Schwangerschaftswoche 30: Fußtritte, Leistenbruch und abgebrochener Zahn

Der Bauch wächst in der SchwangerschaftNun bin ich in der 30. SSW und empfinde meinen Bauch so langsam als Luftballon, der von Nacht zu Nacht immer größer wird. Allmählich wird es schwierig abends einzuschlafen oder überhaupt die Nacht durchzuschlafen. Die vergangenen Nächte waren eher eine Qual als Erholung, was aber auch an der Hitze liegen kann. Dem Optimismus zum Trotz muss ich mich wohl jetzt langsam damit abfinden, dass sich Beschwerden jetzt wohl häufen und Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen und Schlaflosigkeit eher zur Regel werden, als wie bisher die Ausnahme bleiben.

Die Schwangerschaft fordert erste Tribute

Als ich mich am Dienstag nach meinen letzten Stunden im Büro zum Mittagessen mit einer Freundin getroffen habe, ist mir während des Essens ein Stück Zahn abgebrochen, abends dann ein weiteres Stück. Was für ein toller Start in den Urlaub dachte ich mir. Am nächsten Tag sollte es noch besser kommen. Am Mittwoch hatte ich meinen nächsten Termin beim Frauenarzt. Da ich seit geraumer Zeit in der Leistengegend einen Huckel habe, der zwar nicht schmerzt, aber scheinbar doch nicht weggeht, habe ich meine Frauenärztin darauf angesprochen. Sie meinte, dass es wohl ein möglicher Leistenbruch sein könnte und ich lieber einen Chirurgen drüberschauen lassen sollte. Na toll, das war dann der erste Urlaubstag und der begann gleich mit sowas. Jetzt kann ich mich diese Woche um einen Chirurgen bemühen, aber vielleicht ist es ja auch was ganz harmloses. Beim Ultraschall ist mir dann auch gleich der Kreislauf zusammengebrochen. Aber das lag wohl daran, dass ich mich auf den Rücken gelegt habe, obwohl ich nur noch auf der Seite liegen kann. 🙂

Der erste CTG

Am Mittwoch war es dann soweit und ich habe meinen ersten CTG bekommen. Das erste Mal die Herztöne von Fritzi hören. Und ich muss sagen: Die Geräusche klingen sehr nach Pferd. So richtig viele Herztöne konnten beim CTG jedoch nicht aufgezeichnet werden, da Fritzi sehr aktiv war und ständig im Bauch rumstrampelte. Für mich jedoch eine tolle Erfahrung und ich freue mich auf die weiteren CTGs.

Der erste Kontakt mit Fritzis Füßchen

Die ersten Fußtritte von FritziAm Freitag sind wir zu meinen Eltern gefahren, um dort Pfingsten zu verbringen. Dank Stau und Baustellen dauerte die Fahrt 5,5 Stunden und ich war aufgrund der Hitze einfach nur müde. Zu meiner Freude habe ich gerade an diesem Abend im Bett das erste Mal Kontakt mit den klitzekleinen Füßen von Fritzi gemacht. Bis dahin habe ich ihn zwar gespürt, wenn er sich bewegt hat, aber diesmal habe ich seinen Fuß durch die Bauchdecke gespürt und ich konnte mir das erste Mal vorstellen, wie er sich in meinem Bauch bewegt und gegen alle möglichen Wände drückt. Ich war so glücklich, dass zu spüren und auch mein Freund war ganz aus dem Häuschen. Meinetwegen kann Fritzi jetzt immer gegen den Bauch kicken, ich bin so glücklich über jeden Tritt, den ich spüre.

Vielleicht liegt es an den sommerlichen Temperaturen, aber so allmählich merke ich, dass die Schwangerschaft von Tag zu Tag anstrengender wird. Der Bauch wird täglich größer und ich spüre regelrecht, wie die Haut spannt und bald Risse bekommt, denn diese Spannkraft hält ja keine Haut aus.

Morgen werde ich wieder walken und bin gespannt, wie es läuft. Ich hoffe, dass durch das Walking nun auch meine Wassereinlagerungen wieder verschwinden, die mich seit knapp drei Tagen begleiten. Außerdem steht morgen mein Schwangerschaftsyoga auf dem Programm. Ich bin gespannt, ob ich mich aufraffen kann und ob ich die Bewegungen ansatzweise hinbekomme.

