36. SSW: Babybauch Shooting, Geburtstag & Besuch der Großeltern in Spe

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist nun schon über eine Woche vergangen. Die Zeit flutscht aktuell nur so vorbei und ich nähere mich langsam und unaufhaltsam dem Höhepunkt meiner Schwangerschaft. 🙂

Babybauch ShootingLetzten Samstag waren wir beim Grillen von Freunden eingeladen. Die Gastgeberin fotografiert seit der Geburt ihres Sohnes nebenberuflich mit Vorliebe Neugeborene, Schwangere und junge Familien. So bin ich doch noch in den Genuß eines Babybauch-Shootings gekommen.

Die Bilder sind super geworden und auch wenn ich am Anfang der Schwangerschaft gedacht habe, dass ich so etwas nie machen werde, bin ich nun vom Ergebnis begeistert und freue mich schon auf die Bilder von unserem Fritzi.

Sonntags war in München wieder viel los und wir sind zwischen dem Christopher Street Day auf dem Marienplatz und dem Rindermarkt, sowie dem Japanfest im Englischen Garten hin- und hergeflitzt bzw. gefahren. Da mir mit jeder Schwangerschaftswoche etwas Energie verloren geht, laufen wir zwar immer noch viel, nutzen aber immer stärker car2go, dass in München ja super praktisch und im Vergleich zu den Öffentlichen für kurze Strecken auch sehr günstig ist. So standen wir am Sonntag nach dem Japanfest völlig hungrig und durstig am Englischen Garten, zu weit von einem Restaurant oder einer U-Bahn-Haltestelle entfernt. Zum Glück war ein Smart nur knapp 300 m von uns entfernt, sodass wir schnell zu unserem Lieblingsrestaurant fahren konnten. Wir sind dann mit dem gleichen Smart wieder in die Innenstadt gefahren und haben die Party im Rahmen des Christopher Street Day genossen. Zugegeben, es sah ein wenig nach Rentnerpaar aus, wie wir da auf unseren Stühlen saßen und den Leuten beim Tanzen zugeschaut haben. 😉

Am Dienstag hatte ich Geburtstag: Mein letzter Geburtstag als „Nicht-Mami“. Ich hatte bis zum 22. Juli gehofft, dass Fritzi doch noch ein Krebs wird, aber nun wird er eben ein Löwe und ich denke, ich komme damit klar. Meinen Geburtstag habe ich damit verbracht, noch die letzten Strampler in der Stadt zu kaufen und mich mit zwei Still BHs einzudecken. Danach war ich noch mit einer Freundin Kaffee trinken und habe den Vormittag einfach nur genossen. Nachmittags kam meine Schwester aus Berlin zu Besuch und abends waren wir dann zu dritt (Meine Schwester, mein Freund & ich) in einem meiner Lieblingsrestaurants hier in Haidhausen essen.

Vegane PralinenEs war ein toller Geburtstag mit tollen Geschenken für mich und Fritzi 🙂 Mein Freund hat mir das Buch „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann geschenkt, dazu einen Gemüseschneider, mit dem ich aus Zucchini Spaghetti herstellen kann. Seit dem 4. Schwangerschaftsmonat beschäftige ich mich mit dem Thema Ernährung. Es ist mir durchaus bewusst, dass ich keine Vorzeige-Schwangere bin, die sich immer richtig ernährt hat, aber ich habe in den letzten Wochen und Monaten wirklich versucht auf gesunde Ernährung zu achten.

