Babyfotos – Wie verkünde ich die Geburt meines Kindes?

Mit der Vaterschaftsanerkennung und der Sorgerechtserklärung haben wir jetzt alle behördlichen Gänge absolviert, die vor der Geburt gemacht werden mussten. Zeit sich mal wieder um schöne Sachen zu kümmern – Zum Beispiel das erste Fotoshooting von Fritzi nach der Geburt. Ich habe im Internet recherchiert und wirklich süße Ideen für die Verkündung der Geburt gefunden. Aktuell plane ich ein Foto, was an Freunde und Verwandte geht. Für unsere Erinnerungen würde ich gern mit einem Foto und verschiedenen Accessoires aus der Klinik oder der Erstausstattung ein Bild erstellen, dass wir uns ins Schlafzimmer hängen können.

Für die eigene Wohnung: Bleibende Erinnerungen an die Geburt

Geburtsverkündung - Erinnerung für eigene WohnungMeinen absoluten Favoriten für die Gestaltung einer Geburtscollage habe ich auf Pinterest gefunden. Ich finde die Idee super, dass nicht nur ein Bild genommen wird, sondern dieses auch noch um verschiedene Erinnerungsstücke erweitert wird. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt und ich überlege mir jetzt schon, was wir das reinpacken können. Gesetzt sind auf jeden Fall schon mal:

  • Foto von Fritzi direkt nach der Geburt
  • Armbändchen und Schildchen aus der Klinik
  • Fuß- und Handabdruck aus den ersten 2 Wochen
  • Kleine Sticker und eventuell eine Karte – alles in dezentem blau

Quelle: Gesehen bei Pinterest

Ideen für die Geburtsverkündung an Freunde & Familie:

Geburtsverkündung - Pic 1

Eine sehr kreative Idee finde ich das rechtsstehende Bild. Besonders das Andeuten von Gewicht (Hantel), Größe (Zollstock) oder Zeit der Geburt (Wecker) finde ich sehr witzig. Sollten wir uns auf einen mittellangen Vornamen einigen, dann würde ich auch die Buchstaben in der Holzklotz-Variante nehmen. Alternativ habe ich im Bastelladen schöne Holzbuchstaben gefunden, die sich sicher auch gut machen würden. Vielleicht kann ich die Hantel durch etwas anderes ersetzen und irgendwo ein altes Kalenderblatt auftreiben. Den nostalgischen Wecker habe ich zum Glück ja schon. 🙂

Quelle: Gesehen bei Pinterest

 

Geburtsverkündung auf BodyWenn ich es schaffe, die Rahmendaten der Geburt so schön in eine Grafik zu packen, dann fände ich diese Methode sehr praktisch. Zum einen hat man nicht nur ein schönes Bild, sondern gleich noch einen Strampler mit dabei. Aufgrund meiner Erfahrung würde ich den Strampler auf jeden Fall über Spreadshirt bestellen. Dort habe ich schon meine Schwangerschaftstops bestellt und war sehr zufrieden.

Nur auf den Schnuller würde ich auf dem Bild verzichten, dafür ist es wohl in den ersten vier Wochen noch einfach zu früh. 🙂

Quelle: Gesehen bei Pinterest

 

Geburtsverkündung - Bild 3Ja, das Gesicht von dem Baby sieht eher etwas genervt aus, aber die aufgemalte Krone macht das meiner Meinung nach wieder wett. 😉

Das Bild selbst wirkt mit diesen Farben zu nostalgisch und passt nicht ganz zu uns. Ich würde hier mehr in Richtung dezentes blau-grün gehen, vielleicht sogar in Richtung des Buches „Der kleine Prinz“. Die Kosten dürften gegenüber der ersten Idee geringer ausfallen. Was den gestalterischen Aufwand betrifft, so denke ich nicht, dass es weniger aufwendig ist, als die vorherigen Bilder.

Quelle: Gesehen bei Pinterest

 

Geburtsverkündung - Bild 4Geburtsverkündung - Bild 5Warum selbst die Geburt ankündigen, wenn das auch Winnie Puuh und seine Freunde erledigen können. Für uns wäre das sehr praktisch, denn für Fritzi haben wir ja schon Tigger und I-Aah gekauft, die aktuell auch das Kinderbett von Fritzi bewachen.

Quelle: Gesehen bei Pinterest

Auch auf der rechten Seite waren die Eltern sehr kreativ. Neben den reinen Geburtsdaten finden sich auch noch Verweise auf die Eltern.

Quelle: Cherie Sheriff

 

Und hier habe ich noch eine Auswahl, die zwar teilweise in die Richtung gehen, aber so süß, dass ich sie auch noch mal aufführen möchte:

Geburtsverkündung - Bild 6

Quelle: Pinterest

Geburtsverkündung - Bild 7

Quelle: Pinterest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Neben den zwei folgenden Motiven gibt es natürlich noch tausende andere Ideen, die es verdient hätten hier aufgeführt zu werden, aber das würde wohl den Rahmen sprengen. Auf Pinterest habe ich in meiner Baby Pinnwand noch einige tolle Ideen gesammelt. 🙂

Geburtsverkündung - Bild 8

Quelle: Pinterest

Geburtsverkündung - Bild 9

Quelle: Pinterest

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Advertisements

Geburtsvorbereitungskurs: Teil 2 – Das Wochenbett

Nach dem wir am Samstag im Geburtsvorbereitungskurs das Thema Geburt durchgesprochen hatten, widmete sich Hebamme Eli am Sonntag dem Thema Wochenbett.

Doch bevor unser illustrer Gesprächskreis startete, zeigte uns Eli noch den Anfang von dem Dokumentarfilm „Der erste Schrei“. Der Film befasst sich eingehend mit dem Thema Geburt und zeigt, dass trotz der kulturellen Unterschiede weltweit die Geburt an sich immer gleich abläuft und im Idealfall immer ein kleines schreiendes Etwas am Ende rauspurzelt. Wir haben uns abends den Film zuhause in voller Länge angesehen und er war wirklich sehr toll und hilft sehr dabei, sich der Geburt noch mehr anzunähern.

Doch zurück zum Tag 2, der dem Wochenbett gehörte. Einen ganz großen Bereich nahm das Thema Stillen ein und so bot es sich an, dass wir mit einem Film begannen, der sich mit dem Stillen und der Bedeutung von frühem Kontakt zwischen Mutter und Baby befasste. Obwohl der Film aus den 90ern ist, hat er aus meiner Sicht an seiner Aktualität nichts verloren. Noch in den 80er Jahren war es normal, die Babys gleich von der Mutter zu trennen. In Norwegen durften die Mütter die ersten 24 Stunden ihr Kind nur durch die Glastüre sehen und die Kinder somit auch nicht stillen.

Heute ist das zum Glück anders und ich glaube es gibt in Deutschland kein Krankenhaus, was nicht da Bonding praktiziert, den sofortigen Körperkontakt zwischen Neugeborenem und Mutter gleich nach der Geburt.

Auch Eli vertritt die Ansicht, dass nichts am Anfang wichtiger ist, als der sehr intensive Kontakt zwischen Baby und Mutter. Gerade in den ersten vier Wochen ist diese Bindung nehmen der Atmung und der Nahrungsaufnahme für das Baby und die weitere Entwicklung lebensnotwendig. Sie empfiehlt uns auch nicht nur den Körperkontakt, sondern vor allem auch den Hautkontakt, d. h. ruhig in der Wohnung auch mal oben ohne rumlaufen und das Baby die Haut der Mutter spüren zu lassen.