Autor: Mareike Wüste

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Schwangerschaftswoche 29: Die Zeit rennt, der Schmerz kommt!

Nach dem ich heute morgen 9,5 km walken war, geduscht habe und am Frühstückstisch mein Babybrei mit frischen Erdbeeren, Zimt und geschroteten Leinsamen gegessen habe, bekam ich von BabyCenter eine Notification, dass ich nun schon die 29. Schwangerschaftswoche erreicht habe.

Die 29. Schwangerschaftswoche! So langsam befinde ich mich auf der Zielgeraden, das letzte Trimester ist angebrochen und mein Urlaub mit anschließendem Mutterschutz steht unmittelbar vor der Tür. Am Dienstagmittag werde ich in den Urlaub verschwinden und dann erst wieder im Oktober 2016 auf der Matte stehen. Obwohl ich die letzten Wochen und Monate gezählt habe, kann ich es nicht glauben, dass es nun bald so weit ist.

Meine sportlichen Aktivitäten in der vergangenen Woche

Leider habe ich es nur zweimal geschafft, walken zu gehen, an Christi Himmelfahrt morgens 8,5 km und heute Morgen 9,5 km. Walken macht mir immer noch viel Spaß, aber aufgrund der widerlichen Toiletten an der Isar laufe ich jetzt einfach weniger und versuche ab morgen dafür regelmäßiger zu laufen. Und vielleicht kann ich im Urlaub wieder ins Schwangerschaftsyoga einsteigen, sowie leichtes Krafttraining im Fitnessstudio absolvieren.

Beschwerden in der SchwangerschaftGesundheitliche Einschränkungen

Kaum war ich am Freitag aus dem Büro und mit meinem Freund im Supermarkt, fuhr mir ein Schmerz in den Rücken, der dann im Laufe des Abends immer schlimmer wurde. Teilweise konnte ich mein linkes Bein nicht mehr heben und zog es hinter mir her, wie ein geprügelter Bergtroll. Dank japanischem Heilpflanzenöl und einer Massage durch meinen Freund ging es dann am Samstagmorgen wieder. Leider hat mir der Rücken die Vernissage am Freitag versaut, auf die ich mich schon die ganze Woche gefreut habe. Stattdessen lag ich schon um 20 Uhr im Bett, mit dem Ergebnis, dass ich um 2 Uhr putzmunter war, einen Toast mit Nutella gegessen und die Küche aufgeräumt habe. Das nenne ich mal ne produktive Nacht 🙂

Die Freizeitleiden einer Schwangeren

Aktuell wird meine Freizeit von wenigen Worten geprägt: Müdigkeit, Übelkeit, Heißhunger auf Schokolade, Wassereinlagerungen, Rückenschmerzen und Kreislaufproblemen. Genau diese Worte lassen meine Freizeit aktuell leiden. Egal ob mich unter der Woche mit Freunden zum Essen treffe oder am Wochenende etwas unternehmen möchte. Irgendwas ist immer und dann werde ich quengelig, mein Kreislauf geht in den Keller, ich bin müde und schleppe mich von einer Sitzmöglichkeit zur nächsten. Ich bin wirklich auf die nächsten Wochen gespannt, vielleicht hilft es ja, viel an der frischen Luft zu sein.

Auch wenn Fritzi immer größer wird und der Körper darunter ächzt, so freu ich mich doch riesig über jede Bewegung die ich von ihm spüre. Am Mittwoch ist es dann auch wieder soweit und wir machen den dritten Ultraschall. Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie groß Fritzi nun mittlerweile ist und welche Position er gerade einnimmt. Die Schwangerschaft bleibt spannend!

Ich werde mich jetzt wieder meinem alkoholfreiem Spritz widmen und das Wochenende ausklingen lassen. 🙂

Autor: Mareike Wüste

Nordic Walking, Wandern, Schwangerschaft, Sport, Bewegung

Walking, Wandern und Wassereinlagerungen

Wieder geht ein schöne Woche und ein noch schöneres Wochenende zu Ende. Mittlerweile bin ich in der 28. Woche angekommen und mein 3. Trimester beginnt. Aktuell fühle ich mich zwar noch fit, aber das der Bauch wächst und das die beschwerdefreien Wochen hinter mir liegen, spüre ich jeden Tag ein bisschen mehr.