Mit dem Buch hat mir mein Freund einen sehr großen Gefallen getan, denn ich habe gleich angefangen, Dinge auszuprobieren: Quinoa Salat, Schoko- und Zimtkugeln oder fürs Wochenende einen veganen Lemon-Cheese-Cake. Es ist unglaublich, wie gut die Sachen auch ohne Zucker, Gelatine oder Mehl schmecken und vor allem: Sie sind super einfach zu „backen“ oder zu kochen. Ich bin schlichtweg begeistert. Seit Mittwochnachmittag habe ich angefangen, Zucker zu vermeiden und aus dem Buch zu kochen. Mir geht es bis jetzt sehr gut und ich fühle mich super fit. Fleisch habe ich seit Mittwochnachmittag auch nicht mehr gegessen und beschränke meinen Konsum von tierischen Produkten auf den morgendlichen Joghurt mit Amaranth und Obst, sowie auf das tägliche Glas Milch. Ich war diese Woche auch zweimal mittags beim Burger essen (Hans im Glück und Holy Burger). Bei beiden habe ich den veganen bzw. vegetarischen Burger gekostet und war sehr angetan.

Von meiner Schwester habe ich eine Lotion von Clarins bekommen, die Dehnungsstreifen vorbeugt, zudem zwei süße Strampler für Fritzi, einen noch süßeren kleinen Stoffhasen und einen Gutschein für H&M. Demnächst kann ich also mit Fritzi auch shoppen gehen. 🙂

Mittwoch war dann wieder ein Besuch beim Frauenarzt angesagt. Mittlerweile ist meine Blasenentzündung weg, die Blutwerte (bis auf Eisen) in Ordnung, der Blutdruck immer noch schön niedrig und die Entwicklung des Gewichts auch okay. Nur leider hat meine Frauenärztin eine Krampfader an einer Stelle entdeckt, wo man nie vermutet hätte, dass es dort zur Bildung von Krampfadern kommen kann. Zudem hat sie mir ans Herz gelegt, meine Stützstrümpfe (auch bei 30 Grad) wieder regelmäßig zu tragen: „Sie haben ja ein schwaches Bindegewebe“. Immer praktisch, wenn der Partner auch mit im Behandlungszimmer sitzt und solche knallharten Wahrheiten auch gleich mit bekommt. Naja, zum Trost gab es dann den CTG, bei dem Fritzi wieder zeigen konnte, wie aktiv er ist. Von Wehen noch keine Spur und gesenkt hat sich der kleine Fratz auch noch nicht.

Vegetarisches Gericht beim GriechenAm Freitagnachmittag kamen dann meine Eltern aus Leipzig, sodass unser Wochenende komplett verplant war. Da ich noch meine Single-Wohnung habe, konnten sie zum Glück dort schlafen und wir haben sie am Samstag dann zum Frühstück eingeladen, waren mit ihnen auf der Auer Dult, wo die Eltern meines Freundes aus Augsburg dazukamen. Nach einer notwendigen Kaffee- und Kuchenpause bei uns zuhause ging es weiter auf den Hinterhofflohmarkt quer durch Haidhausen, danach in den tollen Biergarten des Hofbräukeller. Aufgrund des Regens mussten wir dann leider ins Restaurant umziehen und dann durch den strömenden Regen nach Hause flitzen. Am Sonntag waren wir dann bei einem leckeren griechischen Restaurant essen und anschließend in einer Ausstellung für Modelleisenbahnen. Wenn Fritzi größer ist, gehen wir mit ihm natürlich auch in diese Ausstellung.

Nun ist es Sonntagabend: Meine Eltern sind wieder in Leipzig, seine Eltern wieder in Augsburg. Ich lese das Buch „Brain Rules für Ihr Baby“ von John Medina und mein Freund das Buch „Tiere essen“. Wir nutzen nun bewusst die Zeit, die wir zu zweit noch haben. Denn wenn Fritzi auf der Welt ist, werden wir uns vielleicht nach etwas Ruhe sehnen. 😉

Aus irgendeinem Grund habe ich heute das erste Mal meinen Bauchumfang gemessen und bin auf 107 cm gekommen. Ich wusste doch, dass der Bauch in den letzten Tagen quasi explodiert ist. Gehe ich nach den Aktivitäten von Fritzi, dann hat er sich in meinem Bauch eine bequeme Zwei-Zimmer-Wohnung eingerichtet und dreht dort rund um die Uhr ordentlich Pirouetten. 😉

 

 

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Schwangerschaftswoche 35: Adieu Walking, Welcome Gesundheit

Mareike in der 34. SSWSeit einigen Tagen bin ich nun in der 35. Schwangerschaftswoche und fühle mich ehrlich gesagt nicht so, als wäre ich schon auf der Zielgeraden.