Der intensive Kontakt soll sich zudem positiv auf das Stillen auswirken, was ich stark hoffe, denn vor nichts habe ich mehr Angst, als wenn es mit dem Stillen nicht klappt. Ich sehe mich schon vor YouTube sitzen und Lehrvideos für das Stillen studieren. Mit dem Stillen ist es wohl wie mit Radfahren oder Schwimmen: Theorie ist das eine, die Praxis eine ganz andere. Aber wie bei den anderen beiden Dingen, ist wohl auch Stillen vor allem eine Frage der Technik. Ich hoffe das ich im Rechts der Isar Unterstützung von Schwestern und Hebammen bekomme und sie gerade am Anfang zeigen, wie man es richtig macht. Auch wenn Eli das im Kurs super erklärt hat und wir verschiedene Stillpositionen getestet haben, bin ich doch über jede Unterstützung froh. 🙂

Der zweite Tag befasste sich jedoch nicht nur mit Stillen, sondern auch mit der Babypflege und dem Tragen des Babys. Hier also die wichtigsten Erkenntnisse, die ich am Sonntag mitgenommen habe:

Erkenntnis #1: Bonding

  • Von Anfang wert auf engen Kontakt mit dem Baby legen, d. h. das Baby regelmäßig zu berühren, durch die Gegend tragen und mit ihm kuscheln
  • Körperkontakt und Hautkontakt sind sehr wichtig, d. h. soviel wie möglich „oben ohne“ mit dem Baby durch die Wohnung laufen
  • Die ersten zwei Wochen als „Babyflitterwochen“ nutzen. Die Zeit so freihalten, dass sich die kleine Familie intensiv miteinander beschäftigen kann. Zur Not müssen Freunde & Verwandte sich eben zwei Wochen gedulden oder die Besuchszeit auf ein Minimum reduzieren
  • Gerade die erste Zeit sollte ruhig und langsam angegangen werden, damit sich alle aneinander gewöhnen können

Erkenntnis #2: Stillen

  • Gleich von Beginn an Stillen, auch wenn es anstrengend ist und das Kind immer wieder einschläft oder die Milch nicht richtig einschießt
  • Das Baby trinken lassen, sobald es durch Suchen anzeigt, dass es Durst hat. Das Baby findet mit etwas Hilfe selbst zu den Brustwarzen, da diese in der Schwangerschaft dunkler geworden sind und sich damit vom Körper abheben
  • Bei Problemen mit dem Stillen immer die Hebamme um Rat fragen
  • Immer beide Brüste abwechselnd anbieten, um einen Milchstau in einer Brust zu vermeiden
  • Um nicht den Durchblick zu verlieren, bindet man sich einfach immer ein Haargummi um das Handgelenk, wo man zuletzt gestillt hat. Wird mein erster Haargummi als Kurzhaarige 😉
  • Bei Milchstau hilft Quark oder Weißkohl, der auf die Brust geschmiert bzw. gelegt wird
  • Das Baby braucht am Anfang Zeit und kann nicht innerhalb von 15 Minuten gestillt werden. Eli meinte, wir sollten bis zu 40 Minuten einplanen
  • 10 Stunden am Tag werden wir laut Eli mit Stillen verbringen
  • Wenn das Baby zu viel schläft und nur alle 4 – 5 Stunden an die Brust möchte, dann muss es alle 2 Stunden geweckt werden, da es sonst zu viel Zeit verliert und Probleme mit der Gewichtsentwicklung bekommt
  • Auf bequeme Haltung achten und schauen, dass das Baby den Kopf nicht drehen muss, um an die Brust zu kommen
  • Das Ausprobieren von mehreren Stillpositionen (Rückengriff, Wiegegriff, Stillen in der Seitenlage oder Hoppe-Reiter-Sitz) – was ich als besonders hilfreich empfand

Erkenntnis #3: Babypflege

  • Wie der Wickelgriff funktioniert und man Windeln wechselt habe ich an diesem Tag gelernt
  • Das Kind möglichst schnell aus- und wieder anzuziehen hat bei der Puppe, die sich nicht wehren konnte eigentlich super geklappt
  • Feuchttücher und Puder gehören nicht zur guten Ausstattung für Babies. Für unterwegs können statt der Feuchttücher auch spezielle Wattepads für Baby mit Mandel- oder Calendulaöl getränkt und damit der Windelbereich sauber gemacht werden.
  • Das Baby immer komplett abtrocknen, auch in den kleinen (süßen) Speckfalten, um Entzündungen zu vermeiden
  • Ab und an kann das Baby auch mal eine Weile nackt bleiben, damit gerade der Windelbereich gut durchlüftet wird
  • Babys sollten erst in die Wanne, wenn die letzten Reste der Nabelschnur weg sind
  • Das Wasser für die Wanne sollte mindestens 38 Grad haben, die Wanne sollte sicher und bequem für die Mutter stehen, d. h. entweder auf dem Küchentisch, dem Fußboden oder auf einem speziellen Gestell. Die Babywanne in die normale Wanne zu stellen, wird für die Zeit des Badens sehr unbequem für die Mutter
  • Vor dem Baden sollte die Mutter ein großes Handtuch über den eigenen Oberkörper legen, damit das Baby nach dem Baden direkt eingewickelt werden kann
  • Beim Baden das Baby zuerst ans Wasser gewöhnen, d. h. mit den Beinchen zuerst, es auch kurz planschen lassen und dann langsam ins Wasser setzen, dabei das Baby immer mit der Hand am Rücken abstützen. Wir haben uns einen speziellen Einsatz für die Babywanne gekauft, auf dem das Baby ruhig liegen kann, aber ich denke es geht auch ohne
  • Wer keine Babywanne hat, kann das alles auch im Waschbecken machen
  • Das Wasser sollte entweder klar sein, d. h. ohne Schaumbad, alternativ können auch ein paar Tropfen Muttermilch mit ins Wasser gegeben werden
  • Der Kopf wird zuletzt gewaschen (immer das Wasser am Hinterkopf runter laufen lassen), da über den Kopf die meiste Wärme verloren geht
  • Babys lieben Massagen, hier dann einfach nach der Wanne ein paar Tropfen Öl in den Handflächen verteilen und danach das Baby massieren

Erkenntnis #4: Babytransport

  • Natürlich haben wir auch die verschiedenen Möglichkeiten geübt, wie ein Baby hochgehoben wird
  • Wichtig ist immer, dass der Kopf nie nach hinten fallen kann, warum Babies in der ersten Zeit immer seitlich hochgehoben werden
  • Wer wollte, konnte auch das Wickeln von einem Tragetuch ausprobieren. Wir haben für uns schon beschlossen, dass wir wohl einen Manduca nehmen werden, denn ich denke bei einem selbstgewickelten Tragetuch immer an die Hebamme aus einem der vielen Informationsabende, die meinte: Stellen Sie sich vor, sie stehen bei strömenden Regen auf dem Parkplatz und versuchen ein Tragetuch von 3 Meter Länge um Ihren Körper zu wickeln