Nordic Walking, Wandern, Schwangerschaft, Sport, BewegungNichts desto trotz versuche ich mich weiterhin regelmäßig zu bewegen. Dreimal war ich diese Woche walken, in Summe habe ich 37 km geschafft. Davon am Samstag allein 14,5 km, bin extra sehr früh los, um dann meinen Freund nicht so lange warten zu lassen. 06:30 Uhr durch München Richtung Isar zu walken, war sehr entspannend.

Den heutigen Sonntag haben wir auch sehr früh begonnen und waren schon um 08:30 Uhr im Wahllokal. Da das Wetter super war, sind wir in die Berge gefahren. Ich kann zwar keine steilen Wanderwege mehr gehen, aber lange Rundwege mit wenigen Anstiegen gehen super, zudem sind dann meine Rückenschmerzen weg und die Wassereinlagerungen verschwinden. In Summe war es eine Wanderung von 11,30 km bei sehr angenehmen Tempo. Perfekt um die Landschaft und das Wetter zu genießen.

Ich freue mich schon sehr, wenn wir vielleicht nächstes Jahr zu dritt wandern gehen können. Ich möchte, dass Fritzi so oft wie möglich aus der Stadt rauskommt und die Berge erlebt. Das wir Sonntage dort verbringen, wo die Kühe noch entspannt auf der Wiese liegen, die Hühner über die Straße rennen und wir einfach auf einer Wiese eine Brotzeit machen und die Zeit mit Fritzi genießen können.

Nach dem gestrigen Tag war die Wanderung ideal, um auf andere Gedanken zu kommen. Denn so langsam rückt „der Tag“ immer näher und die Gedanken, Sorgen und die Angst vor der Geburt kommen nun häufiger, als in den letzten Wochen und Monaten.

Ebenso häufig kommen nun leider auch die Wassereinlagerungen. Was sicher auf meinen Bürojob zurückzuführen ist. So langsam merke ich im Büro, dass mir das viele Sitzen und die Arbeit am Rechner zu schaffen macht. Ich zähle jetzt die Tage bis mein Urlaub beginnt, der dann direkt in den Mutterschutz übergeht. Stand heute sind es noch 5,5 Arbeitstage und die werde ich dank der sexy Kompressionsstrümpfe auch überstehen.

Am 03. Juni werde ich meinen letzten Tag haben, dann stelle ich den Kollegen noch einen Teller Dunkin Donuts hin und verschwinde gegen Mittag für zwei Jahre. Meine andere schwangere Kollegin hat einen Ausstand gemacht, ich habe mich dagegen entschieden, denn ich bin nur aufgrund meiner Schwangerschaft in dem Team gelandet. 70 % meiner ehemaligen Kollegen wurden entlassen und ich habe seit zwei Monaten kein richtiges Aufgabengebiet, da die Freizeit-Community bei der ich Community Manager war, verkauft wurde.

Ich denke es ist gut, wenn ich jetzt erstmal Abstand gewinne und mich voll auf die Schwangerschaft und Fritzi freuen kann. Ich werde mir eine Checkliste machen, mit den ganzen Sachen, die ich machen werde, sobald ich zuhause bin, damit mir nicht langweilig wird. 🙂

Am 03. Juni werde ich auf jeden Fall nachmittags erstmal ins Café Zimtzicke gehen und mit einem Stück Kuchen meinen Urlaub beginnen. 🙂

Regelmäßiges Walking in der Schwangerschaft steigert das Wohlbefinden

Nachdem ich heute wieder 10 Kilometer Walking geschafft habe und mich sehr, sehr gut fühle, schreibe ich heute mal über den Zusammenhang zwischen sportlicher Betätigung und körperlichem Wohlbefinden.

Zugegeben in den ersten drei Monaten habe ich nur sehr moderat Sport getrieben. Der aktivste Muskel meines Körpers war der Kaumuskel und die körperliche Leistung bestand einzig darin, mich zu unserer Wohnung ins 4. OG zu schleppen und mit mir selbst Burger & Schnitzel wettzuessen.

