Lehel wohnen, ist am 11.10.2014, 09:00 bis 13:00 Uhr vielleicht Münchens größter Kinderflohmarkt in der Reithalle München (Hess-Straße 132) eine Option.

Ich selbst war noch nie auf einem Kinderflohmarkt und werde die Gelegenheit ergreifen und mir die ersten drei Flohmärkte anschauen. Zudem ist es sicher auch eine tolle Möglichkeit mit anderen Müttern ins Gespräch zu kommen.

36. SSW: Babybauch Shooting, Geburtstag & Besuch der Großeltern in Spe

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist nun schon über eine Woche vergangen. Die Zeit flutscht aktuell nur so vorbei und ich nähere mich langsam und unaufhaltsam dem Höhepunkt meiner Schwangerschaft. 🙂

Babybauch ShootingLetzten Samstag waren wir beim Grillen von Freunden eingeladen. Die Gastgeberin fotografiert seit der Geburt ihres Sohnes nebenberuflich mit Vorliebe Neugeborene, Schwangere und junge Familien. So bin ich doch noch in den Genuß eines Babybauch-Shootings gekommen.

Die Bilder sind super geworden und auch wenn ich am Anfang der Schwangerschaft gedacht habe, dass ich so etwas nie machen werde, bin ich nun vom Ergebnis begeistert und freue mich schon auf die Bilder von unserem Fritzi.

Sonntags war in München wieder viel los und wir sind zwischen dem Christopher Street Day auf dem Marienplatz und dem Rindermarkt, sowie dem Japanfest im Englischen Garten hin- und hergeflitzt bzw. gefahren. Da mir mit jeder Schwangerschaftswoche etwas Energie verloren geht, laufen wir zwar immer noch viel, nutzen aber immer stärker car2go, dass in München ja super praktisch und im Vergleich zu den Öffentlichen für kurze Strecken auch sehr günstig ist. So standen wir am Sonntag nach dem Japanfest völlig hungrig und durstig am Englischen Garten, zu weit von einem Restaurant oder einer U-Bahn-Haltestelle entfernt. Zum Glück war ein Smart nur knapp 300 m von uns entfernt, sodass wir schnell zu unserem Lieblingsrestaurant fahren konnten. Wir sind dann mit dem gleichen Smart wieder in die Innenstadt gefahren und haben die Party im Rahmen des Christopher Street Day genossen. Zugegeben, es sah ein wenig nach Rentnerpaar aus, wie wir da auf unseren Stühlen saßen und den Leuten beim Tanzen zugeschaut haben. 😉

Am Dienstag hatte ich Geburtstag: Mein letzter Geburtstag als „Nicht-Mami“. Ich hatte bis zum 22. Juli gehofft, dass Fritzi doch noch ein Krebs wird, aber nun wird er eben ein Löwe und ich denke, ich komme damit klar. Meinen Geburtstag habe ich damit verbracht, noch die letzten Strampler in der Stadt zu kaufen und mich mit zwei Still BHs einzudecken. Danach war ich noch mit einer Freundin Kaffee trinken und habe den Vormittag einfach nur genossen. Nachmittags kam meine Schwester aus Berlin zu Besuch und abends waren wir dann zu dritt (Meine Schwester, mein Freund & ich) in einem meiner Lieblingsrestaurants hier in Haidhausen essen.

Vegane PralinenEs war ein toller Geburtstag mit tollen Geschenken für mich und Fritzi 🙂 Mein Freund hat mir das Buch „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann geschenkt, dazu einen Gemüseschneider, mit dem ich aus Zucchini Spaghetti herstellen kann. Seit dem 4. Schwangerschaftsmonat beschäftige ich mich mit dem Thema Ernährung. Es ist mir durchaus bewusst, dass ich keine Vorzeige-Schwangere bin, die sich immer richtig ernährt hat, aber ich habe in den letzten Wochen und Monaten wirklich versucht auf gesunde Ernährung zu achten.

Mit dem Buch hat mir mein Freund einen sehr großen Gefallen getan, denn ich habe gleich angefangen, Dinge auszuprobieren: Quinoa Salat, Schoko- und Zimtkugeln oder fürs Wochenende einen veganen Lemon-Cheese-Cake. Es ist unglaublich, wie gut die Sachen auch ohne Zucker, Gelatine oder Mehl schmecken und vor allem: Sie sind super einfach zu „backen“ oder zu kochen. Ich bin schlichtweg begeistert. Seit Mittwochnachmittag habe ich angefangen, Zucker zu vermeiden und aus dem Buch zu kochen. Mir geht es bis jetzt sehr gut und ich fühle mich super fit. Fleisch habe ich seit Mittwochnachmittag auch nicht mehr gegessen und beschränke meinen Konsum von tierischen Produkten auf den morgendlichen Joghurt mit Amaranth und Obst, sowie auf das tägliche Glas Milch. Ich war diese Woche auch zweimal mittags beim Burger essen (Hans im Glück und Holy Burger). Bei beiden habe ich den veganen bzw. vegetarischen Burger gekostet und war sehr angetan.