Broschüren zum KursNeben diesen Basics gab es natürlich noch viele Tipps und Tricks von Evi. Zudem konnten wir uns Still-BH, Pumpen, Schnullern, Windeln und viele weitere nützliche Utensilien anschauen, anfassen und Evi noch zu verschiedensten Themen löchern.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass sich die zwei Tage voll und ganz gelohnt haben. Ich kann nur jedem, der die Möglichkeit hat, ans Herz legen, so einen Kurs zu besuchen. Auch wenn es ohne ihn auch gehen würde, so beruhigt so ein Kurs doch ungemein und schafft Transparenz und Sicherheit bezüglich Geburt und Wochenbett. 🙂

Geburtsvorbereitungskurs: Teil 1 – Die Geburt

Geburtsvorbereitung Tag 1Vergangenes Wochenende haben wir nun auch endlich auch unseren Geburtsvorbereitungskurs besucht. Der Kurs wurde auch durch die Hebammengemeinschaft im Kriechbaumhof organisiert. Gesamtkosten für beide Tage lagen bei 105,00 EUR, wobei allein für meinen Partner 95,00 EUR fällig wurden. Der Kurs wurde von der freiberuflichen Hebamme Eli Pechlivanidou durchgeführt, die uns gleich zu Anfang darüber informierte, dass Tag 1 der Geburt gehört und Tag 2 dem Wochenbett.

Los ging es um 09 Uhr mit einer allgemeinen Vorstellungsrunde, bei der sich jeder anhand einer vorher gewählten Postkarte kurz vorstellen sollte und einen Einblick gibt, wie er sich fühlt und was er vom Kurs erwartet. Hier kam schon die erste Erkenntnis: Bei einem Großteil kam die Schwangerschaft überraschend, wenn nicht sogar ungeplant. Der Großteil war nicht verheiratet und zwei Paare sprachen offen an, dass sie sehr lange gebraucht haben, die Schwangerschaft zu akzeptieren. Ein Paar hatte laut eigener Aussage auch jetzt noch ein Fremdeln gegenüber der Schwangerschaft und dem Baby. Für mich schwer nachzuvollziehen, aber meine persönliche Situation ist sicher auch eine ganz andere.

Zurück zum Kurs: Nach dem sich alle vorgestellt hatten, ging es dann auch gleich an die Infos. Hebamme Eli kombinierte Theorie mit Praxis und schaffte es, das eher unangenehme Thema „Geburt“ sehr liebevoll rüberzubringen und mir auch etwas die Angst vor der Geburt zu nehmen. Zwar habe ich schon einiges über die Geburt gelesen, welche Phasen es gibt, aber so richtig vorstellen konnte ich es mir nicht. Bis vor kurzem gab es für mich nur die Kreißsaaltür und wenn ich die durchschreite, dann ist nur Chaos, Hektik und das Anwenden von irgendwelchen Atemtechniken angesagt. Doch Eli hat mir einige Erkenntnisse vermittelt:

Erkenntnis #1: Wehen sind nicht die Feinde der Schwangeren Als kleines Kind habe ich immer gedacht, es ist die Pflicht jeder Frau, Kinder auf die Welt zu bringen. Das es ein Prozess ist, den die Natur vorgesehen hat und nichts und niemand kann sich dem entziehen. Meine Mutter hat zudem immer gesagt, wie schlimm und grauenvoll eine Geburt ist und was für Schmerzen sie hatte. Scheinbar hat mich das als Kind traumatisiert und seitdem war die Geburt für mich gleich dem Jüngsten Gericht für Strenggläubige. Hinzu kam, dass ich immer wieder Horrorgeschichten von Geburten gehört oder gelesen habe und mit dem Fortschreiten der Schwangerschaft nimmt das ja nicht ab, sondern leider eher zu. Irgendwer kennt immer irgendwen, der 56 Stunden in den Wehen lag und dann doch einen Not-Kaiserschnitt bekam oder das Klinikpersonal nicht wusste, was zu tun war.

Summa Summarum war für mich klar: Wenn die Wehen einsetzen, beginnt der absolute Horror und ich werde nur noch schreien und darum beten, sterben zu dürfen. Vielleicht hat schon der Freitag im Kreißsaal den Grundstein gelegt, aber der Samstag hat mir noch mal deutlich gemacht: Wehen tun weh, ja, aber sobald sie einsetzen, fängt der Körper an zu arbeiten und zwar für mich und nicht gegen mich. Jede Wehe, jeder Schmerz sorgt dafür, dass das Kind weiter Richtung Freiheit geschoben wird und jede Wehe, die einmal aufgetreten ist, kommt nie wieder. Es kommen neue Wehen, aber die, die ich einmal durchgemacht habe, sind Vergangenheit und ich der Geburt meines Sohnes einen Schritt näher.

Erkenntnis #2: Ich kann den Verlauf der Geburt mitbestimmen

Natürlich kommt es auf die äußeren Umstände an, im besten Fall durchlaufe ich aber den ganz normalen Geburtsablauf mit Eröffnungsphase, Übergangsphase, Austreibungsphase sowie der Nachgeburtsphase. Sollte die Geburt losgehen, kann ich zum Glück in die Klinik laufen und mich in die Obhut der Hebammen und Ärzte begeben. Wie ich am Freitag mitbekommen habe, war der Kreißsaal relativ leer und die Hebammen überhaupt nicht gestresst, was mich schon mal sehr erleichtert hat. Ich weiß nun, dass ich erst an den CTG angeschlossen werde, mich danach ein Arzt kurz untersucht und ich mich dann wohl bewegen sollte, um die Wehentätigkeit anzuregen. Im Kurs haben wir verschiedene Positionen gezeigt bekommen und ausprobiert, die uns bei etwas Entspannung helfen sollen – auch in der heißen Phase. Ich kann selbst entscheiden, was ich machen möchte: Ob Peziball, Sprossenwand oder einfacher Vierfüßler-Stand – ich kann alles ausprobieren und niemand wird mich hetzen. Dazu haben wir Entspannungsübungen gemacht, die eine geregelte Atmung ermöglichen sollen.

Evi hat uns gesagt, dass der Kopf eine tragende Rolle spielt, der Körper wisse was zu tun ist, aber bei vielen Frauen wird die Geburt schwierig, weil sie zu viel denken, sich Sorgen machen oder sich gar gegenüber der Hebamme oder dem Partner schämen, für das, was gerade passiert. Ich selbst gehöre auch zu denen, die schnell eine Barriere im Kopf haben und für die so eine Geburt dadurch sehr anstrengend werden könnte. Dank des Kurses kann ich mich jetzt schon auf die Geburt vorbereiten, mir immer wieder sagen, dass es schmerzhaft werden kann, aber das am Ende das Beste in Form eines kleinen, schreienden Babys auf mich und meinen Partner warten wird.

Als mir am Freitag mein Blut abgenommen wurde, steckte eine Ärztin ihren Kopf ins Behandlungszimmer und meinte, dass „in Kreißsaal 2 das Kind gleich kommt“. Mein Freund meinte während des Wartens, das die gebärende Frau schon sehr fertig geklungen hat, während sie vor sich hin stöhnte – ich selbst habe sie nicht gehört. Circa eine Stunde später wurde die Frau mit ihrem Kind vom Kreißsaal in die Wochenbettstation verlegt. Als sie im Krankenbett am Wartezimmer vorbei fuhr, sah sie einfach nur entspannt und glücklich aus, fragte die Hebamme aus und wirkte nicht wirklich, als hätte sie noch vor knapp einer Stunde völlig erschöpft gestöhnt.