Als ich vor über einem Monat den Termin für die Vaterschaftsanerkennung und die Sorgerechtserklärung beim Sozialreferat in München vereinbart habe, war meine größte Sorge, dass Fritzi einfach schon vorher auf die Welt platzt. Der Termin ist nun morgen und Fritzi hat bisher noch keine Anstalten gemacht, sich irgendwie Richtung Ausgang zu bewegen. Keine Senkwehen, kein abgesenkter Bauch – einfach nichts. Für mich ist das gut, denn jeder Tag, den er in meinem, mittlerweile sehr großen Bauch, verbringen kann, ist ein guter Tag.

Monuril und Cranberrysaft gegen die Blasenentzündung

Nachdem ich die letzten zwei Wochen die Geburtsklinik öfters von innen gesehen habe, als mir lieb war, sind nun auch die Blasenentzündung und die Nierenbeschwerden endgültig weg. Dem Antibiotikum Monuril sei Dank, einmal eingenommen und schon alles wie weggeblasen. Zur Vorsorge trinke ich nun noch jeden Tag ein gutes Schnapsglas Cranberrysaft (ohne Zucker), dieser soll Blasenentzündungen vorbeugen, sowie hin und wieder eine Kanne Fencheltee. Was diesen Körperbereich anbelangt, geht es mir also sehr gut.

Walking funktioniert nicht mehr

Seit letztem Wochenende habe ich nun auch aus verschiedenen Gründen das morgendliche Walking eingestellt:

  • Mein Körper sollte die Energie lieber für die Heilung der Blasenentzündung aufbringen, als für den morgendlichen Sport
  • Der Bauch ist in den letzten Tagen nochmal gut gewachsen und Fritzi wiegt mittlerweile 2.400 Gramm – für meinen Leistenbruch wäre walken nun einfach zu anstrengend. Ich bin zwar noch gut zu Fuß, aber irgendwann meldet sich die Leiste doch und dann drückt es einfach unangenehm
  • Ähnlich wie am Anfang drückt Fritzi nun auch wieder auf die Blase und seit einigen Tagen habe ich das Gefühl, dass ich alle 500 m auf die Toilette muss.
  • Generell bin ich nicht mehr so fit, ich merke jeden Tag, dass der Kleine wächst und Bewegung strengt mich immer mehr an. Speziell das Treppen steigen macht mich fertig. Am Anfang waren es die 4 Etagen bis zu unserer Wohnung, mittlerweile bin ich schon nach einem Treppenabsatz platt.

Fokus wieder auf gesündere Ernährung

Vegan Curry Ich muss zugeben, dass ich es in den letzten Wochen hab schleifen lassen, was die gesunde Ernährung anbelangt. Natürlich kann man sagen, dass die WM ja auch Ausnahmezustand war, aber trotzdem fühlte ich mich letzte Woche einfach nur schlecht: Burger, Pommer, Schnitzel, Schaumküsse, Schokoriegel, Zimtschnecken, Chips oder Ginger Ale – alles Sachen, die ich nicht mehr kontrolliert gegessen habe. Schon morgens hatte ich Heißhunger auf Schokolade, was eigentlich nicht normal sein kann.

Zudem habe ich mich die letzten Woche nicht wohlgefühlt und gemerkt, dass ich mich in Richtung Wackelpudding entwickle. Aus diesem Grund habe ich seit Montag den Zucker gestrichen, d. h. keine Schokolade, keine Haribos und kein Toast.