Von meiner Schwester habe ich eine Lotion von Clarins bekommen, die Dehnungsstreifen vorbeugt, zudem zwei süße Strampler für Fritzi, einen noch süßeren kleinen Stoffhasen und einen Gutschein für H&M. Demnächst kann ich also mit Fritzi auch shoppen gehen. 🙂

Mittwoch war dann wieder ein Besuch beim Frauenarzt angesagt. Mittlerweile ist meine Blasenentzündung weg, die Blutwerte (bis auf Eisen) in Ordnung, der Blutdruck immer noch schön niedrig und die Entwicklung des Gewichts auch okay. Nur leider hat meine Frauenärztin eine Krampfader an einer Stelle entdeckt, wo man nie vermutet hätte, dass es dort zur Bildung von Krampfadern kommen kann. Zudem hat sie mir ans Herz gelegt, meine Stützstrümpfe (auch bei 30 Grad) wieder regelmäßig zu tragen: „Sie haben ja ein schwaches Bindegewebe“. Immer praktisch, wenn der Partner auch mit im Behandlungszimmer sitzt und solche knallharten Wahrheiten auch gleich mit bekommt. Naja, zum Trost gab es dann den CTG, bei dem Fritzi wieder zeigen konnte, wie aktiv er ist. Von Wehen noch keine Spur und gesenkt hat sich der kleine Fratz auch noch nicht.

Vegetarisches Gericht beim GriechenAm Freitagnachmittag kamen dann meine Eltern aus Leipzig, sodass unser Wochenende komplett verplant war. Da ich noch meine Single-Wohnung habe, konnten sie zum Glück dort schlafen und wir haben sie am Samstag dann zum Frühstück eingeladen, waren mit ihnen auf der Auer Dult, wo die Eltern meines Freundes aus Augsburg dazukamen. Nach einer notwendigen Kaffee- und Kuchenpause bei uns zuhause ging es weiter auf den Hinterhofflohmarkt quer durch Haidhausen, danach in den tollen Biergarten des Hofbräukeller. Aufgrund des Regens mussten wir dann leider ins Restaurant umziehen und dann durch den strömenden Regen nach Hause flitzen. Am Sonntag waren wir dann bei einem leckeren griechischen Restaurant essen und anschließend in einer Ausstellung für Modelleisenbahnen. Wenn Fritzi größer ist, gehen wir mit ihm natürlich auch in diese Ausstellung.

Nun ist es Sonntagabend: Meine Eltern sind wieder in Leipzig, seine Eltern wieder in Augsburg. Ich lese das Buch „Brain Rules für Ihr Baby“ von John Medina und mein Freund das Buch „Tiere essen“. Wir nutzen nun bewusst die Zeit, die wir zu zweit noch haben. Denn wenn Fritzi auf der Welt ist, werden wir uns vielleicht nach etwas Ruhe sehnen. 😉

Aus irgendeinem Grund habe ich heute das erste Mal meinen Bauchumfang gemessen und bin auf 107 cm gekommen. Ich wusste doch, dass der Bauch in den letzten Tagen quasi explodiert ist. Gehe ich nach den Aktivitäten von Fritzi, dann hat er sich in meinem Bauch eine bequeme Zwei-Zimmer-Wohnung eingerichtet und dreht dort rund um die Uhr ordentlich Pirouetten. 😉

 

 

Geburtsvorbereitungskurs: Teil 2 – Das Wochenbett

Nach dem wir am Samstag im Geburtsvorbereitungskurs das Thema Geburt durchgesprochen hatten, widmete sich Hebamme Eli am Sonntag dem Thema Wochenbett.

Doch bevor unser illustrer Gesprächskreis startete, zeigte uns Eli noch den Anfang von dem Dokumentarfilm „Der erste Schrei“. Der Film befasst sich eingehend mit dem Thema Geburt und zeigt, dass trotz der kulturellen Unterschiede weltweit die Geburt an sich immer gleich abläuft und im Idealfall immer ein kleines schreiendes Etwas am Ende rauspurzelt. Wir haben uns abends den Film zuhause in voller Länge angesehen und er war wirklich sehr toll und hilft sehr dabei, sich der Geburt noch mehr anzunähern.