Vielleicht ist wirklich was dran, wenn Frauen sagen, dass die Freude über das Kind alle Schmerzen vergessen macht. Ich werde auf jeden Fall immer wieder vor Augen die durchlebten Wehen wegstreichen und mir immer wieder ins Bewusstsein rufen, dass der Körper mich und das Baby bei der Geburt unterstützt.

Erkenntnis #3: Im Kreißsaal ist niemand allein Gerade für Frauen wie mich, die Gefahr laufen, dass der Kopf und ständige Bedenken und Vorbehalte die Geburt erschweren könnten, ist es wichtig zu wissen, dass man im Kreißsaal nie allein ist. Das gilt nicht nur für die reine Anwesenheit von Partner und Hebamme, sondern auch für ihre mentale Unterstützung. Evi erzählte uns, dass gute Hebammen sehr genau spüren, wenn die Frau Blockaden hat und sich schämt „AAAA“, „OOOO“ oder „UUUU“ Töne beim Atmen zu äußern. Dann würde die Hebamme einfach mitmachen und den Partner auffordern, alles mitzumachen. Frei nach dem Motto: Wenn schon peinlich, dann bitte für alle im Raum. Mir würde das sehr helfen, wenn ich nicht die einzige wäre, die sich vorkommt, wie der Vollhorst 🙂 Das waren jedoch nur meine persönlichen Erkenntnisse, gepaart mit ein paar Infos rund um den Ablauf der Geburt fühlte ich mich nach dem Samstag deutlich sicherer als noch vor ein paar Tagen oder Wochen. Neben diesen drei Erkenntnissen habe ich noch folgendes mitgenommen:

  • Bei Unsicherheit ob es losgeht, lieber in der Klinik anrufen – Freitag hab ich das ja schon mal getestet 🙂
  • Frauenärztin oder Hebamme ab der 36. SSW immer fragen, ob das Kind schon fest im Becken liegt, dass kann bei einem Blasensprung entscheidend sein, ob man noch in die Klinik laufen kann oder ob ein Liegendtransport mit Krankenwagen notwendig ist
  • Die verschiedenen Geburts- bzw. Entspannungspositionen zuhause immer mal wieder mit dem Partner oder allein üben, damit sie dann in der Stresssituation im Kreißsaal für Entlastung sorgen und man nicht überlegen muss, wie die Position nun ging
  • Klinikkoffer rechtzeitig (ca. 34 SSW) packen
  • Dinge die zur Entspannung beitragen, wie Musik oder persönliche Sachen einfach mit in den Koffer packen. In unserer Klinik können wir beispielsweise unsere Musik mitbringen.
Unterlagen zum Geburtsvorbereitungskurs

Unterlagen zum Kurs

Ich empfehle jedem einen Geburtsvorbereitungskurs, da ich glaube, dass es nicht nur um die Vermittlung von Wissen geht. Unser Kurs war sehr interaktiv und jeder konnte seine Fragen stellen, zudem ist es natürlich gerade für Paare, die das erste Mal Eltern werden, sehr nützlich von den Erfahrungen der Hebamme zu profitieren, gleichzeitig aber auch zu sehen, wie andere Paare ticken, welche Sorgen oder Ängste sie haben.

Das der Partner dabei ist, finde ich sehr schön, aber ich denke es ist kein Muss. Für mich war es wichtig, dass mein Freund dabei war, denn er hat in den wenigen Stunden einen guten Einblick in das komplexe Thema Geburt erhalten und weiß nun auch, was ihn erwartet und wie er mich unterstützen kann.

Und bevor ich es vergesse: Ein paar Unterlagen gab es natürlich auch noch dazu. 🙂

Deutschland gewinnt gegen Frankreich – Fritzi und ich erkunden den Kreißsaal

Freitagnachmittag, eine Woche nach meiner Geburtsanmeldung im Rechts der Isar fanden Fritzi und ich, dass es mal wieder Zeit war, dort vorbeizuschauen. Diesmal nicht nur in der Ambulanz der Frauenklinik und der chirurgischen Ambulanz, nein, diesmal fielen wir gleich in den Kreißsaal ein.

Nervige Dinge während der SchwangerschaftAlles fing Anfang letzter Woche mit Durchfall und Bauchschmerzen an. Der Höhepunkt war dann Freitag erreicht. An Schlaf war in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ab 02:30 Uhr nicht mehr zu denken. Die leichten Bauchschmerzen wichen sehr starken Menstruationsbeschwerden, begleitet von Übelkeit und Durchfall. Nachdem mein Freund gegen 4:30 Uhr Richtung Flughafen aufbrach, bin ich in die Wanne gegangen. Ich war der festen Überzeugung, dass es Senkwehen waren, das war es jedenfalls, was die Recherche bei Dr. Google gab. Also ab in die Wanne und hoffen, dass die Schmerzen verschwinden. Temporär hat das auch geholfen. Danach konnte ich wenigstens 2 Stunden schlafen und vormittags waren die Schmerzen weg.

Also bin ich natürlich nicht zu meinem Frauenarzt gegangen, der bis 12:30 Uhr Sprechstunde hatte. Pünktlich um 13:00 Uhr fing es im Rücken an zu ziehen und wurde immer schlimmer. Das zweite Bad in der Wanne half gar nichts mehr, hinlegen oder laufen war ebenso unmöglich. Teilweise waren die Schmerzen so heftig, dass ich mich nicht mehr aufrichten konnte. Da ich nicht mehr konnte, rief ich im Kreißsaal an.

Die Schwester meinte, ich solle lieber gleich vorbeikommen. Mein Freund der direkt vom Flughafen gekommen ist, hat mich begleitet. Der Kreißsaal war leer, so hatte ich mir das nicht vorgestellt. Aber das Rechts der Isar ist eben bei Geburten nicht unter den Top 3 in München. Hebamme und Ärzte waren super nett, haben mich 30 Minuten an das CTG angeschlossen und natürlich waren überhaupt keine Wehenaktivitäten zu erkennen.

Ich wollte mich schon schämen, weil ich so früh vorbeigekommen bin und dann noch nicht mal ein Anzeichen von Wehen zu erkennen war. Aber dann kam die Auswertung vom Urin und die zeigte, dass ich zuviel Eiweiß verliere. Kombiniert mit Bluthochdruck wäre das eine Schwangerschaftsvergiftung. Da ich aber sehr niedrigen Blutdruck habe und auch weitere Symptome wie Kopfschmerzen oder Augenflimmern nicht aufgetreten sind, kann es das schon mal nicht sein.

Kreißsaal statt WMDann gab es noch einen Ultraschall, die Abnahme des Blutes und dann hieß es wieder warten. Die Auswertung des Blutes dauerte wieder eine Stunde. Mittlerweile war es 17 Uhr, d. h. vor 18 Uhr ist das Blutbild nicht fertig. Und was war am Freitag um 18 Uhr? Richtig, dass Viertelfinale Frankreich gegen Deutschland. Und im Wartezimmer kein Fernseher. Mein Freund hat das sehr gelassen genommen, meine und Fritzis Gesundheit ist ihm so viel wichtiger als das WM Spiel.

Wir haben dann über sein iPhone die ersten Minuten des Spiels über Live Stream angeschaut – exakt bis zum Tor von Mats Hummels, danach war die Verbindung überlastet und wir haben das Spiel über den Bild Liveticker quasi mitgelesen.