Seit Montag habe ich dann auch irgendwie keine Lust mehr auf Fleisch. Das kann daran liegen, dass ich wieder begonnen habe das Buch „Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer zu lesen oder weil ich mich mal wieder auf YouTube rumgetrieben habe und die VLOGs der „Vegan for Fit“ Challenger (basierend auf dem Buch „Vegan for Fit“ von Attila Hildmann) angeschaut habe. Nun, egal was der Grund sein mag, aktuell esse ich eben kein Fleisch, sondern steh eher auf Tofu und Vegetarisch. Seit Montag geht es mir auch sehr gut, ich habe nur vereinzelt Hunger auf Süßes und für diesen Fall greife ich auf weißes Mandelmus oder Bananen zurück.

Auch nach Kaffee habe ich aktuell kein Bedürfnis, wobei der Konsum in der Schwangerschaft sowieso nicht so hoch war. Zur Zeit geht es mir, abgesehen von den üblichen Schwangerschaftsbeschwerden eigentlich ganz gut. Mir ist aufgefallen, dass ich in den letzten Tagen nicht mehr so müde und k. o. bin, trotz der Hitze.

Zeit für die schönen Dinge

Fritzis LaufschuheNachdem ich mich die letzten Wochen in der Klinik oder beim Arzt rumgetrieben habe und sämtliche Foren nach Krankheiten leergesurft habe, ist jetzt die Zeit gekommen, sich um schöne Dinge zu kümmern. Am 02. August sind wir auf einer Hochzeit, für diese bastle ich gerade das Geldgeschenk – bei dem tollen Wetter natürlich auf dem Balkon. Kommenden Samstag sind wir beim Grillen und da sich die Gastgeberin gerade als Fotografin mit Fokus auf Schwangerschafts- und Babybilder ein Netzwerk aufbaut, gibt es am Samstag noch ein Fotoshooting. Es ist jetzt nichts großes oder außergewöhnliches, aber ein paar Erinnerungsbilder hätte ich doch ganz gern. Natürlich steht der Bauch im Vordergrund und ich habe schon ein paar Dinge gekauft.

  • Kleine Sneaker in Blau – klar, Fritzi ist ja ein Bub 😉
  • Aufklebbare Tattoos mit Babyfuß-Motiv (gab es gratis in der Babytüte, die beim Infoabend in der Klinik Neuperlach und im Rechts der Isar verteilt wurden)
  • Ein Bilderrahmen, in dem erst mein Bauch und später Fritzi fotografiert wird
  • Farbe, damit wir den Namen des kleinen schonmal auf den Bauch pinseln

Zudem schaue ich jetzt schon mal, welche tollen Ideen es für die Verkündung der Geburt gibt. Einige coole Sachen habe ich auch schon entdeckt, mehr gibt es aber in einem separaten Blogbeitrag. 🙂

Die letzten Wochen vor der „Niederkunft“ nutze ich jetzt auch nochmal bewusst für mich. Ich gehe vormittags in die Stadt, schlendere durch die Kaufhäuser oder verbringe 1 bis 2 Stunden im Café. Die Auszeit gönne ich mir, denn nach der Geburt liegt der Fokus auf dem kleinen Energiebündel und das er sehr aktiv ist, zeigt er ja jetzt schon im Bauch. Von wegen, ab der 34. SSW werden die Bewegungen weniger, Fritzi ist mindestens genauso aktiv wie vorher.

Was noch zu erledigen ist

Natürlich gibt es auch noch Dinge, die ich seit Wochen vor mir herschiebe und die ich nun langsam angehen muss:

  • Klinikkoffer fertig packen: kann mich nicht entscheiden, welche Strampler ich jetzt mitnehme 😉
  • Eltern- und Kindergeld beantragen
  • Vaterschaft und Sorgerecht erledigen wir ja morgen 🙂
  • Kinderkrippe wegen Warteliste anrufen, sowie weitere Kinderkrippen in der Umgebung raussuchen
  • Windeleimer habe ich gestern bestellt – nicht das der etwas besonderes wäre, aber letzte Woche beim Einkaufen haben wir ihn glatt vergessen, dafür aber jede Menge anderes Zeug gekauft
  • Mit geburtsvorbereitenden Maßnahmen vertraut machen: Hilft Himbeerblättertee wirklich und ist Magnesium so wehenhemmend, wie es in einigen Foren (da sind sie wieder) propagiert wird?