Doch zurück zum Tag 2, der dem Wochenbett gehörte. Einen ganz großen Bereich nahm das Thema Stillen ein und so bot es sich an, dass wir mit einem Film begannen, der sich mit dem Stillen und der Bedeutung von frühem Kontakt zwischen Mutter und Baby befasste. Obwohl der Film aus den 90ern ist, hat er aus meiner Sicht an seiner Aktualität nichts verloren. Noch in den 80er Jahren war es normal, die Babys gleich von der Mutter zu trennen. In Norwegen durften die Mütter die ersten 24 Stunden ihr Kind nur durch die Glastüre sehen und die Kinder somit auch nicht stillen.

Heute ist das zum Glück anders und ich glaube es gibt in Deutschland kein Krankenhaus, was nicht da Bonding praktiziert, den sofortigen Körperkontakt zwischen Neugeborenem und Mutter gleich nach der Geburt.

Auch Eli vertritt die Ansicht, dass nichts am Anfang wichtiger ist, als der sehr intensive Kontakt zwischen Baby und Mutter. Gerade in den ersten vier Wochen ist diese Bindung nehmen der Atmung und der Nahrungsaufnahme für das Baby und die weitere Entwicklung lebensnotwendig. Sie empfiehlt uns auch nicht nur den Körperkontakt, sondern vor allem auch den Hautkontakt, d. h. ruhig in der Wohnung auch mal oben ohne rumlaufen und das Baby die Haut der Mutter spüren zu lassen.

Der intensive Kontakt soll sich zudem positiv auf das Stillen auswirken, was ich stark hoffe, denn vor nichts habe ich mehr Angst, als wenn es mit dem Stillen nicht klappt. Ich sehe mich schon vor YouTube sitzen und Lehrvideos für das Stillen studieren. Mit dem Stillen ist es wohl wie mit Radfahren oder Schwimmen: Theorie ist das eine, die Praxis eine ganz andere. Aber wie bei den anderen beiden Dingen, ist wohl auch Stillen vor allem eine Frage der Technik. Ich hoffe das ich im Rechts der Isar Unterstützung von Schwestern und Hebammen bekomme und sie gerade am Anfang zeigen, wie man es richtig macht. Auch wenn Eli das im Kurs super erklärt hat und wir verschiedene Stillpositionen getestet haben, bin ich doch über jede Unterstützung froh. 🙂

Der zweite Tag befasste sich jedoch nicht nur mit Stillen, sondern auch mit der Babypflege und dem Tragen des Babys. Hier also die wichtigsten Erkenntnisse, die ich am Sonntag mitgenommen habe:

Erkenntnis #1: Bonding

  • Von Anfang wert auf engen Kontakt mit dem Baby legen, d. h. das Baby regelmäßig zu berühren, durch die Gegend tragen und mit ihm kuscheln
  • Körperkontakt und Hautkontakt sind sehr wichtig, d. h. soviel wie möglich „oben ohne“ mit dem Baby durch die Wohnung laufen
  • Die ersten zwei Wochen als „Babyflitterwochen“ nutzen. Die Zeit so freihalten, dass sich die kleine Familie intensiv miteinander beschäftigen kann. Zur Not müssen Freunde & Verwandte sich eben zwei Wochen gedulden oder die Besuchszeit auf ein Minimum reduzieren
  • Gerade die erste Zeit sollte ruhig und langsam angegangen werden, damit sich alle aneinander gewöhnen können

Erkenntnis #2: Stillen

  • Gleich von Beginn an Stillen, auch wenn es anstrengend ist und das Kind immer wieder einschläft oder die Milch nicht richtig einschießt
  • Das Baby trinken lassen, sobald es durch Suchen anzeigt, dass es Durst hat. Das Baby findet mit etwas Hilfe selbst zu den Brustwarzen, da diese in der Schwangerschaft dunkler geworden sind und sich damit vom Körper abheben
  • Bei Problemen mit dem Stillen immer die Hebamme um Rat fragen
  • Immer beide Brüste abwechselnd anbieten, um einen Milchstau in einer Brust zu vermeiden
  • Um nicht den Durchblick zu verlieren, bindet man sich einfach immer ein Haargummi um das Handgelenk, wo man zuletzt gestillt hat. Wird mein erster Haargummi als Kurzhaarige 😉
  • Bei Milchstau hilft Quark oder Weißkohl, der auf die Brust geschmiert bzw. gelegt wird
  • Das Baby braucht am Anfang Zeit und kann nicht innerhalb von 15 Minuten gestillt werden. Eli meinte, wir sollten bis zu 40 Minuten einplanen
  • 10 Stunden am Tag werden wir laut Eli mit Stillen verbringen
  • Wenn das Baby zu viel schläft und nur alle 4 – 5 Stunden an die Brust möchte, dann muss es alle 2 Stunden geweckt werden, da es sonst zu viel Zeit verliert und Probleme mit der Gewichtsentwicklung bekommt
  • Auf bequeme Haltung achten und schauen, dass das Baby den Kopf nicht drehen muss, um an die Brust zu kommen
  • Das Ausprobieren von mehreren Stillpositionen (Rückengriff, Wiegegriff, Stillen in der Seitenlage oder Hoppe-Reiter-Sitz) – was ich als besonders hilfreich empfand