Ich finde das Verhalten von meinem Freund deswegen so erwähnenswert, weil parallel ein Paar in den Kreißsaal kam, bei dem die Geburt kurz bevor stand. Kurz vor Anpfiff wurde die Frau an das CTG angeschlossen und der Mann ist einfach verschwunden und kam erst nach dem Spiel wieder.

Während des Spiels kam dann die Ärztin wieder zu mir und meinte, dass man nicht genau sagen könnte, was es ist. Da es Fritzi sehr gut geht und keine vorgeburtlichen Anzeichen vorlagen, haben sie noch einen Nierenspezialisten dazugerufen, der sich das alles noch mal genau anschauen wollte.

Der Nierendoktor kam dann auch pünktlich 10 Minuten nach Abpfiff des Spiels und ich bekam an diesem Tag meinen 2. Ultraschall innerhalb von wenigen Stunden. Ich glaube Fritzi hat sich auch bedankt, dass ihm in kurzer Zeit zweimal in die Hütte geleuchtet wurde. Da dieser Arzt bei der Niere keine Auffälligkeiten erkennen konnte, hat er mir einen Behälter gegeben, in dem ich 24 Stunden meinen Urin sammeln sollte, damit sie das in der Dialyse noch mal untersuchen konnten. Danach könnte man eventuell genauere Maßnahmen ableiten.

Cafe Little White Rabbit am Wiener PlatzUnd nun ratet mal, was mein Auftrag am Montag war: Genau, das „Pinkel in den Becher“ Spiel. Ich war so froh, dass ich heute in die Klinik laufen konnte und diesen Behälter abgeben konnte. Meine größte Sorge auf dem Weg zur Klinik war, dass ich stolpere, der Behälter ausläuft und ich diese widerliche Prozedur noch mal wiederholen muss. Das Ergebnis erfahre ich morgen Nachmittag. Ich bin gespannt, aber erstmal ungemein beruhigt, dass es Fritzi gut geht und er wächst und gedeiht. Immerhin hat er nun das Kampfgewicht von 2.400 Gramm erreicht und wenn Fritzi wohlauf ist, dann bin ich es auch. Mittlerweile bin auch ich seit drei Tagen schmerzfrei 🙂

Jetzt erhole ich mich erstmal in einem süßen Café nicht weit von der Klinik und genieße meinen Soja Latte und eine warme Zimtschnecke. 🙂

Bei der Geburtsanmeldung: Diagnose Leistenbruch in der Schwangerschaft

Leistenbruch in der SchwangerschaftLetzten Donnerstag hatte ich meinen Termin zur Geburtsanmeldung im Klinikum Rechts der Isar. Da ich schon Anfang Juni eine leichte Schwellung in der Leistengegend bemerkt habe, hat mich meine Frauenärztin in eine chirurgische Praxis überwiesen. Diese hat dann eine Schenkelhernie festgestellt und gemeint, solange keine Schmerzen auftreten, ist von einer OP abzusehen, da es eventuell wieder selbst abheilt. Da ich mir nicht sicher war, ob mit einer Schenkelhernie eine natürliche Geburt möglich ist, habe ich den aufnehmenden Arzt bei der Geburtsanmeldung auf die Diagnose hingewiesen. Dieser hat mich dann gleich in die chirurgische Ambulanz des Klinikums verwiesen.

Nach über einer Stunde Wartezeit und laut knurrendem Magen, wurde ich dann gleich von drei Ärzten angeschaut. Sehr schönes Gefühl, wenn ein männlicher und ein weiblicher Arzt an der Schwellung drücken, drücken und nochmals drücken und der dritte Arzt riesige Augen beim Anblick des Bauches bekommt.

Letztendlich waren sich alle drei einig, dass es keine Schenkelhernie ist, sondern ein ordentlicher Leistenbruch, der auch nach der Schwangerschaft nicht von alleine zurückgeht, sondern operativ behandelt werden muss. Das ist natürlich eine Diagnose, die einen genauso umhaut, wie eine Schwangerschaftsdiabetes, die ich zum Glück nicht habe.

Ein Leistenbruch in der Schwangerschaft ist für mich aus folgender Sicht absoluter Mist:

  • Je größer und vor allem schwerer Fritzi wird, desto stärker wird die Belastung auf die Bänder, Knochen und natürlich auch auf die Leiste. Das heißt, die Schwellung wird zunehmen und die Schmerzen im schlimmsten Fall auch.
  • Eine OP während der Schwangerschaft ist verständlicherweise nicht möglich, allerdings kann es im schlimmsten Fall passieren, dass Stücke des Darms abgeklemmt werden, dann müsste ich notoperiert werden. Was dann mit Fritzi passiert, möchte ich mir lieber nicht ausmalen 😦
  • Nach der Geburt sollte ich zeitnah operiert werden. Da ich aber stillen möchte, wäre das schon mal sehr doof. Zudem darf ich dann mindestens 3 Monate nichts heben, was mehr als 5 Kg wiegt. Ich könnte Fritzi also nicht im Maxi Cosi durch die Gegend tragen. Was auch sehr blöd ist, denn wir wohnen im 4. OG ohne Aufzug.

Nun ja, ganz unproblematisch verläuft ja wahrscheinlich keine Schwangerschaft. Wichtig ist, dass die Leiste jetzt noch die 7 Wochen hält und danach sehen wir weiter. Vielleicht kann ich die OP zeitlich nach hinten verschieben, auch wenn die Klinik das am liebsten in einem Aufwasch mit der Geburt machen würde. Frei nach dem Motto: Wenn sie eh schon auf der Pritsche liegt, dann können wir auch noch dran rumschnibbeln. 🙂 Aber dann könnte ich meinen New York Marathon wohl wirklich endgültig begraben.

Immerhin darf ich weiter walken gehen, da es die Leistengegend nicht belastet. Gewicht heben ist jetzt allerdings tabu und auch bei meinem Schwangerschaftsyoga sollte ich wohl auf die Bewegungen achten, um unnötige Belastungen zu vermeiden. Trotz dieser Widrigkeit genieße ich die Schwangerschaft und bin froh, von Schwangerschaftsdiabetes, exzessiven Kotzanfällen oder starken Wassereinlagerungen verschont geblieben zu sein. Und wie ich im Internet recherchiert habe, ist ein Leistenbruch nun auch keine absolute Seltenheit in der Schwangerschaft, andere haben es also auch irgendwie geschafft.

Zu meiner Freude habe ich am Donnerstag ja wieder Fritzi per Ultraschall sehen können, seinen Kopf, seinen Körper, seine Innereien ;-). Er wiegt nun stolze 2000 Gramm und ist quirlig wie nie. Keine Stunde vergeht, in der er nicht in irgendeine Seite meines Körpers tritt oder schlägt und ich freue mich über jede Berührung von ihm, wenn ich seine Füße, Knie, Ellenbogen oder Hände fühle. Ehrlich gesagt, habe ich zwar keine Ahnung, was denn immer gegen die Bauchdecke drückt, aber Hauptsache es drückt überhaupt was.