Aber jetzt geniesse ich erstmal den Tag und gehe zum Friseur, das letzte Mal als Schwangere und ohne Baby. Der nächste Termin ist sicher erst wieder im September möglich, wenn unsere kleine Familie sich eingespielt hat 🙂

 

Goodbye Büro and hello Mutterschutz

Lange habe ich den Countdown gezählt und am 03. Juni, 12:40 Uhr war es dann soweit: Ich habe mein Notebook und meine Zutrittskarten abgegeben und mich erst in Urlaub, dann Mutterschutz und dann in die zweijährige Elternzeit verabschiedet.

Nach drei wirklich spannenden und aufregenden Jahren bin ich einfach so aus dem Büro spaziert, habe mich mit einer Freundin im Preysinggarten zum Essen getroffen und war dann mit einer anderen Freundin und unserer PR-Beraterin im Café Zimtzicke. Am Abend war ich dann mit meinem Freund in unserem Stammlokal essen, welches ich im bisherigen Schwangerschaftsverlauf kaum besucht hatte.

Bild_Beginn UrlaubFür mich beginnt jetzt nach mehr als 15 Jahren Berufstätigkeit eine komplett neue Phase. Ich bin erstmal raus aus dem Berufsleben und muss mich nicht nach neuen Jobs umschauen oder mir überlegen, was ich in meinem Leben noch erreichen möchte. Nein, ich bin schwanger und das einzige was ich aktuell erreichen möchte, ist eine Geburt ohne Komplikationen und dass Fritzi gesund auf die Welt kommt.

Noch am Montag haben mich Zweifel beschlichen: Werde ich mich langweilen? Werde ich unattraktiv, wenn ich nur zuhause rumhänge? Werde ich meinem Freund auf der Tasche liegen? Aber schon am Dienstagnachmittag war das alles verflogen. Ich habe in den letzten 15 Jahren sehr viel gearbeitet und nebenbei Weiterbildung und Studium durchgezogen. Eigentlich habe ich seit meinem 17. Lebensjahr nur gearbeitet, bis auf eine sechsmonatige Auszeit, nach meiner zwölfjährigen Tätigkeit bei der Daimler AG.

Zudem habe ich ja nicht gekündigt oder gehe, weil ich keine Lust mehr auf Arbeiten habe. Ich gehe, weil ich im August mein erstes Kind erwarte und damit einen komplett neuen Abschnitt im Leben beginne. Ich habe mich dafür entschieden und freue mich so sehr auf den kleinen Fritzi. Ich freue mich, wenn ich nicht einschlafen kann, weil er am liebsten abends in meinem Bauch tritt. Ich freue mich, wenn ich mich seitlich aus dem Bett rollen muss, weil der Bauch im Weg ist oder wenn ich beim Treppensteigen Pause machen muss, weil die Luft wegbleibt. Ja, über solche Sachen freue ich mich, weil ich so dass Gefühl habe, das Fritzi und ich immer enger zusammenwachsen. Und natürlich freue ich mich auch darüber, dass ich noch keine Schwangerschaftsstreifen habe und das die Schwangerschaft ohnehin fast ohne Komplikationen verläuft. Und die Wehwehchen, die ich aktuell verspüre, sind absolut vertret- und nachvollziehbar.