Erkenntnis #3: Babypflege

  • Wie der Wickelgriff funktioniert und man Windeln wechselt habe ich an diesem Tag gelernt
  • Das Kind möglichst schnell aus- und wieder anzuziehen hat bei der Puppe, die sich nicht wehren konnte eigentlich super geklappt
  • Feuchttücher und Puder gehören nicht zur guten Ausstattung für Babies. Für unterwegs können statt der Feuchttücher auch spezielle Wattepads für Baby mit Mandel- oder Calendulaöl getränkt und damit der Windelbereich sauber gemacht werden.
  • Das Baby immer komplett abtrocknen, auch in den kleinen (süßen) Speckfalten, um Entzündungen zu vermeiden
  • Ab und an kann das Baby auch mal eine Weile nackt bleiben, damit gerade der Windelbereich gut durchlüftet wird
  • Babys sollten erst in die Wanne, wenn die letzten Reste der Nabelschnur weg sind
  • Das Wasser für die Wanne sollte mindestens 38 Grad haben, die Wanne sollte sicher und bequem für die Mutter stehen, d. h. entweder auf dem Küchentisch, dem Fußboden oder auf einem speziellen Gestell. Die Babywanne in die normale Wanne zu stellen, wird für die Zeit des Badens sehr unbequem für die Mutter
  • Vor dem Baden sollte die Mutter ein großes Handtuch über den eigenen Oberkörper legen, damit das Baby nach dem Baden direkt eingewickelt werden kann
  • Beim Baden das Baby zuerst ans Wasser gewöhnen, d. h. mit den Beinchen zuerst, es auch kurz planschen lassen und dann langsam ins Wasser setzen, dabei das Baby immer mit der Hand am Rücken abstützen. Wir haben uns einen speziellen Einsatz für die Babywanne gekauft, auf dem das Baby ruhig liegen kann, aber ich denke es geht auch ohne
  • Wer keine Babywanne hat, kann das alles auch im Waschbecken machen
  • Das Wasser sollte entweder klar sein, d. h. ohne Schaumbad, alternativ können auch ein paar Tropfen Muttermilch mit ins Wasser gegeben werden
  • Der Kopf wird zuletzt gewaschen (immer das Wasser am Hinterkopf runter laufen lassen), da über den Kopf die meiste Wärme verloren geht
  • Babys lieben Massagen, hier dann einfach nach der Wanne ein paar Tropfen Öl in den Handflächen verteilen und danach das Baby massieren

Erkenntnis #4: Babytransport

  • Natürlich haben wir auch die verschiedenen Möglichkeiten geübt, wie ein Baby hochgehoben wird
  • Wichtig ist immer, dass der Kopf nie nach hinten fallen kann, warum Babies in der ersten Zeit immer seitlich hochgehoben werden
  • Wer wollte, konnte auch das Wickeln von einem Tragetuch ausprobieren. Wir haben für uns schon beschlossen, dass wir wohl einen Manduca nehmen werden, denn ich denke bei einem selbstgewickelten Tragetuch immer an die Hebamme aus einem der vielen Informationsabende, die meinte: Stellen Sie sich vor, sie stehen bei strömenden Regen auf dem Parkplatz und versuchen ein Tragetuch von 3 Meter Länge um Ihren Körper zu wickeln

Broschüren zum KursNeben diesen Basics gab es natürlich noch viele Tipps und Tricks von Evi. Zudem konnten wir uns Still-BH, Pumpen, Schnullern, Windeln und viele weitere nützliche Utensilien anschauen, anfassen und Evi noch zu verschiedensten Themen löchern.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich die zwei Tage voll und ganz gelohnt haben. Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, ans Herz legen, so einen Kurs zu besuchen. Auch wenn es ohne ihn auch gehen würde, so beruhigt so ein Kurs doch ungemein und schafft Transparenz und Sicherheit bezüglich Geburt und Wochenbett. 🙂