Fritzi und ich werden auch diesen Leistenbruch schaukeln und zum Glück haben wir ja den liebsten Daddy und Freund der ganzen Welt, der immer für uns da ist und immer schön die Einkäufe für uns trägt 🙂

Die Baby Erstausstattung ist fast komplett

Stofftiere für FritziMittlerweile bin ich schon in der 32. Schwangerschaftswoche, Zeit sich der Erstausstattung für Fritzi zu widmen. Da ich in meinem Freundeskreis nicht wirklich viele Mütter habe und auch der Geburtsvorbereitungskurs noch vor mir liegt, habe ich mich an Checklisten der Apps von Babycenter und Erste Schritte, sowie an Büchern orientiert. Da es unser erstes Baby ist, habe ich mich entschieden die Sachen alle im Einzelhandel zu kaufen. Sehr empfehlenswert für den Raum München und Augsburg sind die Läden BabyWelt, BabyButt und Toy’R’Us. Gar nicht überzeugt haben mich die Filialen von Baby Walz und BabyOne.

Nachdem wir die großen Dinge wie Kinderwagen oder Babybett schon sehr früh gekauft haben, waren jetzt die kleinen und süßen Sachen wie Strampler, Bodys oder Mützen dran. Sehr empfehlenswert ist der Baby Butt in Buttenwiesen, sowie der Toy’R’Us in München, beide hatten ein gutes Sortiment, gerade was die Größe 56 anbelangt. In verschiedenen Foren habe ich gelesen, dass bei Neugeborenen Größe 56 ideal ist, weil die meisten in Größe 50 nicht mehr reinpassen. Ich bin gespannt, ob Fritzi dann in die Strampler passt und nicht darin verloren geht. 🙂

Schlafausstattung

  • 4 wasserdichte (Molton-) Unterlagen (Bett und Wiege)
  • Matratze für die Wiege
  • 2 Spannbetttücher für die Wiege
  • Schlafsack fürs Babybett

BabyBay und StillkissenBabys Pflege

  • Wickelauflage
  • Windeleimer mit Deckel
  • Neugeborenenwindeln
  • Waschlappen (Mull)
  • Baby-Badewanne
  • Badethermometer
  • Kapuzenbadetücher
  • Baby-Haarbürste
  • Nagelschere für Babys
  • Baby-Fiebertherometer
  • Wickeltasche über Amazon

Fritzi on the Road

  • Regenschutz für Kinderwagen
  • Sommerdecke für Kinderwagen
  • Spannleintücher für Kinderwagen

Erstausstattung FritziKleidung für Fritzi

  • 6 Wickelstrampler (Größe 56/62)
  • 4 Wickelbodys (Größe 56/62)
  • 5 bis 8 Shirts oder Pullover (Größe 56/62)
  • 2 bis 6 Paar Erstlingssöcken
  • 2 Baumwollmützen (kleinste Größe)
  • 1 bis 2 Sommerjacken
  • 1 bis 2 Schlafanzüge
  • 1 Ausfuhrgarnitur

Fürs Stillen

  • Stillkissen
  • Spucktücher (Mullwindeln)

Ich finde gerade die Erstausstattung sollte man im Fachhandel kaufen. Bei einigen Sachen habe ich vorher im Internet recherchiert und mir Testberichte oder Bewertungen angeschaut. Auch wenn wir bei einigen Produkten sicher mehr gezahlt haben, als bei einer Online-Bestellung, so haben wir noch Tipps vom Fachpersonal mitbekommen. Zudem finde ich es einfach süß, die Sachen im Laden anzuschauen.

In Zukunft werden wir die Kleidung für Fritzi wohl auch online, bei Ebay oder auf Hofflohmärkten hier in München kaufen. Auf Dauer ist es eben doch eine Kostenfrage. Da ich in allen Filialen keine tolle Wickeltasche finden konnte, haben wir diese bei Amazon bestellt. Sie ist von Skip Hop Duo, passt farblich perfekt zum Kinderwagen und lässt sich easy an den Lenker klicken.

Bei den Bodys und Stramplern habe ich mich für die Wickelvariante entschieden, weil sie wohl für Einsteiger wie mich am einfachsten ist.

Anfangs wollte ich auch zwei Schlafsäcke kaufen, aber die nette Dame von Baby Butt sagte mir, dass nur für das Baby Bett ein Schlafsack genutzt wird, damit das Kind beim Anlegen des Schlafsacks lernt, für längere Zeit zu schlafen. Ich bin sehr gespannt, ob das bei Fritzi funktioniert. Als Schlafsack haben wir uns für das Produkt Prima Klima von Odenwälder entschieden, weil er gute Bewertungen hatte und sich einfach traumhaft anfühlt.

Für mich habe ich noch ein Doomoo Stillkissen gekauft, dass seit gut einer Woche mein treuer Begleiter im Bett und auf dem Sofa ist. Das Schlafen fehlt mir so viel leichter mit dem Kissen, weil es den Rücken schön abstützt und ich meinen Nacken schön auflegen kann. Gerade für die letzten Wochen kann ich so etwas nur jedem empfehlen.

Die letzten Tage habe ich also damit verbracht, die ganzen Sachen zu waschen und zu bügeln, das BabyBett und die Wiege fertigzumachen und die riesige Kommode im Wohnzimmer für Fritzi zu räumen und alle seine Sachen zu verstauen. Bis auf Dinge wie Mobile oder Krabbeldecke haben wir nun fast alles zusammen und sind gerüstet für die Ankunft des Kleinen 🙂

Noch in der Schwangerschaft: Erste Hilfe Kurs für Säuglinge und Kleinkinder

Erste Hilfe am KindZwar ist die Zeit vor der Geburt vollgepackt mit Einkäufen für die Erstausstattung, Untersuchungen, Erledigungen von Behördenkram und Einrichten der Wohnung, aber trotzdem habe ich mich entschieden in meinem Urlaub noch einen Erste Hilfe Kurs für Säuglinge und Kleinkinder zu absolvieren.

Ich habe einen Abendkurs gewählt, da ich aktuell keine Lust habe ein ganzes Wochenende jegliche Art von Verbänden zu üben. Mein Anspruch bei der Wahl des Kurses war, dass ich nach dem Abend die wichtigsten Basics kenne und mit einem gewissen Maß an Sicherheit nach Hause gehe.

Mein Kurs wurde von der Hebammengemeinschaft im Kriechbaumhof in München-Haidhausen angeboten und fand in der schnuckligen DAV-Hütte im Kriechbaumhof mitten in Haidhausen statt, von mir also nur 3 Minuten zu Fuß entfernt. Der Kurs wurde von einer Fachärztin für Anästhesie und Notfallmedizin durchgeführt und da es auch um praktische Übung ging, waren nur sieben Teilnehmer im Kurs. Für mich war es ideal, da ich ausgiebig Wiederbelebungsmaßnahmen an den drei Übungspuppen vornehmen konnte.

Es wurde theoretisches Wissen und praktische Übungen vermittelt für:

  • Wiederbelebungsmaßnahmen bei einem Säugling
  • Wiederbelebungsmaßnahmen bei einem Kleinkind
  • Maßnahmen, wenn das Kind etwas verschluckt

Eine Übersicht an Informationen und Maßnahmen zu Themen wie:

  • Pseudokrupp Husten
  • Atemnot
  • Bauchschmerzen
  • Fieber und Fieberkrämpfen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Blutungen
  • Elektrounfälle
  • Verbrennungen und Verbrühungen
  • Amputationsverletzungen
  • Bisswunden
  • Platz- und Rißwunden
  • Fremdkörperverletzungen
  • Vergiftungen
  • und vieles mehr

Auch den plötzlichen Kindstod haben wir durchgesprochen, aber da dieser ja meist nachts eintritt, ist es so gut wie unmöglich, diesen zu bekämpfen. Sehr wichtig ist hier das Ausschalten von Risikofaktoren, damit dass Kind sicher die kritischen ersten Monate übersteht. Auch wenn statistisch erwiesen ist, dass Jungs öfters betroffen sind, als Mädchen, so hoffe ich doch, dass der Kelch an Fritzi vorüber geht. Ich minimiere das Risiko, alles darüber hinaus ist, wie unsere Kursleiterin sagt, leider Schicksal.