Erst nach dem dezenten Hinweis durch meinen männlichen Allgemeinarzt auf die durchschnittliche Zunahme während einer Schwangerschaft, habe ich meine Fressattacken zurückgefahren und wieder regelmäßig angefangen Sport zu treiben.

Die ersten drei bis vier Monate ging es mir auch nicht wirklich gut. Körperlich fühlte ich mich einfach nur schlapp, hatte eine Mittelohrentzündung und war überhaupt nicht gut drauf. Seelisch durchlebte ich im Büro eine schwere Zeit. Durch einen Eigentümerwechsel bei meinem Arbeitgeber, wurden 70 % meiner Kollegen gekündigt und ich aufgrund meiner Schwangerschaft von meinem Job als Community Manager abgezogen. Das verdaut man schon in einem „normalen“ Zustand sehr schwer.

Ich habe in dieser Zeit viel geweint, begleitet von Lustlosigkeit und extremen Kopfschmerzen. Und das die seelische Beeinträchtigung die Bahn für körperliche Schwächung frei macht, habe ich eben dann an der Mittelohrentzündung gemerkt. Nachdem ich diese ohne Medikamente überstanden hatte, fing ich also wieder an mit Sport. Der Sport hat mir geholfen, vom Job Abstand zu nehmen.

Joggingstrecke an der IsarIch fing wieder an mit joggen, für mich kein Problem, da ich vor der Schwangerschaft schon laufen war. Ich lief sehr langsam, aber bekam mein Puls nicht unter Kontrolle. Zudem hatte ich das Gefühl der Bauch und die Brüste, die ja nun doch ordentlich gewachsen sind, bewegten sich total unkontrolliert und machten das Joggen nicht einfacher. Nachdem durch die Erschütterungen auch meine Knie schnell schmerzten und der Druck auf die Blase stieg, entschied ich mich, einfach auf Walking umzusteigen.

Nike LaufschuheUnd so wurden auf 4 km joggen, 8 km Walking und da das so super funktionierte, nutzte ich die wunderschöne Strecke an der Isar und baute immer weiter auf: 9 km, 10 km, 11 km und schließlich 12 km. Kurze Strecken absolvierte ich abends nach dem Büro, lange Strecken früh morgens am Wochenende. Es kommt vor, dass ich Samstag 06:30 Uhr wach werde und dann meine 12,5 km laufe, die dann auch schon mal 01 h 58 min in Anspruch nehmen. Für meinen Freund ist das kein Problem, dann kann er ausschlafen und wenn ich wieder da bin, gibt es Frühstück.

Seit ich regelmäßig walke, geht es mir super. Mein Gewicht habe ich unter Kontrolle, ich fühle mich super fit, bis auf die minimalen Beeinträchtigungen beim Treppen steigen. Selbst von Wassereinlagerungen bin ich bisher fast komplett verschont geblieben.

Laufdokumentation mit RuntasticDa ich ein Geek bin, starte ich natürlich auch nur gut ausgerüstet zu meinen Walking-Runden. Zur Messung der Laufstrecke habe ich mich für die Runtastic App entschieden, dazu kann man für 50 EUR auch einen Brustgurt kaufen, der über die App den Puls anzeigt. Somit bleibe ich immer schön im grünen Bereich. Zudem habe ich nun 2 Hanteln (je 1,5 kg), die für das Joggen geeignet sind und die sich leicht tragen lassen.

Das ich mich für Hanteln und nicht für Stöcke entschieden habe, hat was mit Würde und Anstand zu tun. Irgendwie musste ich mich ja von den stöckeschwingenden und dauerschwatzenden Frauen im Jogginganzug aus Ballonseide unterscheiden. 🙂

Ich kann jeder Frau nur empfehlen, während der Schwangerschaft regelmäßig zu walken. Nach Rücksprache mit meiner Frauenärztin und meiner Hebamme ist auch die Distanz von 12 km kein Problem für mich und mein Kind. Wie bei vielen Dingen in der Schwangerschaft gilt auch hier: Was der Mutter gut tut, ist auch für das Kind gut.

Autor: Mareike Wüste