Und obwohl ich von schwierigen Situationen bisher verschont geblieben bin, so bin ich doch froh, nun nicht mehr jeden Tag im Büro sitzen zu müssen. Die Arbeit am Rechner strengt an, auch wenn man in den letzten Wochen keinen Stress mehr hat. Der Bildschirm, der Stuhl, die Büroluft, das Essen in der Kantine, alles Sachen, die ich zum Schluss gemerkt habe. Jeden Abend war ich nach dem Büro total fertig und einfach nur müde, ohne wirklich Stress zu haben. Fürs Walken war ich unter der Woche zu müde, Schwangerschaftsyoga habe ich überhaupt nicht mehr gemacht. Auch abends noch wegzugehen, war fast nicht möglich, weil ich schon bei der Bestellung des Essens fast eingeschlafen bin.

Ich habe nun den zweiten Tag frei und genieße die Zeit schon jetzt. Ich freue mich jetzt schon auf die unbeschwerte Zeit, die ich bis zur Geburt haben werde und hoffe meine Gesundheit macht da noch mit. Bis jetzt sieht es aber ganz gut aus. 🙂

 

Autor: Mareike Wüste

Fuck The World I’m Pregnant!

Seit vergangener Woche ist es offiziell: Ich bin schwanger!

Foto 1Nun weiß es nach Google, mir, meinem Frauenarzt auch mein Arbeitgeber, meine lieben Kollegen, meine Freunde und natürlich meine Eltern. Auch wenn ich sonst nicht der Geschenk-Surprise-Ich-verschlag-euch-die-Sprache-Typ bin, so konnte ich es mir doch nicht verkneifen, meinen Eltern die Botschaft per Paket zukommen zu lassen.

Ein Paket bot sich schon aufgrund des Zeugungsortes, SAN FRANCISCO, an. Also orderten wir bei Spreadshirt zwei Strampler jeweils mit „I love Opa“ und „I love Oma“ und verpackten diese einzeln, dazu eine Geschenkkarte mit dem knappen Verweis auf ein Andenken aus San Francisco. Damit auch wirklich nichts schief gehen konnte, packten wir sicherheitshalber noch die Ultraschallbilder rein.

Die Überraschung gelang und meine Eltern riefen am Samstag überglücklich an. Insgeheim hatten sie wohl das Thema „Enkel“ schon abgeschlossen und waren sich an Weihnachten 2012 sehr sicher, „dass ich es wohl nie vor den Traualtar schaffen würde und ich wohl immer sehr wechselhaft sein werde. Sie mich aber trotzdem weiter lieben würden.“

Foto 2Ich hätte es selbst auch nicht geglaubt, noch vor einem Jahr war Glück für mich: In der Bar abhängen, möglichst als letzte nach Hause zu gehen, verkatert aufzuwachen, planlos das Wochenende zu überstehen und auch sonst mehr im hier und jetzt zu leben, als an die Zukunft zu denken.

Jetzt ist alles anders: Es gibt so viele Sachen, die man erledigen muss. Ob Geburtsklinik oder Hebamme, Untersuchungen oder Behördengänge, alles muss organisiert werden. Statt in Bars abzuhängen, lese ich Schwangerschaftslektüre, Gesetzestexte für den Mutterschutz oder Bewertungen von Geburtskliniken.

An Feiern denke ich nicht mehr. Ich bin glücklich, wenn ich mich mit Freunden treffe, mein Schnitzel esse, Ginger Ale trinke und um 22 Uhr nach Hause watscheln kann. Ja, das macht mich glücklich!

Ich bin dankbar dafür, dass mir so was tolles zuteilwurde und ich hoffe, dass sich die nächsten zwei Trimester genauso toll anfühlen, wie das erste Schwangerschaftstrimester.

Für mich war der Zeitpunkt perfekt und ich bekomme endlich die Gelegenheit erwachsen zu werden, Verantwortung zu übernehmen und die Zeit zu nutzen, die mir gegeben ist.

Auf die nächsten Schwangerschaftswochen erhebe ich meine Tasse mit Kräutertee und kann nur sagen: Yeah, Fuck The World! I’m PREGNANT!

Autor: Mareike Wüste