Für mich gilt nun, dass Erlernte immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, damit ich nicht alles über die Geburt hinaus vergesse. Die Ärztin meinte zudem aus Erfahrung, dass sich Eltern immer auf ihre Intuition verlassen und damit fast immer das richtige tun. Wichtig ist vor allem, dass im Ernstfall immer der Notarzt gerufen werden sollte. Besonders bei kritischen Fällen sollte davon abgesehen werden, dass Eltern mit ihren Kindern in die Klinik fahren. Wenn der Notarzt den Transport des Kindes veranlasst, weiß das Krankenhaus gleich Bescheid und kann dem Kind die notwendige Priorität einräumen, zudem fährt der Rettungswagen meist auch gleich in eine Kinderklinik. So wusste ich nicht, dass meine Geburtsklinik „Rechts der Isar“, die nur 500 m von mir entfernt ist und eine relativ große Universitätsklinik ist, zwar über eine Neugeborenen-Intensivstation verfügt, aber keine Kinderklinik hat.

Ich kann jeder Schwangeren oder frischgebackenen Mutter nur empfehlen, an so einem Kurs teilzunehmen. Mein Kurs kostete 25 Euro, für vier Stunden Theorie und Praxis in einer sehr kleinen Gruppe fand ich das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut.

Ich bin froh, dass ich diesen Kurs gemacht habe und überlege mir, ob ich in einem Jahr nicht wieder eine Auffrischung mache, dann natürlich mit Fritzi 🙂

Autor: Mareike Wüste

Schwangerschaftsyoga: Wenn Elefanten die Sonne grüßen

Ob Geburtsvorbereitung, Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge, Geburtsvorbereitende Akupunktur oder Schwangerschaftsyoga, gerade in der ersten Schwangerschaft möchte man ja alles richtig machen und möglichst überall dabei sein, um nie das Gefühl zu haben, nicht alles erdenklich mögliche getan zu haben. Und so war ich gestern nach Monaten mal wieder beim Schwangerschaftsyoga. Quasi das erste Mal, denn die Probestunde hatte ich im Februar und seither alles wieder vergessen.

Ich habe vorher noch nie Yoga praktiziert, weswegen für mich diese Stunde wirklich anstrengend war. Erfahrene Yogis machen die abgemilderten Übungen beim Schwangerschaftsyoga wahrscheinlich auf einem Bein und mit links, aber für mich, die das Dehnen nach dem Sport immer konsequent weglässt, waren besonders Positionen die auf Dehnung ausgelegt waren, eine echte Herausforderung.

Herabschauender Hund und Kriegerposition

Die anfänglichen Atemübungen habe ich noch hinbekommen. Auch wenn mir nicht klar ist, wie man in seinen Bauch atmen kann, besonders wenn dort gerade ein kleiner Kerl munter vor sich hinkickt.

Dann ging es über ein paar Übungen zum „Herabschauenden Hund“ und damit zur ersten Übung, bei der ich vor lauter Schauen und Vor- und Zurückschieben meines Körpers die Atmung komplett verbockt habe. Das mein Hecheln nicht aufgefallen ist, lag dankensweise an der schwangeren Dampflok, die mir gegenüberstand. Ihre Atmung war so laut, dass sie sicher noch auf der Straße hören konnte.

Nach dem ich mich durch den „Herabschauenden Hund“ durchgehechelt habe, kam die Kriegerposition dran. Sieht sehr simpel aus und ist in der Koordination auch sehr einfach. Aber die Arme für eine Weile waagerecht zu halten, hat mir den Schweiß auf die Stirn getrieben. Offensichtlich ist meine Armmuskulatur nicht mehr vorhanden, obwohl ich mit Hanteln walken gehe. Es war sehr erniedrigend für mich, zumal ich das Gefühl hatte, die einzige zu sein, die sich bei dieser Übung total verausgabt hat.

Andere Übungen, wie der Sonnengruß waren dann wieder entspannt. Auf das „Oooommm“ am Ende habe ich dann verzichtet, kam mir dann doch irgendwie kindisch vor. Wir sind ja in einem Yoga Studio mitten in München und nicht in einem tibetischen Kloster oder einem indischen Ashram. 🙂

Mein Fazit

Schwangerschaftsyoga für Zuhause

Schwangerschaftsyoga für Zuhause

Auch wenn ich danach ziemlich fertig war und zuhause erstmal zwei! Stunden schlafen musste, so glaube ich doch, dass mir Yoga als Ergänzung zum Walking sehr gut tut. Allerdings denke ich nicht, dass mir eine Stunde pro Woche ausreicht, um die Übungen halbwegs richtig zu machen. Aus diesem Grund habe ich mir auf YouTube und Pinterest ein paar Videos rausgesucht, mit denen ich versuche jeden Tag wenigstens 20 Minuten zu investieren. Die Stunden im Studio nutze ich dann, um die Übungen kontinuierlich zu verbessern.

Hier ist ein praktisches Video – ideal für Anfänger und die tägliche Dosis Schwangerschaftsyoga.

Verschiedene Positionen des Schwangerschaftsyoga findest du hier.

Als Studio kann ich das Yoga Mami & Me in München empfehlen. Das ist zwar ein Stück weg, dafür ist alles auf Schwangere und Mütter zugeschnitten. Es gibt hier neben Yoga auch Pilates, Autogenes Training und Rückbildung. Für die Zeit nach der Geburt wird Yoga auch mit Baby angeboten, auch das werde ich wohl mal ausprobieren, wenn Fritzi 6 Wochen alt ist. 🙂

Es lohnt sich im Anschluss auf jeden Fall die Kosten bei der Krankenkasse einzureichen, vielleicht bekommt man den Beitrag von der Krankenkassen wieder erstattet.

Schwangerschaftswoche 30: Fußtritte, Leistenbruch und abgebrochener Zahn

Der Bauch wächst in der SchwangerschaftNun bin ich in der 30. SSW und empfinde meinen Bauch so langsam als Luftballon, der von Nacht zu Nacht immer größer wird. Allmählich wird es schwierig abends einzuschlafen oder überhaupt die Nacht durchzuschlafen. Die vergangenen Nächte waren eher eine Qual als Erholung, was aber auch an der Hitze liegen kann. Dem Optimismus zum Trotz muss ich mich wohl jetzt langsam damit abfinden, dass sich Beschwerden jetzt wohl häufen und Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit eher zur Regel werden, als wie bisher die Ausnahme bleiben.

Die Schwangerschaft fordert erste Tribute

Als ich mich am Dienstag nach meinen letzten Stunden im Büro zum Mittagessen mit einer Freundin getroffen habe, ist mir während des Essens ein Stück Zahn abgebrochen, abends dann ein weiteres Stück. Was für ein toller Start in den Urlaub dachte ich mir. Am nächsten Tag sollte es noch besser kommen. Am Mittwoch hatte ich meinen nächsten Termin beim Frauenarzt. Da ich seit geraumer Zeit in der Leistengegend einen Huckel habe, der zwar nicht schmerzt, aber scheinbar doch nicht weggeht, habe ich meine Frauenärztin darauf angesprochen. Sie meinte, dass es wohl ein möglicher Leistenbruch sein könnte und ich lieber einen Chirurgen drüberschauen lassen sollte. Na toll, das war dann der erste Urlaubstag und der begann gleich mit sowas. Jetzt kann ich mich diese Woche um einen Chirurgen bemühen, aber vielleicht ist es ja auch was ganz harmloses. Beim Ultraschall ist mir dann auch gleich der Kreislauf zusammengebrochen. Aber das lag wohl daran, dass ich mich auf den Rücken gelegt habe, obwohl ich nur noch auf der Seite liegen kann. 🙂

Der erste CTG

Am Mittwoch war es dann soweit und ich habe meinen ersten CTG bekommen. Das erste Mal die Herztöne von Fritzi hören. Und ich muss sagen: Die Geräusche klingen sehr nach Pferd. So richtig viele Herztöne konnten beim CTG jedoch nicht aufgezeichnet werden, da Fritzi sehr aktiv war und ständig im Bauch rumstrampelte. Für mich jedoch eine tolle Erfahrung und ich freue mich auf die weiteren CTGs.

Der erste Kontakt mit Fritzis Füßchen

Die ersten Fußtritte von FritziAm Freitag sind wir zu meinen Eltern gefahren, um dort Pfingsten zu verbringen. Dank Stau und Baustellen dauerte die Fahrt 5,5 Stunden und ich war aufgrund der Hitze einfach nur müde. Zu meiner Freude habe ich gerade an diesem Abend im Bett das erste Mal Kontakt mit den klitzekleinen Füßen von Fritzi gemacht. Bis dahin habe ich ihn zwar gespürt, wenn er sich bewegt hat, aber diesmal habe ich seinen Fuß durch die Bauchdecke gespürt und ich konnte mir das erste Mal vorstellen, wie er sich in meinem Bauch bewegt und gegen alle möglichen Wände drückt. Ich war so glücklich, dass zu spüren und auch mein Freund war ganz aus dem Häuschen. Meinetwegen kann Fritzi jetzt immer gegen den Bauch kicken, ich bin so glücklich über jeden Tritt, den ich spüre.

Vielleicht liegt es an den sommerlichen Temperaturen, aber so allmählich merke ich, dass die Schwangerschaft von Tag zu Tag anstrengender wird. Der Bauch wird täglich größer und ich spüre regelrecht, wie die Haut spannt und bald Risse bekommt, denn diese Spannkraft hält ja keine Haut aus.

Morgen werde ich wieder walken und bin gespannt, wie es läuft. Ich hoffe, dass durch das Walking nun auch meine Wassereinlagerungen wieder verschwinden, die mich seit knapp drei Tagen begleiten. Außerdem steht morgen mein Schwangerschaftsyoga auf dem Programm. Ich bin gespannt, ob ich mich aufraffen kann und ob ich die Bewegungen ansatzweise hinbekomme.

Autor: Mareike Wüste

Goodbye Büro and hello Mutterschutz

Lange habe ich den Countdown gezählt und am 03. Juni, 12:40 Uhr war es dann soweit: Ich habe mein Notebook und meine Zutrittskarten abgegeben und mich erst in Urlaub, dann Mutterschutz und dann in die zweijährige Elternzeit verabschiedet.

Nach drei wirklich spannenden und aufregenden Jahren bin ich einfach so aus dem Büro spaziert, habe mich mit einer Freundin im Preysinggarten zum Essen getroffen und war dann mit einer anderen Freundin und unserer PR-Beraterin im Café Zimtzicke. Am Abend war ich dann mit meinem Freund in unserem Stammlokal essen, welches ich im bisherigen Schwangerschaftsverlauf kaum besucht hatte.

Bild_Beginn UrlaubFür mich beginnt jetzt nach mehr als 15 Jahren Berufstätigkeit eine komplett neue Phase. Ich bin erstmal raus aus dem Berufsleben und muss mich nicht nach neuen Jobs umschauen oder mir überlegen, was ich in meinem Leben noch erreichen möchte. Nein, ich bin schwanger und das einzige was ich aktuell erreichen möchte, ist eine Geburt ohne Komplikationen und dass Fritzi gesund auf die Welt kommt.

Noch am Montag haben mich Zweifel beschlichen: Werde ich mich langweilen? Werde ich unattraktiv, wenn ich nur zuhause rumhänge? Werde ich meinem Freund auf der Tasche liegen? Aber schon am Dienstagnachmittag war das alles verflogen. Ich habe in den letzten 15 Jahren sehr viel gearbeitet und nebenbei Weiterbildung und Studium durchgezogen. Eigentlich habe ich seit meinem 17. Lebensjahr nur gearbeitet, bis auf eine sechsmonatige Auszeit, nach meiner zwölfjährigen Tätigkeit bei der Daimler AG.

Zudem habe ich ja nicht gekündigt oder gehe, weil ich keine Lust mehr auf Arbeiten habe. Ich gehe, weil ich im August mein erstes Kind erwarte und damit einen komplett neuen Abschnitt im Leben beginne. Ich habe mich dafür entschieden und freue mich so sehr auf den kleinen Fritzi. Ich freue mich, wenn ich nicht einschlafen kann, weil er am liebsten abends in meinem Bauch tritt. Ich freue mich, wenn ich mich seitlich aus dem Bett rollen muss, weil der Bauch im Weg ist oder wenn ich beim Treppensteigen Pause machen muss, weil die Luft wegbleibt. Ja, über solche Sachen freue ich mich, weil ich so dass Gefühl habe, das Fritzi und ich immer enger zusammenwachsen. Und natürlich freue ich mich auch darüber, dass ich noch keine Schwangerschaftsstreifen habe und das die Schwangerschaft ohnehin fast ohne Komplikationen verläuft. Und die Wehwehchen, die ich aktuell verspüre, sind absolut vertret- und nachvollziehbar.

Und obwohl ich von schwierigen Situationen bisher verschont geblieben bin, so bin ich doch froh, nun nicht mehr jeden Tag im Büro sitzen zu müssen. Die Arbeit am Rechner strengt an, auch wenn man in den letzten Wochen keinen Stress mehr hat. Der Bildschirm, der Stuhl, die Büroluft, das Essen in der Kantine, alles Sachen, die ich zum Schluss gemerkt habe. Jeden Abend war ich nach dem Büro total fertig und einfach nur müde, ohne wirklich Stress zu haben. Fürs Walken war ich unter der Woche zu müde, Schwangerschaftsyoga habe ich überhaupt nicht mehr gemacht. Auch abends noch wegzugehen, war fast nicht möglich, weil ich schon bei der Bestellung des Essens fast eingeschlafen bin.

Ich habe nun den zweiten Tag frei und genieße die Zeit schon jetzt. Ich freue mich jetzt schon auf die unbeschwerte Zeit, die ich bis zur Geburt haben werde und hoffe meine Gesundheit macht da noch mit. Bis jetzt sieht es aber ganz gut aus. 🙂

 

Autor: Mareike Wüste